Neue Gemeinschaft

Neue Gemeinschaft

Herbert King

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1. „Alte“ und „neue“ Gemeinschaft
2. Prozess der Gemeinschaft
3. Gestalt der Gemeinschaft
3.1. Verhältnis von Selbständigkeit und Eingebundensein
3.2. Ethik der Gemeinschaft – Miteinander, Ineinander, Füreinander, Verantwortung, Vertrag und Abmachung
3.3. „Seelische“ Gemeinschaft
3.4. Religiös-christliches Gepräge der neuen Gemeinschaft
3.5. Geist (Leben) und Form
4. Leitungsstil

Pater Kentenich hat sich ein Leben lang von dem Ziel leiten lassen, einen „neuen Menschen in einer neuen Gemeinschaft mit universellem apostolischen Gepräge“ zu verwirklichen. Wir haben es mit der zentralsten Formulierung der >>Zielgestalt seiner Bewegung zu tun. „Seit Kindheitstagen“ schwebt es ihm vor Augen. Nie hat es ihn losgelassen. Seiner Gründung hat er es in verschiedenen Formen eingegründet. Einen großen Teil seiner Arbeit hat er der Schaffung und Gestaltung solcher Gemeinschaften gewidmet. Dies hatte zunächst Priorität. So ist Neues entstanden oder Altes neu überprüft, neu entdeckt oder neu übernommen worden.

1. „Alte“ und „neue“ Gemeinschaft

„Die leitende Idee kennt eine überzeitliche und eine zeitbedingte Prägung“ (Schl 1951, 149. 152). Wir haben also ein überzeitliches und ein zeitbedingtes Element. „Der neue Mensch in der neuen Gemeinschaft. Das ist also nicht nur rein biblisch, sondern auch zeitgeschichtlich im Sinne der heutigen Zeit, aber auch in der Zukunftsträchtigkeit“ (BprEx 1967, 66. 68). Vgl. auch die Unterscheidung von Idee und Bild der Gemeinschaft im OB 1949 (vgl. dort 44, 60). Idee steht dort für das Überzeitliche, Bild für das Zeitbedingte.

Überzeitlich ist der religiös-ethische Aspekt des Zieles „neue Gemeinschaft“, die Erneuerung, die Bekehrung, die Beseelung, die neue Schöpfung in Christus. Gemeinschaft soll in möglichst idealer Weise gestaltet und gelebt werden. Darum geht es zu allen Zeiten immer neu.

Das „zeitbedingte Element“ oder auch kulturelles Element dagegen hat es mit dem epochalen Wandel zu tun, in dem wir heute stehen. Jede Zeit erfährt Gemeinschaft und menschliches Miteinander anders, prägt verschiedene Typen des Zusammenlebens aus. Es geht um den Wandel der soziologischen Gestalt der Gemeinschaft, den Wandel in den Zuordnungen ihres inneren „Kräftespiels“. Das heißt, dass auch in der „neuen“ Gemeinschaft alle wesentlichen Elemente einer Gemeinschaft vorhanden sind (überzeitliches Element), dass ihre einzelnen Elemente aber einen anderen Stellenwert haben (zeitbedingtes Element).

Pater Kentenich nennt vier „Formen“ der Zielsetzung „neue Gemeinschaft“. Eine erste Form bezieht sich darauf, dass die bestehenden „verformten“ gesellschaftlichen und kirchlichen Verhältnisse „wieder durchseelt werden“, dass „der Formalismus gebrochen wird, die „Versklavung an bestimmte Formen“ (VP 1967 II, 61. Vgl. auch BprEx 1967, 90). Die zweite „Form“ bezieht sich auf den Raum des kirchlichen Ordenslebens. Aus eigenen Prämissen ist ein neuer Typ von Ordensgemeinschaft entstanden, eine „zeitbedingte“ Ausformung des „überzeitlichen“ Ideals des Ordenslebens (>>Säkularinstitute, >>Bund). Eine dritte und vierte Form bezieht sich „auf den urgewaltigen Gestaltwandel von Welt und Kirche“ (BPrEx 1967, 90), auf den „elementaren Gestaltwandel, nicht den gebräuchlichen Gestaltwandel“ (ebd. 73). Es geht um neue Gemeinschaft, nicht nur um erneuerte Gemeinschaft.

