2. Darstellung eines Lebensvorganges: „Victoria Patris“

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2. Darstellung eines Lebensvorganges: „Victoria Patris“

Der Gedanke der Victoria Patris kann als ein Lebensvorgang betrachtet werden, da sie aus dem Leben einer Gemeinschaft erwachsen ist und sich für die betreffende Gruppe auch weiterentwickelt. J. Kentenich entdeckt in Lebensvorgängen wie dem der Victoria Patris einen Zusammenhang mit der Vorsehung Gottes. Es entspreche dem Willen Gottes, wenn sich solche Lebensvorgänge gelungen vollziehen.[1] So kann F. – J. Bezler die Entwicklung in der Trierer Schönstatt-Bewegung von 1961 bis 1967 nicht nur als einen natürlichen, sondern auch einen übernatürlichen Lebensvorgang bezeichnen.[2] Ein Lebensvorgang ist somit zum Begriff gewordene Erfahrung von Glaubenden mit dem dreifaltigen Gott und miteinander.

Desweiteren ist festzuhalten, daß Lebensvorgänge kontingent sind. Sie sind abhängig von den Menschen, die konkrete Erfahrungen machen und dem zeitgeschichtlichen Kontext, in dem sie gemacht werden. Der Lebensvorgang „Victoria Patris“ behält für diejenigen, die ihn miterleben und -tragen, seine prägende Bedeutung. Jedoch ist der Versuch eines Außenstehenden, sich in den Prozeß einer Gruppe einzuleben, mit Schwierigkeiten verbunden. Nicht immer gelingt es, den Lebensvorgang und das daraus erwachsende Leben nachvollziehen und verstehen zu können. Auch im Blick auf den konkreten Lebensvorgang der Victoria Patris bleibt anzumerken, daß die Weitergabe des Lebens an die jüngere Generation sich schwierig gestaltet.

2.1. „Vaterströmung“ in der Schönstattfamilie

Immer wieder spricht J. Kentenich von der Vaterströmung, die nach 1965 die Atmosphäre in der Schönstatt-Familie auch nach außen hin sichtbar prägte.[3] Unter Vaterströmung versteht er die Haltung, Einstellung oder Gesinnung, daß die Beziehung zu Gott, dem jenseitigen Vater, die Grundlage der Spiritualität Schönstatts darstellt. Die Vaterströmung hat aber auch den diesseitigen, menschlichen Vater, insbesondere J. Kentenich als geistlichen Vater, zum Gegenstand. Dabei betont J. Kentenich,
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Vatererlebnisse auf der natürlichen Ebene bildeten für den Menschen die Voraussetzung, Gott als Vater erfahren zu können.[4]

Nach der Rückkehr J. Kentenichs aus Milwaukee herrschte in Schönstatt das Bewußtsein, Schönstatt sei eine Vaterbewegung[5], eine „patrozentrische Familie“[6], deren Aufgabe es sei, ein „marianisches Vaterreich“[7] zu errichten.

2.1.1. Die patrozentrische Gesamtentwicklung der Schönstattfamilie

J. Kentenich setzt sich unter anderem während mehrerer Vorträge der Oktoberwoche 1967[8] mit der Vaterströmung auseinander. Es ist ihm wichtig herauszustellen, daß die Schönstattfamilie bereits von Anfang an „von einer tiefgreifenden Vaterströmung getragen“[9] war. Diese sei nicht immer explizit, aber wenigstens implizit vorhanden gewesen.[10] J. Kentenich nennt die Schönstätter „Dreifaltigkeitspartner“[11], denn „letzten Endes muß alles insgesamt uns Schönstattkinder elementar in das Herz des Vaters, in das Herz des Dreifaltigen Gottes hineindrängen“[12]. Er parallelisiert die Begriffe „trinitarisch“ und „patrozentrisch“, denn er betrachtet den Ausdruck „patrozentrisch“ als Symbol für das Trinitarische.[13] Zudem verweist J. Kentenich auf seine Gebetssammlung „Himmelwärts“[14], die im Konzentrationslager Dachau entstanden ist. In ihr richten sich fast alle Gebete an Gott, den Vater, und sind vom Vertrauen auf seine Führung geprägt. Schließlich macht er darauf aufmerksam, daß Schönstatt die Inhalte der liturgischen Bewegung aufgenommen hat und sich in der Liturgie vom auferstandenen Christus zum Vater hinführen lassen will.[15]

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Diese Haltung Gott gegenüber erwächst aus J. Kentenichs Auffassung von Aszese als Anwendung der Dogmatik, deren erklärter Mittelpunkt und letztes Ziel der dreifaltige Gott ist.[16] Zudem blickt J. Kentenich auch auf die Bedürfnisse der Zeit und stellt fest, die moderne Welt entferne sich in einer „Los-von-Gott-Bewegung“[17] immer mehr vom Gott des Lebens. Dagegen sieht er es als seine Aufgabe an, Gott als Vater zu verkünden.[18]

Einen ersten Weg zum Vater weist der Hl. Geist, der uns zu rufen lehrt „Abba, lieber Vater“[19]. Der zweite Zugang zu dieser Haltung Gott gegenüber wird durch Menschen vermittelt, durch die Gott in der Welt handelt. An erster Stelle verweist J. Kentenich auf Maria. Es gehört zu ihrem Wesen, durch Christus im Heiligen Geist zum Vater zu führen, so wie es einer Mutter aufgrund ihrer größeren „biologischen“ Nähe möglich sei, ihre Kinder zu einer tieferen emotionalen Beziehung zu ihrem Vater zu führen.[20] Auf diese Aufgabe Mariens weist auch das liturgische Stilgesetz „Cum Maria per Christum in Spiritu Sancto ad Patrem“[21] hin. J. Kentenich zitiert in diesem Zusammenhang Pius X., der in der Enzyklika „Ad diem illum“ vom 2. Februar 1904 den Weg über Maria als leichtesten, sichersten und kürzesten Weg zu Christus und zum Vater bezeichnet.[22]Auch die besondere Bindung Schönstatts an die Gottesmutter im Liebesbündnis ist im letzten Hingabe an Gott, denn die Liebe zu Maria ist Ausdruck, Mittel und Sicherung der Liebe zu Gott.[23]Dafür gebraucht J. Kentenich das Bild vom Vater- und Christusstrudel, in den derjenige hineingerät, der sich im Liebesbündnis an Maria bindet.[24] Neben der Beziehung zu Maria, die sich zur Beziehung mit dem dreifaltigen Gott weitet, gelingt es auch im Blick auf andere Menschen, den Weg zu Gott zu gehen. J. Kentenich selbst hat sich als ein solcher Mensch erfahren. Am 20. Januar 1942 hat er im Vertrauen auf die Vorsehung Gottes auf alle Hilfen verzichtet, die ihn vor dem Transport ins KZ Dachau hätten bewahren können. Im Rückblick nennt er selbst diese Entscheidung „eine einzigartige Schilderhebung des Vatergottes im Raume unserer Familie“[25], weil diese sich ebenfalls immer tiefer in diese absolute Vertrau-
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enshaltung Gott gegenüber eingelebt hat.[26] Dies berührt die Frage nach der Stellung und der Autorität des Gründers, die in einem Exkurs behandelt wird.[27] Aber auch Familienväter und Priester als geistliche Väter können Menschen durch die Art, wie sie ihre Väterlichkeit leben, einen Zugang zu Gott, dem barmherzigen Vater, vermitteln.[28]

