CS29 CAUSA SECUNDA Text 29

CS29 CAUSA SECUNDA Text 29

Aus: Marianischer Mensch 1944

II. Grundlage marianischer Werkzeugsfröminigkeit

Die Grundlage liegt in der überragenden Stellung, die Gott der Gottesmutter im Erlösungs – Heiligungs – Beseligungsplan gegeben hat.

Nach Gottes Ratschluß ist Maria

  • 1. causa impetratoria (fürbittende Allmacht)
  • 2. causa instrumentalis (Werkzeug in der Hand Gottes)
  • 3. causa exemplaris (Vorbildursache der Frömmigkeit)
  • 4. causa principalis secundaria

Werkmeisterin – wir ihre Werkzeuge

  • Im Erlösungswerk = Corredemptrix
  • im Heiligungswerk = Mediatrix
  • im Beseligungswerk = Porta Caeli

1. Gottes Weltregierungsgesetz
Gott regiert die Welt durch freiwirkende Zweitursachen.
Er überträgt auf Menschen ein Stück seiner Macht, Güte, Treue und wünscht, daß Menschen/an solch ausgestattete Menschen etwas von der Hingabe, die sie Ihm schulden, übertragen und weiterleiten an Ihn.
Das gilt in ausgezeichneter Weise im Hinblick auf Maria.

2. Gottes Weltordnungsgesetz
Diese Macht und Güte und Treue hat er nicht auf alle Menschen in gleichem Maße übertragen, sondern gemäß seiner großen Ordnung.
Am meisten hat er von seinen Eigenschaften auf Maria übertragen.

3. Gottes Weltanpassungsgesetz
Gott paßt sich der Sinnenhaftigkeit unserer Natur an. (Christus, Maria, Heilige)
„Das Ewig Göttliche“ in Maria ohne Beimischung von allem Diabolischen eine entsprechende sinnenhafte Verkörperung findet, den Menschen hinaufzieht, empor zum geistigen Gott.

4. Gottes Vervollkommnungsgesetz
Z.B. das Mutterbedürfnis der menschlichen Natur sucht Gott in der übernatürlichen Ordnung durch die Gottesmutter zu beantworten
Besondere Begründung in Mariens Personalcharakter

Manuskript, 9 Blätter (Oktav), S. 6b-7b *

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