GM2009-36 Organisches Denken – 02

GM2009-36 Organisches Denken – 02

Aus: Milwaukee-Terziat, 1 (1963), 179 f.

„Ich weiß jetzt nur, wenn ich das System als Organismus vor mir habe: In irgendeiner Weise muß die Seele, wenn sie gesund gewachsen ist, den ganzen Organismus in sich verwirklichen. Und zum Organismus gehört auch Liebe zum Himmelsvater, gehört Liebe zum Heilande. (…) Und in irgendeiner Weise ist alles da. Es fragt sich jetzt nur, was stärker durch die Pflege betont werden muß. (…) Dann wird der Heilige Geist die Seele früher oder später auch einmal zur Abrundung zu einer besonders starken Liebe zur Gottesmutter führen. Ich darf also jetzt nicht anfangen ums Himmels willen : Alles andere wird weggemäht! Du fängst jetzt von unten an! Ich wiederhole: Das wäre ja so total falsch, weil es mechanisch gedacht ist und die irrige Voraussetzung kennt: es ist ein System, ich muß das System (befolgen).“

„Das Marianische, das kann ein organischer Ansatzpunkt sein. Ich muß also erst sehen, ob in der Seele die Liebe zur Gottesmutter schon stärker anklingt. Das muß ich erst. Und dann ist das ein Ansatzpunkt; dann pflege ich das, aber organisch, in dem Rahmen des Ganzen. Das andere scheide ich nicht aus; das wird jetzt nur stärker betont. Zweitens kann und darf das auch ein organischer Durchgangspunkt sein; entweder Durchgangspunkt von unten nach oben oder von oben nach unten. Organisch: entweder zurück zur tieferen Heilandsliebe, oder weiter zum Heiligen Geiste oder weiter zum Himmelsvater. Es kann auch ein organisches Teilziel sein. Das muß es ja bei uns immer werden; ein organisches Teilziel, nicht das Endziel. Das Endziel ist immer der dreifaltige Gott.“

Aus: Pater Kentenich-Texte zum Thema „Gottesmutter Maria“ – Zusammengestellt von Pater Dr. Herbert King (2009) – http://www.schoenstatt-patres.de/cms-king/index.php

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