Neben den bereits genannten Gründen für die in Schönstatt so ausgeprägte Vaterspiritualität, dem marianischen Liebesbündnis und dem Blick auf andere väterliche Autoritäten, z.B. auf J. Kentenich als den Gründer Schönstatts, gilt es den Vorsehungsglauben als treibende Kraft und Erkenntnisquelle für den Willen Gottes, des Vaters, zu nennen.[29]

Die Haltung des Glaubens an die göttliche Vorsehung setzt ein bestimmtes Gottesbild voraus. Wann immer J. Kentenich vom „Gott des Lebens“, vom „lebendigen Gott“ oder vom „Gott der Geschichte“ spricht, sieht H. W. Unkel dahinter J. Kentenichs Glaubensbekenntnis: „Gott ist wirkmächtig in der Geschichte gegenwärtig; er existiert nicht getrennt von der Schöpfung, sondern tut sich gerade in heutiger Zeit und Welt (als der Allmächtige, Allweise und Alliebende) offenbarend kund“[30]. So folgt Gott seinem Plan für die Geschichte der Welt, die Heilsgeschichte ist, weil nicht der Mensch, sondern Gott ihr Ursprung ist.[31] In der persönlichen Bundesgeschichte des Menschen mit Gott bleiben sowohl der Mensch als auch Gott freie Bundespartner. Da aber Gott als Schöpfer der Welt allmächtig und allwissend weiterhin an seiner Schöpfung handelt, ist es möglich, von einem Plan Gottes zu sprechen. Dieser Plan wird von J. Kentenich „Allmachts-, Weisheits- und Liebesplan“[32] genannt. „Allmachtsplan“ Gottes, weil er die Geschichte leitet und gerade durch seine Führung die Freiheit des Menschen garantiert wird . Mit großer Sicherheit führt er die Geschichte seinem Ziel zu.[33] Der Name „Weisheitsplan“ verweist auf die Mittel und Wege, die Gott wählt, um die Geschichte zu lenken.[34] „Liebesplan“ deutet auf das Zentralmotiv göttlichen Handelns überhaupt
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hin: die Liebe.[35] J. Kentenichs Theologie der Vorsehung entsprechend ist dieser Plan Gottes zukunftsgerichtet und -offen,[36] so daß der Mensch die Möglichkeit hat, ihn für seine Geschichte – wenn auch begrenzt und notwendig unvollkommen – einzusehen. Erkenntnisquellen für den Willen Gottes sind die Stimmen der Zeit[37], der Seele[38] und des Seins[39].

Wiederholt spricht J. Kentenich davon, daß der – hier lediglich grob skizzierte – Vorsehungsglaube des Menschen ein Korrelativ braucht, nämlich die Vatertätigkeit Gottes. „Wenn wir von Vorsehungsglauben sprechen assoziiert das Wort immer Vatertätigkeit des unendlichen Gottes.“[40] So ist der Vorsehungsglaube nicht anders denkbar als eine Spiritualität, die auf Gott als Vater ausgerichtet ist.[41]

2.1.2. Intensivierung nach 1965

Nicht immer stand das patrozentrische Element in Schönstatt so stark im Vordergrund des Interesses wie nach der Rückkehr J. Kentenichs aus Milwaukee. So wurde fast alles, was bereits über die patrozentrische Gesamtanlage der Schönstatt-Bewegung dargelegt wurde, von J. Kentenich nach 1965 rückschauend gesagt.

Nach 1965 sind in der Schönstatt-Bewegung zwei eng zusammenhängende, einander ergänzende Entwicklungen zu beobachten. Zum einen kam ein neues Gottes- und Menschenbild voll zum Druchbruch, das während eines längeren Zeitraums in der Schönstatt-Bewegung gewachsen ist. Zum anderen ist eine Akzentverschiebung festzustellen. Das Marianische stand lange nicht mehr so stark im Vordergrund des Interesses wie zu Zeiten der Gründung Schönstatts.[42] Nun lag – gerade wegen des neuen Gottesbildes – der Akzent auf der Beziehung zu Gott, dem Vater.
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2.1.2.1. Das neue Kindes- und Vaterbild

