Zentrale

Zentrale

Die Zentrale ist die Institution der Schönstatt-Bewegung, die zur Stärkung der spirituellen und apostolischen Motivation der >>Liga und der >>Volks- und Wallfahrtsbewegung beitragen soll. Auf diesem Weg soll sie die wesentlichen Grundkräfte und Grundideen Schönstatts garantieren helfen. Zu diesem Zweck stellt die Zentrale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Einsatz in den Diözesen zur Verfügung, sorgt für Weiterbildung dieser Beauftragten, lenkt und koordiniert deren Tätigkeit. Außerdem wirkt die Zentrale mit bei der Bestellung der Diözesanführungen und trägt für überdiözesane Unternehmungen, die im Namen der Schönstatt-Bewegung durchgeführt werden, eine Mitverantwortung. Der Leitungstyp, den die Zentrale ausübt, ist der von P. Kentenich für die Kirche der Zukunft angestrebte: Eine größtmögliche Wirkung soll nicht über juristische Zuständigkeiten, sondern über geistige Inspiration, Aufgreifen von Zeitenstimmen und Impulsen aus den betreffenden Personenkreisen und Koordinierung von Initiativen erreicht werden. Im ganzen gilt, wie von P. Kentenich seit den 50er Jahren gefordert wurde, eine grundsätzliche juristische Entmachtung der Zentrale zugunsten einer alleinigen Hervorhebung der Lebensfülle und moralischen Autorität.

Der zuständige Leiter der Zentrale ist der Bewegungsleiter (>>Bewegungsleitung), der vom Landespräsidium (>>Präsidien) für sechs Jahre ernannt wird. Dieser ernennt für die Teams, die in den Ligagliederungen der Frauen, Männer, Familien und Priester arbeiten, eine „Hauptstandesleitung“, die aus einem Priester und – bei den Laiengliederungen – einem Laienmitarbeiter besteht. Die einzelnen Ligagliederungen werden jeweils von zwei „Standesleitern“ repräsentiert. Hinzu kommt die Leitung der Volks- und Wallfahrtsbewegung sowie weitere haupt- und nebenamtliche Mitarbeiter, die vor allem von den >>Verbänden und Bünden (>>Apostolischer Bund) des Schönstatt-Werks für die Aufgaben der Zentrale zur Verfügung gestellt werden.

Der Zuständigkeitsbereich einer Zentrale kann das Gebiet einer einzelnen Diözese (Diözesanleitung) oder einer Bischofskonferenz bzw. eines Landes sein.


Literatur:

  • Jahrestagung der Schönstatt Frauenliga (3.-6. Januar 1951), verv.O, A 4, 118 S
  • J. Kentenich, Das Lebensgeheimnis Schönstatts. I. Teil: Geist und Form (Brief an Joseph Schmitz, geschrieben in Santiago/Chile, ab dem 3. Mai 1952), Vallendar-Schönstatt 1971, 242 S., 24-28
  • J. Kentenich, Ansprache auf Berg Schönstatt vor der Zentrale und den Diözesanpräsides (24. Mai 1966), in: Propheta locutus est. Vorträge und Ansprachen von Pater J. Kentenich aus seinen drei letzten Lebensjahren VI, Berg Sion 1987, 129-164
  • Joachim Schmiedl
  • Schönstatt-Lexikon:
  • Herausgeber: Internationales Josef-Kentenich-Institut für Forschung und Lehre e.V. (IKF)
  • Verlag: Patris-Verlag, Vallendar-Schönstatt – All rights by Patris-Verlag – www.patris-verlag.de
  • Online-Präsentation: Priester- und Bildungshaus Berg Moriah, Simmern, in Zusammenarbeit mit dem Josef-Kentenich-Institut e.V. (JKI)

Schönstatt-Lexikon:

Herausgeber: Internationales Josef-Kentenich-Institut für Forschung und Lehre e.V. (IKF)

Verlag: Patris-Verlag, Vallendar-Schönstatt – All rights by Patris-Verlag – www.patris-verlag.de

Online-Präsentation: Josef-Kentenich-Institut e.V. (JKI) – www.j-k-i.de

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