CS22-1 CAUSA SECUNDA Text 22/1

CS22-1 CAUSA SECUNDA Text 22/1

Aus: Marianisch-Pädagogische Tagung 1934

Es kommt ja zuweilen vor, daß man meint, der Sinn der marianischen Erziehung wäre, ein paar Akte der Marienverehrung zu setzen. Das trifft aber nicht das Zentrum! Das ist wohl auch der Sinn. Aber der Sinn der marianischen Erziehung ist eine tiefgründige marianische Gebundenheit und Haltung. Das ist die Haltung, die die Gottesmutter gehabt hat, und die tiefe Gebundenheit an sie; das ist der Sinn. Was habe ich bisher gehalten vom Sinn der marianischen Erziehung? Wenn ich meine, es wären ein paar Akte der Marienverehrung, dann bin ich im Lager der Gegner. Halte ich aber das andere dafür, dann verstehe ich es sehr gut, wie für derartige Menschen die marianische Erziehung etwas überaus Zentrales in der Erziehung bedeutet.

Ich mache hier nur verständlich die Gegensätzlichkeit und erwähne das zweite Wort: moderne Geistigkeit. Was ist das eigentlich? Es ist das Mechanische, das Mechanistische. Das ist etwas sehr Klares, und doch ist es von uns übersehen worden. Im katholischen Lager hätten wir uns viel schneller gefunden, wenn wir immer bewußt zurückgegangen wären auf diese letzte Quelle, aus der die Gegensätzlichkeit erstand: das anorganische, mechanistische Denken und Sehen. Ich darf das wohl sagen: Man hört immer wieder, die neue geistige Strömung solle das mechanische Denken und Leben überwinden. Wie weit es glückt, wollen wir dahingestellt sein lassen. Aber das ist die Tatsache der modern angekränkelten Geistigkeit: das Mechanische, Anorganische. Wenn Sie tiefer forschen, werden Sie finden: Hier haben Sie das Letzte und Tiefste des sozialistischen, marxistischen Geistes. Marxismus als Geistigkeit ist ausgeprägter Mechanismus. Deswegen konnten wir sagen: Wir sind, ohne es recht zu wissen, vom Marxismus, Bolschewismus überaus stark angekränkelt. Ich will den Gedanken zunächst ein wenig ausarbeiten. Die Volksfrömmigkeit fehlt nach der Seite; aber ich fürchte, daß auch die liturgische Frömmigkeit über das mechanische Denken in alleweg noch nicht hinweggekommen ist. Die grobkörnige Volksfrömmigkeit sieht zunächst das Marianische weder in der organischen Ganzheit noch in der organischen Weiterentwicklung, in der organischen Weiterentwicklung des Gesetzes der Gebundenheit, der marianischen Gebundenheit – ich gebrauche da Ausdrücke, die wir später ausdrücklich miteinander durchgehen werden.

Die grobkörnige Frömmigkeit, wie sieht sie die Gottesmutter? Meist unter einem Gesichtspunkt – es ist das Gesetz der Interessenperspektive -: wenn man Gott als Brotvater sieht, so die Gottesmutter als Brotmutter. Das ist aber etwas Mechanisches. Wofür muß ich also sorgen? Ich werde dafür sorgen müssen, daß ich, wenn ich etwa ganz stark mariologisch eingestellt bin, auch organisch denke von der Gottesmutter, die organische Ganzheit ihrer Persönlichkeit darstelle und Wertempfänglichkeit dafür schaffe. -(S.94f)-

Nun stehen wir vor dem Kernstück der marianischen Erziehung. Vom dogmatischen Standpunkt ist das Wertvollste die marianische Haltung, vom psychologischen und pädagogischen Standpunkt aus die marianische Gebundenheit: sie ist das Kernstück der marianischen Erziehung. Wer es darum in der marianischen Erziehung nicht zu dieser Gebundenheit bringt, hat seine Aufgabe nicht gelöst. Wer durch die marianische Volkserziehung eine wirklich tiefgreifende und umfassende katholische Glaubensbewegung vorbereiten, vertiefen helfen will, muß auch in der Volkserziehung viel Gewicht legen auf die Schaffung dieser marianischen Gebundenheit. Es wird also der Mühe wert sein, daß wir uns ausführlich damit auseinandersetzen. Ich will, um klar zu disponieren, zwei Punkte herausstellen: das Wesen und die Bedeutung dieser Gebundenheit.

