EK2004-77 – Konzilsgeist ist Pfingstgeist und Schönstattgeist

EK2004-77 – Konzilsgeist ist Pfingstgeist und Schönstattgeist

Aus: J. Kentenich, Exerzitien für die Schönstatt-Patres, 4.-8.11.1966.

Wir wollen nicht zufrieden sein, die Konzilsbestimmungen tiefer zu erfassen. Es geht darum, mit den Konzilsbestimmungen sich auch zu bemühen um den Konzilsgeist. Konzilsgeist das halten wir für selbstverständlich, zumal nachdem wir wissen, wie Johannes XXIII. das aufgefasst ist für uns Pfingstgeist. Und Pfingstgeist ist im Laufe der Jahre, der Jahrzehnte, für uns zu einem ausgesprochenen Schönstattgeiste geworden. Damit haben wir wohl die Brücke geschlagen. Was wollen wir also praktisch? In der Schule unserer Familiengeschichte den Pfingstgeist nach allen Richtungen hin vertiefen! Wenn wir an die Familiengeschichte denken, dann sind es zwei Momente, die in besonderer Weise berücksichtigt werden wollen:

Ursprung der Familiengeschichte und Sinn der Familiengeschichte.

Ursprung der Familiengeschichte ist unser Liebesbündnis. Es schickt sich also wohl, dass wir unser Liebesbündnis nach allen Richtungen hin neu durchdringen. Um nun nicht bei Einzelheiten zu lange uns aufzuhalten, haben wir uns entschlossen, eine Linie neu zu ziehen, die wir ja wohl des öfteren schon uns haben ziehen lassen. Wir begnügen uns mit einigen tieferen Einschnitten in die Familiengeschichte und sehen dorten bestimmte Meilensteine. Was alle diese Meilensteine miteinander verbindet, das ist der Gedanke: Einbruch des Göttlichen in unsere Familiengeschichte. Und mit diesem Einbruch in die Familiengeschichte auch Durchbruch des Göttlichen und Aufbruch des Göttlichen, von uns aus gesehen. Es ist immer wieder, wenn auch verschieden ausge-drückt, derselbe Lebensvorgang, der als Ideal vor uns steht: Heimischsein in der andern Welt. Archimedischer Punkt, von dem aus wir die Welt, auch die heutige Welt, auch die Schwierigkeiten in der Familiengeschichte, aus den Angeln gehoben: das ist und bleibt das Beheimatetsein in der andern Welt. Nicht so, als wenn das bedeutete: wir verlieren den Boden unter den Füßen. Darin liegt ja das Meisterstück: mit beiden Füßen auf dem Boden bleiben, aber auch mit der ganzen Persönlichkeit hineinragen in eine andere Welt, in eine andere Wertwelt.

Aus:
Peter Wolf (Hrsg.)
Erneuerte Kirche in der Sicht Josef Kentenichs
Ausgewählte Texte
Patris-Verlag, Vallendar-Schönstatt
www.patris-verlag.de

 

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