Pater Kentenich hat das Bild, die Gestalt der neuen Gemeinschaft in sich getragen und gleichzeitig der „Zeit aus dem Gesicht geschnitten“. Zum einen aus dem Zerfall der Tradition, der Vermassung, von ihm meistens „Kollektivismus“ genannt. Ebenso dem Individualismus. Mit großer Wachheit sieht er in der Zeit eine neue Gemeinschaft sich abzeichnen, „deren Konturen am Horizont der Zukunft deutlich auftauchen“ (Glossen 1962, 8). So geht es ihm nicht nur um Überwindung des „Kollektivismus“ und „Individualismus“, sondern auch um deren „Sinnerfüllung“ (PT 1950, 62. 77. 79) in der „Beschleunigung des gottgewollten Gestaltwandels von Kirche und Gesellschaft“. Es ist ein Gestaltwandel, der aus „immanenten Triebkräften heraus“ drängt (St 1949, 168). Es geht um eine „neue“ Gemeinschaft, „wonach die heutige Generation die Sehnsucht hat“ (BprEx 1967, 71).

2. Prozess der Gemeinschaft

Pater Kentenich hat Gemeinschaft deutlich als Prozess gesehen und hat dies bewusst in seiner Gründung verankert. So kann eine doppelte Dynamik unterschieden werden: jene, die mehr vom Subjekt und Subjektiven ausgeht und zum Objektiven und allgemeingültig Gemeinsamen, Normativen hinstrebt. Und jene, die den umgekehrten Prozess durchläuft, den einzelnen, die einzelne Gruppe mehr vom Objektiven und „Gesetzten“ her beeinflusst und prägt. Beide „Richtungen“ sind notwendig, durchdringen sich und müssen entsprechend „greifen“. Bei ersterer stehen die organischen Wachstumsgesetze des Lebens stark im Vordergrund. Bei letzterer geht es mehr um Nachvollzug – ebenfalls eine zentrale Kentenich-Kategorie – von Vorgegebenem. Ersteres ist mehr der >>freien Gemeinschaft zugeordnet, letzteres Aufgabe der Pflicht- oder der offiziellen Gemeinschaft. Es ergeben sich so die unterschiedlichsten Verbindungen von Nachvollzug und Hinbewegung.

3. Gestalt der Gemeinschaft

Die Gestalt der Gemeinschaft oder auch ihr inneres Kräftespiel soll in fünf Aspekten herausgearbeitet werden.

3.1. Verhältnis von Selbständigkeit und Eingebundensein

Die Gestalt einer Gemeinschaft, ihr „Typ“, wird vom Verhältnis zwischen Eingebundensein in sie (Abhängigkeit von ihr) und Selbständigkeit (Freiheit, Eigenverantwortung, Initiative) des einzelnen Mitgliedes stark bestimmt. In der „neuen Gemeinschaft“ will Pater Kentenich beides betont sehen. Deshalb die Zielformulierung: „Vollkommene Gemeinschaft auf Grund vollkommener Persönlichkeiten“ (DD 1963 VI, 31). Das ist „Persönlichkeit in der Gemeinschaft“ (DD 1963 III, 18). Beide Aspekte sind einfach nebeneinander gestellt. Sie stehen in einer nicht von vorneherein aufgelösten Spannung. Ihre Verbindung ist eine „organische“ (OB 1949, 59). Gleichzeitig handelt es sich um ein schwer zu verwirklichendes und spannungsreiches Gleichgewicht (>>Spannungsgesetz), zumal beides in „vollkommener“ Weise geschehen soll. Es ist hier der >>“neue Mensch“ angesprochen, der „selbsttätig und selbständig“ Gemeinschaft bildet oder übernimmt. Bei aller Betonung von Bindung und Einbindung, die Pater Kentenich als Beitrag zur Überwindung der heutigen Kulturkrise sehr hervorhebt, geht es doch um die „freie“, um die „selbständige und selbsttätige“ Bindung. Die verschiedenen Gemeinschaftstypen, die Schönstatt hervorgebracht hat, unterscheiden sich voneinander gerade an der hier bezeichneten Stelle. Aber für sie alle gilt, dass sich das Verhältnis von Selbständigkeit und Einbindung im Vergleich zu entsprechenden Gemeinschaftsformen der Vergangenheit zugunsten der Einzelpersönlichkeit, ihrer Eigeninitiative und Mitverantwortung deutlich verschoben hat. Das bedeutet Toleranz, Sinn für Originalität, Freude an der Eigenart des einzelnen.

