GwdK2010/11-3-04 Entterritorialisierung der Kirche

GwdK2010/11-3-04 Entterritorialisierung der Kirche

Verschiedene Schriften (1934 / 1952/53 /1961)

Die Entterritorialisierung der Kirche. Dahin rechnet man vor allem, was der Heilige Vater geschrieben, inauguriert hat über die Katholische Aktion. Die Kirche verliert – das müssen wir traurig anerkennen – die Kirche verliert immer mehr an Raum. [Marianische Erziehung (1934), 103.]

Man tut gut daran, sich darauf gefasst zu machen, dass das Abendland unaufhaltsam auf dem Wege ist, ein ’schalenloser Teil‘ einer religiös gemischten und fortschreitend säkularisierten menschlichen Gesellschaft zu werden. [Unser Liebesbündnis (1961), 4.]

Wir glauben nicht, daß diese totale Entterritorialisierung des Christentums nur eine vorübergehende Erscheinung ist. Dafür ist der Einheitsgedanke unter den Völkern und die gegenseitige Beeinflussung zu stark geworden. Künftig kann man nicht mehr von Völkergeschichten sprechen. Es gibt nur noch Weltgeschichte. Wegen der modernen technischen Mittel hören alle Entfernungen auf. Trotz des Drängens zu stärkerer Nationalisierung sind die Interessen der Völker so eng miteinander verwoben, daß die einzelnen Nationen spontan ganze Kontinente in ihr Schicksal hineinziehen. Geistige Strömungen durchfluten durch tausend und abertausend Kanäle ungehindert die ganze Erde und dringen bis in die entlegensten Hütten. [Studie 1952/53, 108.]

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