Bereits in einem Brief, den er am 13. Dezember 1965 aus Rom gleichlautend an alle Mitglieder des engeren Kreises der Schönstatt-Bewegung schrieb, spricht J. Kentenich von einer neuen Kindes-, Vater- und Gemeinschaftsgestalt, die innerhalb Schönstatts Wirklichkeit geworden sei.[43] Zwar habe man von Anfang an die barmherzige Liebe als Charakteristikum Gottes gesehen, neu sei aber das Bewußtsein der außergewöhnlichen Größe dieser Liebe. J. Kentenich hebt diese neue Erkenntnis von dem bisher vorherrschenden Lebensgefühl ab, Gottes Liebe sei die gerechte Liebe, die der Mensch sich erst verdienen müsse. Er leugnet nicht die notwendige Mitwirkung des Menschen auf dessen Weg zum Heil, will aber diese vom Menschen selbst nicht so hoch bewertet wissen. Es geht J. Kentenich um das Bewußtsein der Gläubigen, daß sie sich die Liebe Gottes nicht erarbeiten können, sondern einzig darauf vertrauen können, daß Gott sie liebt. Daher möchte er dazu anleiten, wie die kleine heilige Theresia auf die eigene Erbärmlichkeit zu bauen, die es freudig anzunehmen gilt, um Gottes Barmherzigkeit herauszufordern. In diesem Zusammenhang wiederholt J. Kentenich das von ihm so oft gebrauchte Wort von der erkannten und anerkannten Schwäche des Kindes, die dessen Allmacht und die Ohnmacht Gottes bedeutet.[44] Im Exerzitienkurs für Priester 1966 faltet J. Kentenich diese Gedanken weiter aus. Er stellt noch einmal klar, daß es für den Menschen eine große Herausforderung bedeutet, sich auf die Barmherzigkeit Gottes zu verlassen, denn das notwendige Bekennen und Anerkennen der eigenen Schwäche setzt wahre Demut voraus. J. Kentenich legt deutlich den Akzent darauf, daß der Mensch vor der Entscheidung steht, ob er auf sein eigenes Handeln vertraut oder den Glauben aufbringt, auf das Tun Gottes vertrauen zu können. Diese Haltung des Vertrauens auf die Barmherzigkeit Gottes charakterisiert er mit Paulus: „Wenn ich schwach bin, dann bin ich stark“[45]und „Ich rühme mich meiner Schwäche“[46]. Nachdem er wiederum mit der kleinen heiligen Theresia zwischen dem Gedanken der Gerechtigkeit Gottes und seiner Barmherzigkeit, auf die es zu vertrauen gilt, unterschieden hat, betont J. Kentenich, wie schwer diese Lebensweisheit zu verstehen sei – und wieviel schwerer es sei, sie auch im Leben durchzuführen.[47] Zuvor hatte J. Kentenich das neue Verhältnis
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zwischen Mensch und Gott, zwischen Kind und Vater, als ein „spannungsreiches Liebesspiel zwischen Vatergott und Vaterkind“[48] dargestellt. Ein solches Versteck-, Such- und Findspiel habe der Vater auch mit seinem eingeborenen Sohn gespielt. Dieses Spiel stellt an das Kind hohe Herausforderungen, denn wie oft gilt es, hinter Schicksalsschlägen die Hand eines liebenden und barmherzigen Gottes zu suchen. Hierfür gebraucht J. Kentenich das Bild eines „eisernen Handschuhs“[49], der die warme und gütige Vaterhand Gottes verdeckt. Er verweist wiederum auf die kleine heilige Theresia, die sich selbst als Ball in der Hand des Ballspielers Gott gesehen hat. Ihm stellte sie es frei, was er mit seinem Ball macht, ob er mit ihm spielt, ihn liegen läßt oder was auch immer. Das von Theresia gebrauchte Bild des Kreisels, der von dem Spieler mit Peitschenhieben in Bewegung gesetzt wird, deutet J. Kentenich dahin, daß es darum geht, sich von allem Ungöttlichen zu lösen und sich ganz Gott und seiner Führung hinzugeben.[50] Die Züge des neuen Kindes- und Vaterbildes, des „erbärmlichen und erbarmungswürdigen Königskindes“[51] und des barmherzig liebenden Vaters faßt J. Kentenich im Exerzitienkurs 1967 noch einmal zusammen.[52] Die ausführlichere Charakteristik des Menschen- und Gottesbildes bleibt jedoch der Darstellung im dritten Kapitel vorbehalten.

2.1.2.2. Patrozentrik

Zuvor wurde dargestellt, daß die Schönstatt-Bewegung seit jeher eine letzte Ausrichtung auf Gott, den Vater, kennt. Jedoch stand das marianische Element, das Liebesbündnis mit der Gottesmutter, immer im Vordergrund. Nun spricht J. Kentenich 1967 von einer „Umakzentuierung“[53]. „War anfangs die Patrozentrik zwar vorhanden, wurde sie auch zum Ausdrucke gebracht, das hinderte ja nicht, daß das Marianische eingangs[54] stärker im Vordergrunde stand, dann wissen wir, daß nach den Gesetzen der organischen Entwicklung das was organisch gleichzeitig aber nicht gleichmäßig vorhanden war, in der Folge eine starke Akzentverschiebung erlebte. […] dann verstehen Sie, weshalb die Umakzentuierung vom Marianischen durch das Christusmystische zum Patrozentrischen mit der Zeit stärker und stärker in den Vordergrund treten mußte. Wie es ja auch praktisch dann geschehen ist.“[55]
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Damit ist ein Lebensvorgang in der Schönstatt-Bewegung umrissen. Besonders in der Zeit nach 1965 entfaltete sich innerhalb Schönstatts das Lebensgefühl, mit Maria durch Christus im Hl. Geist im letzten an den Vatergott gebunden zu sein. Dieses Lebensgefühl führte zum Beispiel in Köln zum „Liebesbündnis mit dem Vatergott“[56]. Ähnlich stark war die Vaterströmung auch in den Schönstatt-Familien der Diözesen München, Würzburg und besonders in Trier.[57] Es muß deutlich angemerkt werden, daß im Zusammenhang mit der Vaterströmung auch die Stellung J. Kentenichs in Schönstatt zu beachten ist. Er selbst wurde auch als Vater erlebt. Darauf geht der folgende Exkurs ein, auf den bereits hingewiesen wurde.

Die Reaktionen J. Kentenichs auf die Jahresprogramme der Schönstatt-Mädchenjugend 1966 und 1967 zeigen, wie stark die Vaterströmung die Atmosphäre im Schönstatt der 60er Jahre prägt.[58]Im Exerzitienkurs 1966 für Priester spricht J. Kentenich über den Sinn der Heilsgeschichte, der darin besteht, daß die Menschen, die vom Gott des Lebens, dem Vater also, ausgingen, auch wieder zu Gott zurückkehren. Für die Aufgabe Schönstatts findet er die oftmals wiederholte Formulierung, der Sinn der Schönstatt-Geschichte sei die „Aufrichtung des marianischen Vaterreiches“[59], auf das hin der ganze geistige Strom der Familie dränge. Die darauf folgende Vertiefung dieser Gedanken durch J. Kentenich soll verdeutlichen, wie sehr in der Schönstatt-Bewegung 1966 das Bewußtsein vorherrscht, daß der himmlische Vater entscheidende Bedeutung für die Spiritualität hat, wenn das oben skizzierte neue Gottes- und Menschenbild zu leben versucht wird.[60]