Und dennoch ist Gemeinschaft nicht eine Ansammlung von Individualisten. Sie ist immer mehr als die Summe der sehr selbständigen Individuen. Sie ist ein Stück weit diesen vorgegeben. Sie ist ein Raum, in den der einzelne auch eintauchen kann. Ein Raum, der ihn aufnimmt und ihm Geborgenheit schenkt. Ebenso Forderungen an ihn stellt. Der einzelne soll nicht nur fragen, was die Gemeinschaft ihm gibt. Er soll sich vor allem fragen, was er ihr gibt.

Menschsein bedeutet Selbstsein und Mitsein. Der Mensch ist ein Ich-Du-Wesen, ist selbst- und gemeinschaftsbezogen gleichzeitig, hat eine individuelle und eine soziale Natur. Das bedeutet Spannung und Bipolarität für den einzelnen wie für die Gemeinschaft. Letztlich wird hier eine Anwendung der Bundesspiritualität sichtbar.

3.2. Ethik der Gemeinschaft

Ein zweiter Aspekt der Gestalt der Gemeinschaft hat es mit ihrer Ethik zu tun. Hier tauchen bei Pater Kentenich immer wieder zwei Werte auf: Liebe und Verantwortung. Gemeinschaft und Persönlichkeit sind beide „getragen von der elementaren Grundkraft der Liebe“ (PhErz 1961, 47). Sie „ringt…um ein in Gott verankertes, stets wirksames Verantwortungsbewusstsein füreinander“ (Schl 1951, 149).

  • Liebe – Die neue Gemeinschaft ist „ein geheimnisreich tiefes, liebendes Ineinander, Miteinander und Füreinander“ (PhErz 1961, 59). Dieses ist einem rein äußerlichen, mechanischen, rein auf Gesetzen, Ideen, Aufgaben und Formen beruhenden Nebeneinander gegenübergestellt (DD 1963 II, 197). Die angeführte Trias verwendet Pater Kentenich auch, wo er das Wesen der >>Liebe umschreiben will. Gemeinschaft ist nach seinem Denken eben Liebe. Das Miteinander, Ineinander und Füreinander kann ein brüderliches oder schwesterliches, ein freundschaftliches, väterlich-kindliches, mütterlich-kindliches, eheliches usw. sein. Prägnant zusammengefasst sind die Ideale der neuen Gemeinschaft in einem von Pater Kentenich im Konzentrationslager verfassten Gedicht, dem „Heimatlied“.
  • Gemeinschaft ist also zunächst ein Miteinander. Es geht um Mitsein, Miteinandersein. Hier ist das gemeinsame Ziel zu nennen, auf das miteinander, gemeinsam geblickt wird, die gemeinsame Aufgabe, Interessen, Werte, Ideen, der gemeinsame Glaube und die Hoffnung. Miteinander meint Wir-Gefühl und Solidarismus.
  • Gemeinschaft ist sodann ein Ineinander. „Fühlung halten“ (ein ganz typisches Kentenichwort) miteinander wird zur „Einfühlung“. Ebenso zum Herausfühlen und Heraushören, zum Gespür für den anderen. So kommt dem einzelnen zum Bewusstsein: „Du in mir und ich in dir und wir beide ineinander. (…) Das ist Liebe: die Heimatberechtigung im Herzen, im Innern eines Menschen“ (VLF 1934, 342). Und an einer anderen Stelle: „Wir müssen also sorgen, dass wir einander das Herz öffnen, dass wir nicht nur nach außen nobel, anständig sind oder, wie man das so sagt, so die Gesetze des Anstandes beobachten. Das Wichtigste ist, dass wir einander hineinlassen in das Herz, mit Wohlwollen einander begegnen; das Bewusstsein haben: da habe ich einen Platz in diesem Herzen“ (DD 1963 IX, 176).

