GwdK2010/11-3-07 Nicht Gesetzeskirche

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RomV (1965), IV, 64.

Sehen Sie, wie sieht das neue Bild, das neue Antlitz, das immer leuchtet per eminentiam im Glanze Gottes, das mehr und mehr in den Hintergrund treten läßt alle menschliche Züge? Ich sage: mehr und mehr alle menschlichen Züge. Das ist ein Bild – ja, wie soll ich das weiter ausdrücken und formen? -das verzichtet auf der einen Seite auf eine Kollektion, endlos gewaltige Kollektion von Vorschriften. Auf der einen Seite Vorschriften, weshalb? Das ist halt eine Kirche, die hauptsächlich – man hat uns das früher einmal gesagt – eine Gesetzeskirche ist. Wir haben an sich all die Dinge früher mitgemacht, die heute einen gewissen Höhepunkt erreicht haben, – eine ganze Kollektion von Gebräuchen, von Vorschriften, von Übungen. Übungsfrömmigkeit auf Übungsfrömmigkeit (ebd.).

Das Recht muß sich dem werdenden und kommenden Leben anpassen, und das Leben muß sich nachher an dem so kodifizierten Recht orientieren. Die Kirche war bisher extrem traditionsgebunden. Sie hat also das Leben reguliert, wie es zum Teil nicht mehr existiert. Sie hat das frühere Leben kodifiziert. Es darf Sie deswegen nicht stören, wenn Krisen entstehen und Diskussionen hin und her gehen.

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