1967 mutmaßt J. Kentenich vor der badischen Schönstatt-Bewegung, ein Fremder, der die zunächst marianisch geprägte Schönstatt-Familie aus der Ferne wahrnehme, würde in ihr eine patrozentrische Familie sehen.[61] Dann fährt er fort: „Was heißt: eine patrozentrische Familie? Eine Familie, in deren Mittelpunkt der Vatergott steht, eine Familie, in der die Vaterunser-Bitten die einzelnen Glieder nicht zur Ruhe kommen lassen, so daß sie wieder und wieder das Wort auf den Lippen und im Herzen haben:
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‚Vater unser, zu uns komme dein Reich'“[62]. Im Verlaufe dieses Vortrags stellt J. Kentenich fest, Schönstatt habe sich zur Victoria Patris-Familie entwickelt. Um diese Behauptung zu belegen, weist er zunächst auf den Vorsehungsglauben und die „Hingabe an den Gott des Lebens“[63] als einen Charakterzug der Schönstatt-Bewegung hin, durch den sie sich in die Glaubenshaltung Christi eingelebt habe. Dies verdeutlicht er an Worten Christi, die zum Vertrauen auf den himmlischen Vater einladen und der Resonanz, die sie im Glauben einzelner und der gesamten Schönstatt-Bewegung gefunden haben.[64]

Die Oktoberwoche 1967 stellt einen Höhepunkt der Vaterströmung und der mit ihr einhergehenden Patrozentrik in der Spiritualität Schönstatts dar, weil J. Kentenich sich in den Vorträgen ausführlich mit der „tiefgreifenden Vaterbewegung im Raume unserer Familie“[65] auseinandersetzt, die, „vornehmlich im letzten Jahr, die ganze Familie unwiderstehlich ergriffen“[66] hat. J. Kentenichs Ausführungen, seine eigene Person und die Trierer Schönstatt-Bewegung betreffend, werden an anderer Stelle zu berücksichtigen sein. Es genügt, an dieser Stelle darauf hinzuweisen, daß J. Kentenich in der Geisteshaltung der Victoria Patris den Beitrag Schönstatts sieht, in der nachkonziliaren Kirche mitzuhelfen, den bedrohten Gottes- und Vatergedanken in der Welt zu schützen.[67] In der Sprache J. Kentenichs gesagt: „Der gottesflüchtigen Welt sollen wir eine gottessüchtige Welt gegenüberstellen.“[68] In diesen Kontext ist die eingangs zitierte Aufgabe der Trierer Schönstattfamilie einzuordnen. Sr. Thereslore Thiel sieht in der Bereitschaft der Trierer, sich aus Sorge um Urheiligtum und Urschulungsheim für die Vaterströmung in der gesamten Familie einzusetzen, ein „kleines Rinnsal“[69] der flutenden Vaterströmung aus den Herzen der Menschen, die
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Antwort ist auf das Geschenk Gottes, als das die vorherrschende Atmosphäre in der Schönstatt-Bewegung empfunden wurde.[70]

J. Kentenich nutzte die Weihnachtstagung 1967, die Vaterströmung in der Schönstatt-Familie zu reflektieren und zu vertiefen. „Das bedeutet eine Integrierung, eine Kontinuierung, eine tiefgreifende Konsolidierung der Vaterströmung.“[71] Im letzten geht es J. Kentenich darum, bei den Anwesenden den Instinkt für das Göttliche zu sensibilisieren, so daß sie an den Fügungen und Führungen Gottes „Geschmack“[72] bekommen lernen. Sie sollen sich somit zur Hingabe an den Willen Gottes führen lassen.[73]

Ehe nun die Vorgänge in der Trierer Schönstatt-Familie eine ausführliche Darstellung erfahren, muß dringend der Frage nachgegangen werden, wer bzw. was genau in den Ohren J. Kentenichs und der Schönstätter mitklingt, wenn von „Vater“ und „Vaterströmung“ die Rede ist. Die Klärung der Wortbedeutung ist notwendig, um die Komplexität der Ereignisse zu verstehen.

Exkurs: Die Mehrdeutigkeit des Begriffs „Vater“ und die Stellung J. Kentenichs als „überzeitliches Haupt der Familie“

Bereits in der Einleitung wurde auf die Vielschichtigkeit des Vaterbegriffes im hier beleuchteten Kontext hingewiesen. Auch bei der Darstellung dessen, was unter Vaterströmung zu verstehen ist, mußte vom jenseitigen Vater – Gott – und von den diesseitigen Vätern – Priester, Familienväter und insbesondere J. Kentenich als Gründer – gesprochen werden. Der während der Oktoberwoche 1967 angedeutete Zusammenhang zwischen Patrozentrik, Vaterströmung und der Person J. Kentenichs[74] verdeutlicht zudem die Notwendigkeit dieses Exkurses. Allerdings gebietet der Kontext dieser Arbeit eine kurze Darstellung, die dem Thema selbst nicht gerecht werden kann. Es wäre eine eigene wissenschaftliche Darstellung wert. Dennoch wird nun zunächst das Verhältnis zwischen J. Kentenich und den von ihm gegründeten Gemeinschaften erläutert.

Am 22. Januar 1967 spricht J. Kentenich vor der Schönstatt-Bewegung in Fulda und bedankt sich für die Familientreue in den vergangenen Jahren. Um seinem Gefühl
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Ausdruck zu verleihen, deutet er eine Zeile eines bekannten Gebetes um und formuliert: „Was wäre ich geworden ohne euch! Was soll damit zum Ausdruck gebracht werden? Das, was wir heute gerne nennen: unlösliche Solidarität zwischen Haupt und Gliedern.“[75] In dieser Art J. Kentenichs, Ereignisse oder Sachverhalte durch verschiedene, z.T. wuchtig klingende Formulierungen auszudrücken, spricht er bei anderer Gelegenheit von „Herzensverschmelzung“ und einer „unaussprechlichen Schicksals-, Aufgaben- und Herzensgemeinschaft“[76], die sich im Laufe der Jahre entwickelt habe. Seitens der Mitglieder der Schönstatt-Bewegung wird besonders der Ausdruck der „Schicksalsverwobenheit“ rezipiert.[77] Dieses enge Miteinander von Gründer und Gründung[78] ist während vieler kritischer Momente in den Jahrzehnten vor 1965 beständig intensiver geworden. Ob während der Zeit, die J. Kentenich im Konzentrationslager Dachau interniert war, ob während der Infragestellung der Gründung und des Gründers durch den Visitationsbericht 1949 oder während der Zeit der kirchlichen Verbannung nach Milwaukee – immer wußten sich die Gemeinschaften, die J. Kentenich gegründet hatte, mit ihrem Gründer und geistlichem Vater auf das engste verbunden.