Pater Kentenich nennt dies Herzensgemeinschaft und in ihrer Hochform Herzensverschmelzung. Es entsteht ein Liebesbündnis untereinander in einer gegenseitigen „Einschreibung“ der Herzen. Dies soll besonders in Ehe und Familie sich verwirklichen. Aber auch in anderen Gemeinschaft, speziell den religiösen. Je religiöser jemand ist, desto mehr soll Innigkeit nicht nur mit Gott entfaltet werden, sondern auch im mitmenschlichen Ineinander. Neue Gemeinschaft heißt, dass Kraft und Zeit investiert werden in die Beziehung untereinander.

  • Weiterhin ist Gemeinschaft ein Füreinander. Dieses betont mehr die Verantwortung für den anderen. „Ich bin einfach für die anderen da“ (DD 1963 III, 128).

Das Verhältnis zwischen den genannten drei Aspekten kann je nach Gemeinschaft und Phase, in der diese sich befindet, ganz unterschiedlich sein. Je nachdem stehen das Ineinander, das Füreinander oder das Miteinander (die Arbeit, die Aufgabe, die Idee, das Ziel, die Sendung, der gemeinsame Glaube) im Vordergrund und das jeweils andere entwickelt sich allmählich.

Realistisch weist Pater Kentenich auch auf die Dimension des Verzichtes hin. Gemeinschaft „kann sehr häufig ein ganz schweres Opfer sein“ (DD 1963 IX, 125). Und immer wieder zitiert er den hl. Johannes Berchmanns mit seiner Aussage, dass die Gemeinschaft seine größte Buße ist (DD 1963 IX, 125). Dennoch gilt: Wer Gemeinschaft in erster Linie und immer nur als Opfer erlebt, hat nicht viel von ihr verwirklicht.

  • Verantwortung – Ein vierter Aspekt einer Ethik der neuen Gemeinschaft ist „Verantwortung“. Es geht um die Schaffung eines neuen Verantwortungsbewusstseins. Dieses ist eng mit der Thematik der Selbständigkeit und Selbsttätigkeit verbunden. Ebenso mit der geringen Betonung des Gesetzes und der Kontrolle. Im heutigen gemeinschaftlichen Denken wird dem „Prinzip Verantwortung“ (H. Jonas) höchste Bedeutung zugemessen. Der neue Mensch besitzt Bereitschaft und Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen, gerne Verantwortung zu übernehmen und die eigene Verantwortung aufs Höchstmögliche zu steigern, einzusetzen und in entsprechenden Taten zu verwirklichen. Es ist „ein Verantwortungsbewusstsein, das eine drängende, treibende Kraft ist“ (OW 1950, 317). Der einzelne soll verantwortlicher Mitarbeiter, Mitdenker und Mitentscheidender sein. Hier braucht es den verantwortungsfreudigen und verantwortungsfähigen Typ (vgl. die Konzepte heutiger „Betriebsphilosophien“). Der neue Mensch und speziell auch der neue Christ ist nicht der ängstliche und verantwortungsscheue Mensch (>>Subsidiaritätsprinzip, >>Solidaritätsprinzip).

Liebe und Verantwortung gehören zusammen. Sie sind zwei zentrale Aspekte in einem Ethosgefüge. Andere Aspekte ordnen sich diesen zu und ein. Auch bilden beide ein Spannungsganzes (vgl. endgesetzliches und eigengesetzliches Motiv der >>Liebe).

  • Vertrag und Abmachung – Im soziologischen Denken Pater Kentenichs spielt Vertrag (>>Vertragsweihe) und Abmachung eine große Rolle. Bewusst hat er in den am meisten strukturierten Gemeinschaften einen „naturrechtlichen“, zivilen Vertrag als Bindeform eingeführt. In seiner Pädagogik betont er alles, was den Menschen befähigt, sein Wort überlegt zu geben und sich an dieses zu halten. Hier hat die Ethik der Gemeinschaft eine interessante Ausprägung erhalten.