Das Wesen der Gebundenheit. Wir wollen zu der Frage Stellung nehmen, indem wir die einzelnen Ausdrücke ein wenig analysieren, und bleiben zunächst stehen bei dem Wort selbst: marianische Gebundenheit. Das ist die Gebundenheit, die innerste Gebundenheit an die Gottesmutter. Wie will sie aufgefaßt werden?

Ich sehe zunächst die allgemeinen Gesetze der personalen Gebundenheit – ich füge aber sogleich den Wesensausdruck bei.. der organisch-personalen -, um dann die Gesetze auf die marianische Gebundenheit zu übertragen. Ich darf Sie bitten, als Kernstück den Organismusgedanken mit nach Hause zu nehmen.

Sie fühlen heraus: Was wir hier sagen von der personalen Gebundenheit, trifft den Kern des modernen Führerproblems; und wenn der heutige Mensch wieder ringt nach der Beseelung der Urtriebe, und wenn die Persönlichkeit eine Urkraft darstellt, so ist auch alles, was ich sage, ein wesentlicher Beitrag zur Persönlichkeitspädagogik. In dieser organischen Personalgebundenheit liegt ein ganzes System einer Pädagogik eingebettet. Ich darf Ihnen darum im einzelnen auseinandersetzen, daß diese personale, organische Gebundenheit nach zwei großen Gesetzmäßigkeiten vor sich geht: erstens nach dem Gesetz der organischen Übertragung, zweitens nach dem Gesetz der organischen Erweiterung oder Weiterleitung.

Das Gesetz der organischen Übertragung hat eine doppelte Wurzel, eine metaphysische und eine psychologische.

Die metaphysische Wurzel ist das große Gesetz der Weltregierung und Welterlösung: Deus operatur per causas secundas liberas, Gott handelt durch freitätige Zweitursachen. Das Gesetz der organischen Obertragung heißt also: Gott überträgt auf Zweitursachen seine Macht, seine Vollkommenheit, sein Recht.

Nehmen Sie, um für diese abstrakte Darbietung immer eine Konkretisierung zu haben, einmal unsere Eltern. Wir sollen an die Eltern gebunden sein. Nach welchen Gesetzen geht das vor sich? Nach dem Gesetz der organischen Übertragung: Gott überträgt seine Vollkommenheiten und Rechte auf die Eltern. Aber das ist das Gesetz der organischen, nicht der mechanischen Obertragung! Was will der liebe Gott? Er will auch selbst in den Eltern gesehen werden, will nicht getrennt werden von den Eltern. Die Eltern stehen vor uns nach Gottes Absicht als seine Stellvertreter. So ist das auch bei jeder Persönlichkeit, an die ich erzieherisch gebunden werde. Ich darf nicht die Person allein sehen, sondern Gott, der hinter der Person steht – das Gesetz der organischen Übertragung. Metaphysische Wurzel: Gott überträgt seine Rechte und Vollkommenheiten auf diese Person, möchte aber nicht getrennt von dieser Person gesehen werden.

Mechanische Übertragung kann in einem doppelten Sinn gesehen werden: erstens so, daß ich nur an die Person gebunden bin, nicht an die Person als Stellvertreter Gottes; zweitens aber auch so, daß ich in der Person eine Vergötterung sehe. Sie verstehen, was ich sagen will. Ich kann an eine Person gebunden sein wie an einen Stellvertreter Gottes und wie an einen Gottersatz. Ein Führer darf niemals dastehen und erstreben, Gottersatz zu sein im engsten Sinne des Wortes. Ich darf das spielerisch sagen, um meine Gedanken klar wiederzugeben. Gott kennt nur das Gesetz der organischen Übertragung. Das ist die metaphysische Wurzel.

