GwdK2010/11-4-05 Eine vom Heiligen Geist geleitete Kirche

GwdK2010/11-4-05 Eine vom Heiligen Geist geleitete Kirche

Standesleitertagung – 10. Februar 1968

So ganz und gar vom jenseitigen, übernatürlichen Geiste durchdrungene Kirche [Vortrag vom 10. Februar 1968, I.]
Und wie das neue Kirchenbild letzten Endes aussieht? Lassen Sie mich das immer wiederholen: Das ist eine Kirche, die vom Heiligen Geist geführt wird; das ist eine Kirche, die mehr und mehr den Akzent verlegt weg von allem menschlichen Wollen, von menschlichen Schutzmitteln, von Schutzmitteln durch den Staat, von Schutzmitteln durch Gesetz und Bräuche,-eine Kirche, die von da aus den Akzent verlagert hinein in die Wirksamkeit des lebendigen Gottes, hinein in die Wirksamkeit des Heiligen Geistes. Genau wie wir das getan. (…)

Sehen Sie, wie sieht das neue Bild, das neue Antlitz der Kirche aus? Das ist ein Antlitz, das immer leuchtet per eminentiam im Glanze Gottes, das mehr und mehr in den Hintergrund treten läßt alle menschlichen Züge. Ich sage: mehr und mehr alle menschlichen Züge. Das ist ein Bild – ja, wie soll ich das weiter ausdrücken und formen? – das verzichtet auf der einen Seite auf eine Kollektion, endlos gewaltige Kollektion von Vorschriften. Auf der einen Seite Vorschriften, weshalb? Das ist halt eine Kirche, die hauptsächlich – man hat ja uns das früher einmal gesagt – eine Gesetzeskirche ist (…) – eine ganze Kollektion von Gesetzen, eine ganze Kollektion von Gebräuchen, von Vorschriften, von Übungen. Übungsfrömmigkeit auf Übungsfrömmigkeit.

Sie ahnen natürlich, wie groß jetzt die Gefahr ist, ins Extrem zu geraten. Und darin liegt ja heute die Gefahr: Das Alte schwimmt weg, das Neue ist noch nicht da. (…)
Sehen Sie deswegen nun im einzelnen (…): Wie sieht die Auffassung der Kirche von sich aus? Allgemeine Linie – halten Sie die bitte fest: Geöffnetsein bis zum äußersten für das Göttliche, für den Heiligen Geist, Zurückdrängung – aber nur bis zu einem gewissen Grade – von der Überbetonung des Menschlichen, ob es sich dreht um Gesetze, die wir uns selber gegeben, ob es sich dreht um eine ganze Kollektion von Vorschriften oder von Übungen, ob es sich dreht um die Abhängigkeit vom Staate. Staat mag Gott weiß wieviele Macht haben, und es war durchaus verständlich, daß die Kirche sich mit dem Staat vermählte. Aber wo liegt jetzt der Haken? Und all diese Dinge, die werden nun in den Hintergrund gesenkt.

Im Vordergrund steht immer wieder: Der Herrgott leitet seine Kirche. Oder wollen Sie das einmal anders ausgedrückt haben? Der Heiland hat sich vermählt mit einer sündigen Kirche, und der Heiland hat die Verantwortung übernommen, daß diese sündige Kirche letzten Endes das neue Zeitenufer, das Ewigkeitsufer erreicht.

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