3.3. „Seelische“ Gemeinschaft

Eine weitere Kennzeichnung der neuen Gemeinschaft nach Pater Kentenich betont das Seelische, das Beseelte. Es gilt, bewusst und in Kenntnis der soziologisch-psychologischen Gesetzmäßigkeiten, die gemeinschaftliche „Seele“ zu schaffen und auszugestalten. Dabei entsteht ein lebensmäßiger, seelischer „Organismus“. Doch bleibt der einzelne freie Persönlichkeit und soll es immer mehr werden.

Das „seelische“ Element ist ein sehr charakteristisches und typisches Element der „neuen Gemeinschaft“. Bei der oben dargestellten Trias „Miteinander, Ineinander und Füreinander“ steht das Wort „seelisch“ meistens dabei. Überhaupt ist auffallend, wie häufig das Wort „seelisch“ bei Pater Kentenich vorkommt. „Deswegen der durchseelte Mensch in einer durchseelten Gemeinschaft, neuen Gemeinschaft (…). Durchseelte Gemeinschaft, eine Gemeinschaft, die ein seelisches Ineinander und Miteinander und Füreinander kennt“ (BPrEx 1967, 90). Es geht um „eine innere seelische Fühlung untereinander“ (DD 1963 VIII, 130).

Und dies gegen allen „seelenlosen Formalismus“. Hier klingt die Abgrenzung vom „mechanischen, bloß äußeren Nebeneinander“ noch einmal neu (Schl 1951, 149). Gemeinschaft soll als „seelisches“ Beziehungsgeflecht entstehen. Typisch für die neue Gemeinschaft ist, dass sie sich nicht nur religiös oder geistig-willentlich-ethisch versteht, sondern „psychologisch-ethisch“ (BPrEx 1967, 67). Es soll ein seelisches Ineinanderverwobensein entstehen, das auch ins Un- und Unterbewusste hinabreicht und aus diesem emporsteigt. Ein dichtes Netz von seelisch verankerten Beziehungen, Ideen, Aufgaben. Hier bekommt das Wort „Gemeinschaftsseele“ einen besonderen Klang. Ebenso das Wort „Atmosphäre“.

Wichtig für die Formung der Gemeinschaftsseele sind die Prozesse der Erarbeitung und der Verwirklichung des Gemeinschaftsideals (>>Ideal). Damit ist ein weiterer Gesichtspunkt der neuen Gemeinschaft genannt: „idealgebunden“. Das hier Gemeinte ist bei Pater Kentenich oft mit dem Wort >>Leben bezeichnet. Gemeinschaft ist ein Lebensgebilde mit einer entsprechenden „Lebensgestalt“ mit „ihrem Lebensrhythmus, ihren Lebensbedingungen und ihrer Lebensfülle, Lebenskraft und Lebensfrucht“ (MBr 1948, 42). Oft auch einfach Organismus genannt oder Lebensgebilde.

„Geschlossenheit“. Das „Innenleben“ einer Gemeinschaft kennt ein originelles und spezifisches Binnenleben. Ebenso das Bewusstsein der „Intimität“ und das Bedürfnis, diese zu schützen. Hier ist in Analogie zur individuellen Person der Begriff „Geschlossenheit“ von Bedeutung.

In der Vergangenheit wurde der „seelische“ Aspekt der Gemeinschaft im Großen und Ganzen nicht eigens bewusst gemacht und reflektiert. Er war einfach da in Institutionen, Bräuchen, Symbolen, Vorstellungen averbaler Art. Das kann und soll nicht wiederhergestellt werden. Doch braucht es „seelische“ Räume. Diese sollen bewusst und in Kenntnis der entsprechenden Gesetzmäßigkeiten geschaffen und gepflegt werden.

Fortsetzung: http://www.j-k-i.de/liste2-f_action=show&f_entry_id=3742&f_back_action=.html


Schönstatt-Lexikon:

Herausgeber: Internationales Josef-Kentenich-Institut für Forschung und Lehre e.V. (IKF)

Verlag: Patris-Verlag, Vallendar-Schönstatt – All rights by Patris-Verlag – www.patris-verlag.de

Online-Präsentation: Josef-Kentenich-Institut e.V. (JKI) – www.j-k-i.de

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