Zweitens die psychologische Wurzel. Was übertrage ich? Ich müßte alles, was in mir steckt, letztlich dem dreifaltigen Gott schenken: mein Hingabevermögen, meine Liebe und meine Fähigkeiten; ich müßte ihm schenken mein Geborgenheitsbedürfnis, meinen Willen. Gott will aber, da er durch Zweitursachen arbeitet, normalerweise diese Haltung übertragen auf Menschen, die an seiner Stelle stehen. Das Gesetz der organischen Übertragung heißt dann: Ich schenke und hänge mein Hingabevermögen, meine Liebe, schenke und hänge mein Geborgenheitsbedürfnis wiederum an Gott –wenn Sie wollen: in einem gewissen berechtigten Sinn an einen „Ersatzgott“, aber an keinen Gottesersatz, das ist selbstverständlich!

Sehen Sie unsere Kinder: Das Kind kennt nicht die wissenschaftlichen Gesetze, aber deswegen hängt es doch an den Eltern. Es hat das Empfinden: Wenn ich an den Eltern hänge, hänge ich auch an Gott. Das ist eine Analyse dessen, was im gesunden Menschen liegt, aber abhanden gekommen ist. Wir müssen den Gesetzen nachspüren, damit wir sie sinngemäß auf das praktische Leben anwenden können.

Es ist wohl der Mühe wert, hier stehenzubleiben und uns zu fragen: Welche Wirkung hat denn dieses Gesetz der Übertragung, welche Wirkung hat die organische, personale Gebundenheit? Ich darf Ihnen das technisch ausgedrückt sagen: eine einzigartig schöpferische Wirkung; es ist das schöpferische Prinzip in der Natur. Sie mögen alle diejenigen fragen, die es zum ersten Male erlebt haben, wenn sie einmal tief innerlich in gottgewollter Weise an Gott gebunden sind: wie eine ganze Welt, ein Rhythmus des Lebens wach wird, und das in ganz kurzer Zeit. Vielleicht hätte man jahrzehntelang gebraucht, bis daß diese schöpferische Kraft der Gebundenheit auf einem anderen Wege ihre Wirkung erreicht hätte.

Wollen Sie einen anderen Ausdruck hören? Es tut mir leid, daß ich die Dinge so schnell sagen muß. Wir wollen die Persönlichkeit als Erziehungsprinzip sehen. Dafür dürfen wir sagen: Die schöpferische Kraft der Gebundenheit besteht in einer tiefgehenden, einzigartigen Lebensübertragung, Lebensmitteilung. Ich will Ihnen das schnell mit ein paar Strichen wissenschaftlich darstellen und möchte die Antwort geben im Sinne der alten Philosophie, der modernen Philosophie und des schlichten Denkens und Empfindens.

Im Sinne der alten Philosophie. Ich habe; hinweisen dürfen, daß die Gebundenheit – ein anderes Wort dafür: die Liebe, das schlichte Gernhaben -, daß die Liebe eine doppelte Kraft hat: eine vereinigende und eine verähnlichende Kraft. Es sind nur andere Ausdrücke für Lebensübertragung. Am besten studieren Sie die Dinge am praktischen Leben. Hier ist nur wissenschaftlich ausgedrückt, was als Urphänomen im Leben liegt.

Zur vereinigenden Kraft werde ich hinzufügen: eine organisch, nicht mechanisch vereinigende Kraft; denn das ist die Häresie der heutigen Zeit und auch die Häresie derer, die sich in Menschen vernarren und nicht zu Gott gezogen werden. Wie tief ist diese vereinigende Kraft beim Menschen! Es ist ein starkes Ineinander, kein Gegeneinander: Ich in dir und du in mir und wir beide ineinander. So zeigt uns das Leben die Akte der Liebe. So stark ist dieses Ineinander, daß wir von einem Identitätsbewußtsein sprechen dürfen: Ich in dir und du in mir und wir beide ineinander. Wenn Sie das auf Gott anwenden, werden Sie sehr viel von der Dogmatik besser verstehen. Was sollen und dürfen wir jetzt schon, vor allem aber in der visio beata? Wir dürfen am Leben Gottes teilnehmen. Ich in dir und du in mir! Und was Sie in der Dogmatik sehen, geht alles nach den psychologischen Gesetzen der Liebe vor sich. Darum die Dinge im praktischen Alltagsleben sehen!

