GwdK2010/11-6-17 Mündigkeit

GwdK2010/11-6-17 Mündigkeit

PatEx 1967, I, 93-96.

Wir müssen das wohl im Großen und Ganzen gestehen: die Art kirchlicher Erziehung und Seelsorge ist wohl bisher zu stark ausgegangen von der Unmündigkeit der Laien. So war denn auch die Erziehung im großen und ganzen Erziehung der Unmündigen. Mündig fängt der Mensch erst an zu werden, wenn er sich selbst entscheiden muß, und wenn er die Aufgabe hat, die Entscheidung, die er selber getroffen, auch trotz aller Hindernisse kraftvoll durchzusetzen. Naturgemäß dürfen wir schlußfolgern aus der Situation, wie wir sie dargestellt, kennengelernt: Was heute von uns allen verlangt wird in der Selbsterziehung, in der Fremderziehung, das ist die Erziehung zur Selbständigkeit.

Jetzt darf ich Sie bitten, einmal in die Vorgründungsurkunde hineinzuschauen, dann werden Sie wieder das beglückende Bewußtsein finden und empfinden: Das war ja von Anfang an die große Sendung, die Schönstatt hatte. Schon anhand der Vorgründungsurkunde ist das eigenartig und selbstverständlich. Sie müssen den Text nur einmal auf sich wirken lassen. Es ging ja darum, sich selber zu entscheiden. Und wir wissen das allgemein aus Erfahrung: Heute wächst in der modernen Gesellschaft die Unfähigkeit, sich selber zu entscheiden.

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