GM2009-27 „Garant des echt (ganzheitlich) Menschlichen“ – 05

GM2009-27 „Garant des echt (ganzheitlich) Menschlichen“ – 05

Aus: Dass neue Menschen werden (1951).

„Es ist eben das Große, das das neue Dogma nun manifestiert: neben dem verklärten Heiland nun auch die verklärte Braut, die ‚Gebenedeite unter den Frauen‘, die leiblich und gemüthaft verklärte Mutter und Braut.(…) Und nun sehen wir, wie die Gottesmutter, da sie auch mit dem Leib in den Himmel aufgenommen ist, den unendlichen Gott lieben kann mit einem warmen Gemüt. Dieses warme Gemüt gibt erst der menschlichen Natur den Schmelz, die Innigkeit, die Wärme, das Hingerissensein, das Aroma. (…) Der lebendige Gott, Christus kommt so erst richtig auf seine Rechnung. Sie dürfen nicht übersehen: Der Heiland ist nicht nur Gott, er ist auch Mensch. Und weil er Mensch ist, möchte er nicht nur mit seinem menschlichen Herzen lieben, er möchte auch selber von einem menschlichen Herzen umfangen, innerlich umfangen und angenommen werden. (…) Was fehlt seiner menschlichen Natur im Himmel an Abrundung der Seligkeit? Ein Gemüt wenn Sie wollen , das stellvertretend die ganze menschliche Natur und Gesellschaft darstellt, ein Gemüt, das mit endloser Innigkeit ihn, den Gottmenschen, umfängt.(…) Wir gratulieren ihr und danken ihr, daß sie, die Spitze der ganzen Schöpfung, stellvertretend in unserem Namen dem Gottmenschen die Wärme schenkt, die wir ihm leider noch nicht schenken können.“ (Dass neue Menschen werden (1951), 59 f.)

„Und was bedeutet eine solche Verklärung des Gemütes in der visio beata für uns Menschen hier auf Erden? Wir brauchen ein Herz, das uns versteht. Wir brauchen nicht bloß Willensaffekte; wir möchten geborgen sein, Halt haben in einem warmen Gemüte. Wie tief mag unsere Seele beglückt sein, wenn wir uns nunmehr sagen dürfen: Die Gottesmutter, die einmal unsere Mutter geworden ist, bleibt unsere Mutter. Mit ihren geläuterten, übernatürlichen, warmen Affekten, mit denen sie den Gottmenschen umfängt, umfängt sie auch uns. Wir sind der Gegenstand ihrer warmen, verklärten, übernatürlichen Mutterliebe. (…) Die Wärme aber, mit der sie uns vom Himmel aus umfängt, ist grenzenlos umfassender, als sie hier auf Erden sein konnte. (…)Ihre leibliche Himmelfahrt mitsamt ihrem verklärten Gemüt bedeutet letzten Endes eine gewisse Abrundung der unermeßlich großen Weltenpläne Gottes.“ (Dass neue Menschen werden (1951), 61.)

Aus: Pater Kentenich-Texte zum Thema „Gottesmutter Maria“ – Zusammengestellt von Pater Herbert King (2009) – http://www.schoenstatt-patres.de/cms-king/index.php

 

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