Aber da ist nicht nur die vereinigende, sondern auch die verähnlichende Kraft: idem velle et idem nolle, Gleichklang der Herzen, der Neigungen. Das haben schon die alten Philosophen gesehen. Das geht so weit, daß man in der äußersten Form, ohne es zu wollen, der geliebten Person bis zum Letzten ähnlich wird. Das ist Lebensmitteilung.

Wenn in der heutigen Zeit’diese Urphänomene der organisch-personalen Gebundenheit wieder stärker wirksam werden, was bedeutet das für uns? Wir als Erzieher, wenn wir wirklich Erzieher sind, müssen die uns Anvertrauten an uns binden, weil wir wissen: Der tiefe, gottgewollte Sinn dieser Gebundenheit an uns ist Lebensmitteilung. Zunächst müssen wir unser eigenes Leben mitteilen. Der andere bekommt mein Leben, ob er will oder nicht. Das ist Psychologie der Gebundenheit, das ist schöpferisches Prinzip.

Wollen Sie denselben Gedanken im Sinne der modernen Philosophie haben? Es ist nur eine andere Umschreibung. Wenn wir modern psychologisch ausdrücken, was schon die Alten gesagt haben, kommen wir besser zum Ziel. Die Neuen meinen ja wunders, was sie entdecken; und doch haben das schon die Alten gewußt. Es ist ja recht, wenn wir Entdeckerfreuden haben. Nach den Modernen ist die Wirkung der Liebe, der Gebundenheit eine doppelte: Erstens, mein Geborgenheitsbedürfnis ist befriedigt – dafür haben die Alten gesagt: die vereinigende Wirkung -; zweitens, durch diese Gebundenheit nehme ich nicht nur gedankenmäßig, sondern auch triebmäßig die Haltung der geliebten Person an. Hier darf ich besonderes Gewicht legen auf den Ausdruck „triebmäßig“: das Denken der geliebten Person wird nicht nur gedankenmäßig, sondern auch triebmäßig angenommen. Das ist heute das Wichtigste in einer Zeit, in der wir den Weg suchen vom Individuellen zum Existenziellen. Das ist das Große der Zeit, daß wir nicht beim Kopf stehenbleiben, sondern daß das Herz, die Triebe befriedigt werden sollen. Und das ist besonders dann von großer Bedeutung, wenn ich als Erzieher eine Persönlichkeit bin. Der normale Weg, um zu einem Ziel zu gelangen, sind ja vor allem brave, heiligmäßige Eltern, Lehrer und Priester. Das ist der normale Weg, um gleich an uns zu denken. Und wenn wir die zweitletzten Mittel nicht mehr benutzen dürfen – Vereinsleben und so weiter -, dann dürfen wir nicht jammern; wohl aber dürfen wir kämpfen, solange wir kämpfen können; aber auch Gewicht darauf legen, daß wir an unserer Person ersetzen, was wir preisgeben mußten durch das Preisgeben zweitletzter Mittel. Persönlichkeit ist das Urprinzip der ganzen Erziehung.

Wollen wir denselben Gedanken noch einmal hören? Wie sagt das schlichte Volk dafür? Wodurch waren unsere Eltern wirksam? Durch die Macht des guten Beispiels. So haben sie gedacht und getan. Immer schlicht wollen wir es sagen! Da wundern wir uns, wie alles so einfach ist, und wundern uns darüber, wie wir es gelehrt ausdrücken können. Verstehen Sie, was ich fassen möchte unter dem Ausdruck „das Gesetz der organischen Obertragung“?

