Geschichte des JKI

Zur Geschichte des Josef-Kentenich-Instituts

Die Initiative zur Gründung des Josef-Kentenich-Instituts ist herausgewachsen aus dem „Mariologischen Seminar“, zu dem eine Gruppe von Theologiestudenten und später auch Studentinnen in der Universitätsstadt Freiburg sich ab WS 1969/70 zusammengefunden hatten. Über zwei Semester hinweg hatten sie wie in einem Seminar an der Universität wissenschaftliche Referate erarbeitet, sie einander vorgetragen und intensiv diskutiert. Ihr Ziel war, sich selbständig einen Zugang zu den biblischen und theologischen Aussagen über Maria zu erarbeiten und die Ergebnisse mit dem mariologischen Denken von Pater Josef Kentenich ins Gespräch zu bringen.

Dr. Robert Zollitsch, von dem entscheidende Impulse ausgingen, vermittelte dem Kreis, wie sehr Pater Kentenich an der wissenschaftlichen Durchdringung und Auseinandersetzung gelegen war. Er hatte als Student den Gründer in Milwaukee besucht und von ihm dieses Anliegen aufgenommen. Aus der gemeinsamen Erfahrung des Mariologischen Seminars und dem Wissen um das Interesse des Gründers wuchs unter den Beteiligten die Idee, auf Dauer in diesem Sinn zu arbeiten. Solche wissenschaftlichen Bemühungen, wie sie der Gründer der Schönstattbewegung zu Lebzeiten selbst mit großem Engagement gesucht und geleistet hat, sollten eine Fortsetzung finden. Dazu gründeten sie in bewusstem Kontakt mit dem damaligen Generalrektor des Schönstatt-Instituts Diözesanpriester Hermann Gebert am 8.Juli 1970 in Oberkirch das „Josef Kentenich Institut“.

In den folgenden Jahren befasste sich das junge Institut mit so grundlegenden Themen im Denken Kentenichs wie z.B.: Causa-Secunda-Lehre, Gehorsamsverständnis, Sendung des Abendlandes, Verhältnis von Geist und Form, Dimensionen der Spiritualität Schönstatts und Pastoral aus dem Charisma Schönstatts. Für die wissenschaftliche Arbeit bildete man Sektionen, in denen Themen gemeinsam verfolgt und erarbeitet wurden.

In den folgenden Jahren wurden das Institut oder einzelne Mitglieder immer wieder eingeladen, in Schönstatt und darüber hinaus Referate und Tagungen zu gestalten. Man begann, die Ergebnisse zu publizieren, um sie einem größeren Interessentenkreis zugänglich zu machen. Im Priesterhaus Berg Moriah ergab sich die Möglichkeit, die Einrichtung einer Bibliothek zu verwirklichen. Dorthin wurde auch das Sekretariat verlegt, wo es bis heute ist. Seit 1987 bietet das JKI immer wieder die inzwischen sehr gefragten Grundkurse ‚Geistliche Begleitung‘ an. (Im Augenblick gibt es für diesen Kurs kein Angebot.)

Um Studentinnen und Studenten für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem geistigen Erbe Pater Kentenichs zu interessieren, hat das Institut einen JKI-Preis für wissenschaftliche Arbeiten geschaffen, der jährlich ausgeschrieben wird. Die Zahl der Mitglieder des JKI wuchs von 16 im Gründungsjahr auf über 50 Mitglieder seit Mitte der 90-ger Jahre. Das JKI war beteiligt an der Gründung des Internationalen Josef Kentenich-Instituts für Forschung und Lehre, mit dem es im Austausch steht und zusammenarbeitet.

Dr. Peter Wolf

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