Es sind vor allem geistliche Prozesse, die die Beziehung zwischen Gründer und Gründung maßgeblich vertieften. Die Entscheidung J. Kentenichs am 20. Januar 1942, die von Mitgliedern der Schönstatt-Bewegung arrangierte Möglichkeit, lager-unfähig geschrieben zu werden, abzulehnen, ist ein solcher geistlicher Prozeß. Im Glauben daran, daß die Gründung Schönstatts von Gott gewollt war,[79] verzichtete J. Kentenich
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auf seine Freiheit. Allerdings war er gläubig davon überzeugt, daß Gott ihm die Freiheit schenken würde, wenn die Mitglieder der engeren Gemeinschaften Schönstatts sich um eine Glaubenshaltung vollkommenen Gottvertrauens[80] bemühen würden.[81] Diese Entscheidung, nicht von der Möglichkeit, die Haft im KZ Dachau zu umgehen, Gebrauch zu machen, sah J. Kentenich in Verbindung mit dem Willen Gottes, die Schönstatt-Bewegung solle sich im vollkommenen Vertrauen auf die Führung Gottes einüben. Die Haltung J. Kentenichs setzt aber bereits den sicheren Glauben an die Führung Gottes in seinem Leben und in seiner Gründung voraus.[82] 1950 gesteht er vor den führenden Vertretern der Gemeinschaften jedoch ein, daß ihm das Loslassen von seinem Werk und im letzten von sich selbst schwer gefallen sei. Dennoch ging er im festen Glauben nach Dachau, daß sich so der Wille Gottes für seine Gründung erfülle.[83] Für die Schönstatt-Bewegung wurde J. Kentenich so zum Beispiel für das Ernstnehmen der „Wahrheit vom Gott des Lebens“[84].

Viele Mitglieder der Kerngemeinschaften der Schönstatt-Bewegung, allen voran die Marienschwestern, haben sich im Sinne J. Kentenichs vertrauend auf die Führung Gottes eingelassen. Dadurch wuchs nicht nur ihre Bindung an den Vater im Himmel, sondern auch an J. Kentenich, mit dem sie sich in dieser Haltung grenzenlosen Gottvertrauens verbunden wußten. In seiner Entlassung aus dem KZ Dachau im April
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1945 sieht dieser dann auch einen Beweis dafür, wie richtig es war, auf die Führung Gottes zu vertrauen und seine Gründung dazu anzuleiten.[85]

Einige Jahre nach Kriegsende, Anfang 1949, erklärten etliche Vertreter der engeren Schönstatt-Gemeinschaften feierlich ihre Bereitschaft, sich J. Kentenich anzuvertrauen und anzuschließen. Sie wollten die Gefolgschaft J. Kentenichs sein.[86] In seiner Reaktion auf diesen Akt stellt J. Kentenich heraus, daß es das Anliegen der Verbände, also der Gemeinschaften, die Säkularinstitute sind oder es werden wollen, gewesen sei, das Verhältnis von Gründer und Schönstättern aus der privaten Sphäre herauszulösen und ihm einen offiziell-amtlichen Charakter zu geben. Bereits zu seinen Lebzeiten wolle man der persönlichen Gebundenheit eine überpersönliche Note, überzeitliche Bedeutung und Dauer verleihen.[87] J. Kentenich betont 1950, diese Strömung in der Schönstatt-Bewegung sei nicht von ihm ausgegangen, er habe sich sogar ihr gegenüber ablehnend verhalten. Die Bindung an seine Person könne nur verstanden werden, wenn man ihn als Gründer in Stellvertretung für die gegründeten Gemeinschaften sehe und sich vergegenwärtige, daß diese Stellung in der Schönstatt-Bewegung überzeitlichen Charakter habe.[88] Nur aufgrund dessen sah sich J. Kentenich in der Lage, diese außergewöhnliche Verbundenheitsbezeigung anzunehmen.[89]1950 nennt J. Kentenich als Mitglied der Genossenschaft der Pallottiner seine Bindung an Vinzenz Pallotti als weiteren Hintergrund dieser Strömung.[90]

Diese Entwicklung des Jahres 1949 hat im Laufe der Jahre, insbesondere zur Zeit des Exils J. Kentenichs[91], weitere Kreise in der Schönstatt-Bewegung gezogen. Nach seiner Rückkehr aus Milwaukee ist sich J. Kentenich seiner Stellung in Schönstatt dankbar bewußt. Er sieht sich als Haupt der Familie und legt Wert darauf, daß er auch in Zukunft diese Stellung beibehalten wird.[92]Seine zentrale Position in Schönstatt
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ergibt sich zudem aus dem gläubigen Bewußtsein der Schönstätter, daß J. Kentenich in und an Schönstatt nicht aus eigenem Interesse, sondern als Werkzeug und Abbild des himmlischen Vaters handelt. Diese Überzeugung wird durch die vorsehungsgläubige Deutung der Entwicklungsgeschichte Schönstatts bestätigt. Aufgrund der geistlichen Beziehung zu J. Kentenich, die allen offen-steht, wird er für die Schönstätter zudem zu einer Quelle der Einheit der Gesamtbewegung, die lediglich durch die gemeinsame Spiritualität und den gemeinsamen Gründer zusammengehalten wird.[93]

Es ist nun auch darauf hinzuweisen, daß J. Kentenich sich sehr wohl der Problematik seiner derart starken Stellung in Schönstatt bewußt war. Nicht umsonst geht er während der Oktoberwoche 1967 der Frage nach: „Sind wir nicht in Gefahr, den Vater der Familie zu vergötzen?“[94] und zeigt an anderer Stelle, daß er die Fülle aller ihm zugefallenen Gründerrechte lediglich stellvertretend wahrnahm und sie so bald als möglich entflechten wollte.[95] Obwohl J. Kentenich sich selbst nicht in den Mittelpunkt stellen möchte, ist seine Stellung und die Verehrung, die ihm bereits zu Lebzeiten entgegengebracht wird, ungewöhnlich stark. Die Frage, warum er das alles letzten Endes zugelassen hat, kann nur beantwortet werden, wenn man auch betrachtet, was die Beziehung zwischen Gründer und Mitgliedern für die Gottesbeziehung der Mitglieder bedeutet.

Für die Ereignisse im Zusammenhang mit dem 20. Januar 1942 wurde bereits dargelegt, daß J. Kentenich auf diese Weise versuchte, die an ihn Gebundenen zu einer neuen geistigen Haltung des absoluten Gottvertrauens zu führen.