Es ist aber noch ein zweites Gesetz, das wirksam ist bei der organischen Gebundenheit, das ist das Gesetz der organischen Erweiterung und Weiterleitung. Hören Sie immer wieder: organisch. Sehen Sie den großen Heilsplan Gottes! Gott will uns für sich haben, daran dürfen wir nicht rütteln. Er will uns absolut, mit allen Fäserchen unseres Seins, und zwar jeden Trieb: den Kindestrieb, den väterlichen, mütterlichen, schwesterlichen, brüderlichen, bräutlichen Trieb; Gott mein Alles! Gott will alle Liebestriebe bis in die letzten Verzweigungen an sich gebunden wissen. Und was bedeutet hier das Gesetz der Weiterleitung? Ich darf die Menschen bei mir nicht stehen lassen; ich muß sehen, daß die Menschen über mich hinaus weiter wachsen hinein in das Herz Gottes. Deswegen ist es so wichtig zu unterscheiden: Gottesersatz und Ersatzgött. Der Führer darf nicht ein Gottesersatz sein; Stellvertreter Gottes, Ersatzgott darf er sein. Ich darf die Menschen nicht bei mir stehenbleiben lassen.

Darf ich das wieder schlichter ausdrücken? Gott ist ein weiser Psychologe und hat den ganzen Organismus der Welt gebaut; und nun läßt er ein Band, ein Seil herunter. Er möchte uns mit menschlichen Banden binden. Gott ist, obwohl ein Geist, doch sehr menschlich-vernünftig. Mit menschlichen Banden möchte er den Menschen ziehen. Deswegen sorgt er dafür, daß wir uns an Kindesliebe, Elternliebe, bräutliche Liebe binden dürfen. Aber er zieht das Band nach oben und hat keine Ruhe, bis alles an ihn gebunden ist. Das Kernstück ist immer: organisch. Das Gesetz der Weiterleitung und Erweiterung ist immer ein Gesetz der organischen Erweiterung und Weiterleitung. Sie dürfen aber nicht sagen: Wir machen das so: Jetzt habe ich acht Monate und sechs Tage jemand gern gehabt, jetzt muß es funktionieren, das Gesetz der Weiterleitung. Auf Wiedersehen!

Das ist hier wirklich ein schwacher Punkt unserer heutigen katholischen Aszese. Denn wir sind zu sehr und zu leicht geneigt – und die Strebsamsten am allerleichtesten -, gar zu schnell die Menschen sagen zu lassen: Mein Gott und mein Alles! Da wird alles in der Welt mit Füßen und Fäusten behandelt; alle Freuden – Mein Gott und mein Alles!, und weg mit allem anderen, mit allen Bindungen! Aber es ist die Tragik: So viel Gesundes wird dadurch in unserer Natur zerstört! Denn die Bindungen, die gottgewollten, sind da, und die soll ich mit Gott hineinnehmen.

Das sind alles Kernfragen; die sage ich mit ein paar Worten. Wer aber das Leben kennt, weiß, wie viele von uns, zumal diejenigen, die Novizenmeister sind – es ist sehr gefährlich, das zu sagen; besonders, wenn jemand hier ist-, daß diese gar zu sehr Gefahr laufen, zu mechanisch „Mein Gott und mein Alles“ sagen zu lassen. Die Welt und alles Menschliche bekommen immer wieder Tritte. Wissen Sie, was die Wirkung ist? Je schneller wir zu Gott wollen, Geister sein wollen, desto schneller wirbelt das Triebleben in einer bestimmten Höhenlage um und versinkt im niederen Sexualismus.

Das sind ernste Dinge, die wir hier berühren; will doch alles gesehen werden unter dem Gesetz der organischen Weiterleitung. Alles, was in gesunder Weise gottgewollte Bindung ist, darf ich mitmachen; organisch soll es mitgenommen werden. Und im dreifaltigen Gott klingen alle Bindungen mit, auch in der Ewigkeit; so müssen wir uns die Ewigkeit vorstellen. So-dürfen Sie das Gesetz der organischen Weiterleitung und Übertragung sehen. Das sind die beiden Gesetze, auf denen die personale, organische Gebundenheit als schöpferisches Erziehungsprinzip basiert. – (S.154-162) –

Aus: Marianisch-Pädagogische Tagung 1934
gedruckt als: Marianische Erziehung, Vallendar 1971, S.94f; S.154-162 **

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Fortsetzung Text 22/2

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