GM2009-30 Psychologie der Zweitursachen (der Marienbeziehung) – 01

GM2009-30 Psychologie der Zweitursachen (der Marienbeziehung) – 01

Aus: Studie 1964, 376.

„Man denke an die Theologie, die Philosophie und Psychologie der Zweitursachen, deren vorzüglicher Exponent die symbolträchtige Gestalt der Gottesmutter ist.

Bislang hat die Diskussion eine Lösung vom biblisch dogmatischen Standpunkt aus gesucht. Zweifellos darf man recht dankbar sein für das wertvolle Material, das dadurch zutage gefördert worden ist. Ich glaube aber nicht, daß von da aus allein eine tragbare, eine befriedigende Klärung zu erwarten ist. Die darf erst wie mich persönlich dünkt in etwa erhofft werden, wenn in gleicher Weise auch die organisch psychologische Seite der Frage als Symbol für die psychologische Verbindung zwischen Erst und Zweitursache schlechthin im Gesamtrahmen der Schöpfungs und Erlösungsordnung untersucht und mit der biblisch dogmatischen Sicht zu einer lichtvollen Einheit verschmelzen wird. Es geht hier wie dem Fachmann sofort aufgeht um das Gesetz der organischen Übertragung und der organischen Weiterleitung und um seine Anwendung auf Ersatz und Zweitursachen von oben nach unten und von unten nach oben wie wir zu sagen pflegen um die Psychologie der Zweitursachen als Ergänzung zu ihrer Philosophie und Theologie.“

Aus: Pater Kentenich-Texte zum Thema „Gottesmutter Maria“ – Zusammengestellt von Pater Dr. Herbert King (2009) – http://www.schoenstatt-patres.de/cms-king/index.php

 

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