Einem Propheten auf der Spur

Die in diesem Buch zusammengetragenen Texte verdanken sich sämtlich einem Vorgang, den man so wohl kaum ein zweites Mal finden wird. Eine geistliche Bewegung bedenkt, begeht, ja feiert das Jubiläum eines Ereignisses, das zu den entscheidenden Einschnitten im Leben ihres Gründers, und ihrer eigenen Geschichte zählt, obwohl es schmerzlichste Konsequenzen für Gründer und Gründung nach sich zog.

Hrsg.Michael Schapfel
TitelEinem Propheten auf der Spur
ThemaReflexionen 50 Jahre nach dem 31. Mai 1949

Inhalt

„Der Versuch Pater Kentenichs, mit Hilfe eines langen Briefes, dessen ersten Teil er am 31. Mai 1949 auf den Altar des Heiligtums in Bellavista / Santiago de Chile legte, die gewachsene Geistigkeit und Gestalt der Schönstattfamilie und damit sein eigenes Charisma der Kirche für ihren Weg in die Zukunft anzubieten, führte zu einer Zeit schwerer Prüfungen für den Gründer und seine Gründung. Er führte zu vierzehnjähriger Verbannung P. Kentenichs nach Nordamerika und damit zur Trennung von seinem Werk sowie massiven Eingriffen der kirchlichen Autorität in die von ihm gegründeten Gemeinschaften. Nur im Sarg solle er nach Europa zurückkommen, wurde damals gesagt. Erst im Gefolge des II. Vatikanischen Konzils erfolgten seine Rehabilitierung und die Erlaubnis, nach Schönstatt zurückzukehren.
Der bevorstehende fünfzigste Jahrestag dieses Meilensteines der Schönstattgeschichte löste bereits Jahre zuvor vielfältige Bemühungen aus, den Inhalt und die Sendung des 31. Mai 1949 tiefer zu verstehen. Es galt, neu dem nachzuspüren, was den Gründer zu diesem wagemutigen und geradezu prophetischen Schritt bewegte. Die Feier des Jubiläums am Ort des Geschehens von 1949, in Bellavista / Santiago de Chile, hinterließ tiefe Spuren in der weltweiten Schönstattfamilie. Und auch in den Monaten danach gab es Versuche, über das Jubiläum und seine Konsequenzen nachzudenken. Das Josef Kentenich-Institut hat auf Bitten des Generalpräsidiums des Internationalen Schönstattwerkes Referate, Artikel und andere Texte aus der Zeit zwischen 1997 und 2000 zusammengestellt, die in etwa den Reflexionsstand der geistlichen Familie P. Josef Kentenichs fünfzig Jahre nach seinem wagemutigen Schritt wiedergeben. Dabei erheben weder Autoren noch Herausgeber den Anspruch, die Botschaft des 31.5.1949 in ihrer ganzen Fülle erfasst und verstanden zu haben, sondern allenfalls hoffentlich dem Propheten auf der Spur zu sein.“ (Vorwort)

 

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