Am Beispiel des Jahresmottos der Mädchenjugend 1967[96] führt J. Kentenich aus, daß Bindung an ihn im letzten immer Bindung an Gott sein muß. Ein Mensch kann in seinen Augen nicht der letzte Punkt sein, an den sich ein anderer Mensch bindet. So sieht J. Kentenich in dieser Bindung eines Menschen an einen anderen Ausdruck, Mittel und Schutz[97] für die letztentscheidende Bindung des Menschen an Gott. Um sich selbst als Kind vor Gott, dem Vater, erleben zu können, ist das Erlebnis der Beziehung zwischen Kind und Vater im menschlichen Bereich hilfreich, wenn nicht sogar notwendig. Ein solches Vatererlebnis, das ein menschliches Vorbild für die Beziehung zwischen Mensch und Gott ist, können in der Familie die Eltern, besonders aber der Vater, vermitteln. Aber auch Priester können durch ihr Wirken in der Seelsorge Erlebnisse geistlicher Vaterschaft vermitteln, wie dies J. Kentenich in besonderer Weise gelang.[98]
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F.-J. Bezler weist auf eine weitere Antwort auf die Frage hin, warum J. Kentenich es zuließ, daß seine Person derart im Mittelpunkt stand. J. Kentenich war vor allem Erzieher und Seelsorger und erkannte, daß nur der erziehen kann, der die Menschen selbstlos liebt, d.h. die ihm entgegengebrachte Liebe an Gott weiterleitet. Aufgrund der Bindung an seine Person und aufgrund des damit einhergehenden Vertrauens sah er sich in der Lage, Menschen auf ihrem Weg zu begleiten und zu leiten.[99]

So war für J. Kentenich neben dem Aspekt der Gottesbeziehung derer, die sich mit ihm persönlich verbunden wußten, auch der Blick auf sein Wirken als Gründer wichtig, wenn er sich mit seiner Stellung in Schönstatt auseinandersetzte.


[1] Vgl. Boll, Günther M.: Das Liebesbündnis – Lebensvorgang und Lebensstrom, in: Oktoberwoche 1983, als Manuskript für die Schönstattfamilie herausgegeben von der Zentrale der Schönstattbewegung, o.O.u.J., 69-80, 70.

[2] Vgl. Bezler, Franz-Josef: Einkehrtag des Diözesanrates der Schönstattfamilie im Bistum Trier am Montag/Dienstag, 4.-5. Januar 1971 in Haus Mariengart, Schönstatt, I. Vortrag, Manuskript, o.O.u.J., 4.
Künftig zitiert: Bezler 1.

[3] Vgl. Kentenich, Oktoberwoche 1967, 31-137 und
Kentenich, Josef: Weihnachtstagung 1967, Manuskript, o.O.u.J., 4, 11.
Künftig zitiert: Kentenich, Weihnachtstagung 1967.

[4] Vgl. Kentenich, Oktoberwoche 1967, 36f.
Vgl. hierzu auch den Exkurs: Die Mehrdeutigkeit des Begriffs „Vater“ und die Stellung J. Kentenichs als „überzeitliches Haupt der Familie“, S. 19.

[5] Vgl. Marmann, Victoria Patris, 2.

[6] Kentenich, Josef: Victoria Patris Bd. 1, Vortrag von Pater Josef Kentenich anläßlich seines Besuches in Oberkirch am 3. September 1967. Hg. von der Schönstattfamilie der Erz-Diözese Freiburg, Manuskript, o.O.u.J., 15.
Künftig zitiert: Kentenich, Victoria Patris 1.

[7] Kentenich, Oktoberwoche 1967, 204; Kentenich, Victoria Patris 1, 16.
Vgl. zudem Anm. 74, S. 17

[8] Eine Schulungswoche für führende Vertreter der gesamten deutschen Schönstatt-Bewegung, die jedes Jahr in Schönstatt stattfindet.

[9] Kentenich, Oktoberwoche 1967, 32.

[10] Vgl. Kentenich, Exerzitien 1967, 88 und Kentenich, Victoria Patris 1, 18f.
Ergänzende Hinweise bietet Krimm, Werner: Die patrozentrische Struktur der Heilsordnung und der Weg Schönstatts, in: Schönstatt im Neuaufbruch der Kirche. Jubiläum 1914-1964, Manuskript, o.O.u.J., 45-62, insbesondere 55-62.

[11] Kentenich, Oktoberwoche 1967, 32.

[12] Ebd., 17.

[13] Vgl. Kentenich, Exerzitien 1967, 87.

[14] Kentenich, Josef: Himmelwärts, Vallendar 1973, Aufl. 1990.
Künftig zitiert: Kentenich, Himmelwärts.

[15] Vgl. Kentenich, Oktoberwoche 1967, 32f.

[16] Vgl. ebd., 34.

[17] Kentenich, Victoria Patris 1, 18.

[18] Vgl. Kentenich, Victoria Patris 1, 18 und Kentenich, Oktoberwoche 1967, 35.

[19] Röm 8,15.
An dieser Stelle wurde die Übersetzung wiedergegeben, die J. Kentenich verwendete. Ansonsten wird die Einheitsübersetzung verwendet, es sei denn, es wird ausdrücklich anders vermerkt.

[20] Vgl. Kentenich, Victoria Patris 1, 16 und
King, Herbert: Marianische Bundesspiritualität, Vallendar-Schönstatt 1994, Anm. 59, 212.
Künftig zitiert: King, Bundesspiritualität.

[21] Kentenich, Fulda, 31.

[22] Vgl. Kentenich, Oktoberwoche 1967, 34 und Kentenich, Victoria Patris 1, 16f.

[23] Vgl. King, Bundesspiritualität, 212 und 289f.; zudem 289, Anm. 22
Vgl. auch Kentenich, Joseph: Das Lebensgeheimnis Schönstatts, Bd. 1, Vallendar-Schönstatt 1971, 98-100, insbesondere „Das Bündnis mit Maria führt zum Vatergott“ (Ebd., 99f.).
Künftig zitiert: Kentenich, Lebensgeheimnis 1.

[24] Vgl. King, Bundesspiritualität, 213 und Kentenich, Fulda, 31.

[25] Kentenich, Victoria Patris 1, 19.

[26] Vgl. ebd.

