Gotteskindschaft

Gotteskindschaft

Otto Amberger

Das Thema Gotteskindschaft zentrale neutestamentliche Aussagen und gängige dogmatische Sicht wiedergebend, findet sich sehr ausführlich in Tagungen und Exerzitien Pater Kentenichs. Besonders hervorzuheben ist für die dreißiger Jahre der Exerzitienkurs vom Herbst 1937 für die Missionsgesellschaft Bethlehem in Immensee (Schweiz), ebenso die Gebetssammlung Himmelwärts. Durch die heiligmachende >>Gnade in Jesus Christus erhält der Mensch Anteil und Teilhabe am göttlichen Sein und Leben, an den Eigenschaften Gottes, an seinem Lieben und Erkennen.

Zentralen Aussagen paulinischer und johanneischer Theologie folgend, sieht Pater Kentenich die Gotteskindschaft in der Christusgliedschaft grundgelegt. In Christus und wie Christus ist der Mensch Sohn und Tochter des Vaters, Kind Gottes. Ebenso wichtig ist Kentenich der pneumatologische Ansatz. Seine Spiritualität lässt sich in dem Satz zusammenfassen: Durch Christus (mit Maria) im Heiligen Geist zum Vater. Besonders stark ins Leben umgesetzt wird in der schönstättischen Spiritualität die Hinordnung auf den Vater (Patrozentrik) und damit eben das Kindsein vor Gott.

In der praktischen Anwendung soll die dogmatische Wahrheit der Gotteskindschaft als „Gedanken- und Wertkomplex“ das Heiligkeitsstreben und alle Tätigkeiten des Menschen bestimmen und durchdringen. Werde, was du bist, bestimmt das Ethos. Auch hier Paulus folgend, entwickelt Pater Kentenich auf diesem Fundament eine reich ausgefaltete Spiritualität des Kindseins. >>Kindlichkeit


Literatur:

  • J. Kentenich, Kindsein vor Gott. Priesterexerzitien 1937, Vallendar-Schönstatt 1979

Schönstatt-Lexikon:

Herausgeber: Internationales Josef-Kentenich-Institut für Forschung und Lehre e.V. (IKF)

Verlag: Patris-Verlag, Vallendar-Schönstatt – All rights by Patris-Verlag – www.patris-verlag.de

Online-Präsentation: Josef-Kentenich-Institut e.V. (JKI) – www.j-k-i.de

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