[27] Vgl. Exkurs: Die Mehrdeutigkeit des Begriffs „Vater“ und die Stellung J. Kentenichs als „überzeitliches Haupt der Familie“, S. 19.

[28] Vgl. Kentenich, Victoria Patris 1, 21-23 und
Kentenich, Joseph: Neue Väter – Neue Welt. Herausgegeben und kommentiert von Pater Heinrich Puthen, Vallendar-Schönstatt 1976, 62-67, insbesondere 65ff.
Künftig zitiert: Kentenich, Neue Väter.
Hier wird, wie auch in der gesamten Arbeit, Gott „Vater“ genannt. Der Name Gottes und sein Wesen sind nicht in menschliche Kategorien einzuordnen. So klingen im Gottesnamen „Vater“ auch weibliche Züge an. Vgl. die ausführlichere Darstellung im Kapitel 3.2.4. Gott als Vater, S. 76.

[29] Vgl. King, Bundesspiritualität, 205, Anm. 47;  Kentenich, Exerzitien 1967, 89 und
Kentenich, Joseph: Priesterexerzitien 21.-25.11.1966, Manuskript, o.O.u.J., 170f.
Künftig zitiert: Kentenich, Exerzitien 1966.

[30] Unkel, Hans-Werner: Theorie und Praxis des Vorsehungsglaubens nach Pater Joseph Kentenich. Teil 1: Theologische Horizonte des praktischen Vorsehungsglaubens, Vallendar-Schönstatt 1980, 198.
Künftig zitiert: Unkel, Vorsehungsglaube 1.

[31] Vgl. ebd., 39.

[32] Vgl. Kentenich, Joseph: Texte zum Vorsehungsglauben, hg. von August Ziegler, Vallendar-Schönstatt 31988, 152; Kentenich, Exerzitien 1966, 173 und Kentenich, Exerzitien 1967, 102.

[33] Vgl. Unkel, Vorsehungsglaube 1, 39-45.

[34] Vgl. ebd., 45-51.

[35] Vgl. ebd., 51-64. Vgl. zudem: 3.2.2. Die Motive göttlichen Handelns, S. 68.

[36] Vgl. Unkel, Vorsehungsglaube 1, 68-137.

[37] Vgl. Unkel, Hans-Werner: Theorie und Praxis des Vorsehungsglaubens nach Pater Joseph Kentenich. Teil 2: Leben aus dem praktischen Vorsehungsglauben, Vallendar-Schönstatt 1981, 107-119.
Künftig zitiert: Unkel, Vorsehungsglaube 2.

[38] Vgl. ebd., 119-127.

[39] Vgl. ebd., 127-137.

[40] Kentenich, Exerzitien 1967, 89.
Vgl. hierzu auch Kentenich, Exerzitien 1966, 170f.: Unser Sein geht vom Vater aus und muß auch notwendig wieder zu ihm zurückführen. Dies ist am Beispiel des Lebens Jesu Christi abzulesen. So bezeichnet J. Kentenich die „sieghafte Heimholung und sieghafte Heimkehr der Auserwählten in Christus Jesus und Maria im Hl. Geiste zum Vater“ (ebd., 171) als Sinn bzw. Theologie der Heilsgeschichte.

[41] Vgl. hierzu auch Unkel, Vorsehungsglaube 1, 198-200. Unkel konstatiert, „daß das theologische Denken und der Gottesbegriff P. Kentenichs betont patrozentrisch ausgerichtet sind“ (Ebd., 198) und führt diese Aussage aus. Da er den Abschnitt unter die Überschrift „Gott ist das Leben: Patrozentrik“ stellt, verweist er auf mögliche Zusammenhänge zur Lebensphilosophie. (Vgl. ebd., 198, Anm.12).
Vgl. 3.2.4. Gott als Vater, S. 76.

[42] Als Beispiel für die ausgeprägt marianische Atmosphäre sei die „Erste Gründungsurkunde“ (Vgl. Schönstatt: Die Gründungsurkunden, Vallendar-Schönstatt 51987, 21-27. Künftig zitiert: Schönstatt, Gründungsurkunden) genannt. Sie ist der Vortrag, in dem man später den Gründungsakt Schönstatts sah.

[43] Kentenich, Rom, 1. Hier soll es jedoch ausschließlich um die Darstellung der Kindes- und Vatergestalt gehen, nicht um das neue Gemeinschaftsbild.

[44] Vgl. ebd., 1f.

[45] 2 Kor 12,10.

[46] 2 Kor 12,9.

[47] Vgl. Kentenich, Exerzitien 1966, 181-185.
Die Bedeutung der Hl. Theresia v. Lisieux für die Ausführungen J. Kentenichs zeigt sich u. a. darin, daß die Münchner Schönstattfamilie eine ausführliche Textsammlungen herausgeben konnte, in der Texte J. Kentenichs über die Hl. Theresia v. Lisieux veröffentlicht wurden. Vgl. Kentenich, Josef: Die Größe des Kleinseins. Texte von Pater Josef Kentenich über die Kleine Heilige Theresia als Beispiel, Manuskript, o.O.u.J

[48] Kentenich, Exerzitien 1966, 175. Das Zitat ist im Original gesperrt gedruckt.

[49] Kentenich, Exerzitien 1967, 94.

[50] Vgl. Kentenich, Exerzitien 1966, 175-179.
Eine umfassende Darstellung verschiedener Bilder, in denen J. Kentenich die patrozentrische Spiritualitat Schönstatts ausgedrückt sieht, vermittelt der kurze Artikel Kentenich, Joseph: Patrozentrische Frömmigkeit, in: Regnum 2 (1967), 149-154. Künftig zitiert: Kentenich, Frömmigkeit.

[51] Kentenich, Exerzitien 1967, 2.

[52] Vgl. ebd., 2-17.

[53] Ebd., 89.

[54] Das Original lautet „eingang“.

[55] Ebd., 89f.

[56] Vgl. Kentenich, Josef: Bündnis mit dem Vatergott. Vorträge von Pater Josef Kentenich, Manuskript, o.O.u.J.
Künftig zitiert: Kentenich, Bündnis. Auszüge des Vortrags wurden von H. King in seine Textsammlung aufgenommen, vgl. King, Bundesspiritualität, 211-15.
Zur Erläuterung dessen, was „Liebesbündnis“ in Schönstatt bedeutet vgl. Anm. 92, S. 20.

[57] Vgl. Marmann, Michael Johannes: Vortrag auf dem Diözesantag in Köln am 26.10.1986, Manuskript, o.O.u.J., 4f.
Künftig zitiert: Marmann, Köln.

[58] Vgl. Kentenich, Josef: Es geht dich an 2, Manuskript, o.O.u.J., 64f. (19.8.1966) und ebd., 174-177 (19.8.1967). In letztgenannter Ansprache zieht J. Kentenich unmittelbar die Parallele zum Geist des 20. Januar 1942.
Vgl. hierzu die Darstellung des Geschehens am 20. Januar 1942, S. 20f.

[59] Kentenich, Exerzitien 1966, 168. Das Zitat ist im Original gesperrt gedruckt.
Vgl. zudem: Kentenich, Oktoberwoche 1967, 113, 140f, 204f.

[60] Vgl. Kentenich, Exerzitien 1966, 171-185.

[61] Vgl. Kentenich, Victoria Patris 1, 15.

[62] Ebd., 15f.

[63] Ebd., 27

[64] Vgl. ebd., 28-40. J. Kentenich erläutert in diesem Zusammenhang Mt 6,8; 10,29f.; 6,25.

[65] Kentenich, Oktoberwoche 1967, 32.

[66] Ebd., 36.

[67] Vgl. Kentenich, Neue Väter, 23-32. Dort wird auch ein Überblick über entsprechende Literatur geboten.
Vgl. zudem: Waldenfels, Hans: Gott. Auf der Suche nach dem Lebensgrund, Leipzig 1995, 22f. Künftig zitiert: Waldenfels, Gott.
Vgl. zudem Höffner, Joseph: Das Petrusamt in der Kirche. Rufe in die Zeit. Eine Schriftenreihe, herausgegeben vom Presseamt des Erzbistums Köln, Heft 6, Neue Fassung, 11979, 14f. und Kentenich, Oktoberwoche 1967, insbesondere 77-85.
Die Exerzitien des Jahres 1967 (Kentenich, Exerzitien 1967) sind ähnlich der Oktoberwoche1967 (Kentenich, Oktoberwoche 1967) aufgebaut und bringen hier keine neuen Erkenntnisse. Sie sind in etwa vergleichbar mit den Grundanliegen des Vortrages vom 3. September 1967 in Oberkirch (Kentenich, Victoria Patris 1).

[68] Kentenich, Oktoberwoche 1967, 81.

[69] Thiel, Sr. M. Thereslore: Das Vatersymbol und seine Sendung – 20 Jahre nach der Überreichung. Referat vor dem Diözesanfamilienrat der Schönstattfamilie des Bistums Trier am 24.02.1987, Manuskript, o.O.u.J., 6.
Künftig zitiert: Thiel, Vatersymbol.

[70] Vgl. ebd., 6-9.

[71] Kentenich, Weihnachtstagung 1967, 9.

[72] Ebd., 220.

[73] Vgl. ebd., 218-221.

[74] „…unter Vater verstanden der ewige Vatergott, aber auch das Abbild dieses ewigen Vatergottes in der natürlichen Ordnung.“ (Kentenich, Oktoberwoche 1967, 81).

[75] Kentenich, Fulda, 29.
Die Formulierung „was wäre ich geworden ohne …“ verwendet J. Kentenich nach seiner Rückkehr aus dem Exil sehr häufig. Vgl. ebenso: Kentenich, Victoria Patris 1, 12.

[76] Kentenich, Rom, 2.

[77] Vgl. Kentenich, Exerzitien 1966, 6.
Das Liebesbündnis mit Maria ist ein, wenn nicht sogar das konstitutive Element der Spiritualität Schönstatts. Im Konzentrationslager Dachau hat J. Kentenich die Beziehung, in die sich der Schönstätter im Liebesbündnis stellt, als in die Tiefe, Höhe, Breite und Länge gerichtet geweitet. (Vgl. Schönstatt, Gründungsurkunden, 76-80.) Im Sinne dieser Weitung des Liebesbündnisses ist es verständlich, daß im Zuge der Vaterströmung in der Schönstatt-Bewegung der 60er Jahre einzelne diözesane Schönstatt-Familien ein Liebesbündnis mit J. Kentenich als Ausdruck der Schicksalsverwobenheit zwischen Gründer und Gründung schlossen.
Vgl. hierzu: Kentenich, Exerzitien 1966, 3; Marmann, Köln, 6ff.
Für die gesamte Bewegung vgl. Kentenich, Oktoberwoche 1950, 383 und exemplarisch Kentenich, Bündnis.

[78] In Vorträgen und Schriften J. Kentenichs heißt es stattdessen oft: „überzeitliches Haupt und Gefolgschaft“ (Kentenich, Oktoberwoche 1950, 383).
Dieser Ausdruck wurde auch in der Überschrift des Exkurses verwendet. Vgl. weiterführend Anm. 103, S. 22.
Eine ausführlichere Darstellung bietet Menningen, Alexander: Die Vaterschaft des überzeitlichen Hauptes, in: Menningen, Alexander: Mit dem Gründer, Vallendar-Schönstatt 1969, 37-55.

[79] In der Schönstatt eigenen Sprache findet sich in diesem Zusammenhang das Wort vom Glauben an die „Realität der Übernatur“ (Kentenich, Oktoberwoche 1950, 386). Damit verdeutlicht J. Kentenich die gläubige Überzeugung, daß die Gründung Schönstatts nicht Menschenwerk, sondern Ergebnis einer Führungsgeschichte Gottes mit der Schönstatt-Familie ist. J. Kentenich sieht in der Entwicklung Schönstatts, gerade in den Krisenmomenten, das Wirken Gottes. In diesem Sinne spricht er von der Realität der Übernatur.
Vgl. hierzu ebd., 385-398.
Eine grundlegende historische Darstellung der Ereignisse im Umkreis des 20. Januar 1942 bietet Monnerjahn, Engelbert: Häftling Nr. 29392. Der Gründer des Schönstattwerkes als Gefangener der Gestapo 1941-1945, Vallendar-Schönstatt 41984, 93-96.

[80] In der Sprache J. Kentenichs wird diese Haltung „Inscriptio“ genannt. Wörtlich gedeutet geht es um die Einschreibung des Menschen in das Herz Gottes als Ausdruck für die Tiefe der Hingabe des Menschen an den Willen Gottes.
In Briefen aus dem Gefängnis in Koblenz ermahnt J. Kentenich immer wieder, die engeren Kreise der Schönstatt-Bewegung sollten sich in diese Haltung des vollkommenen Gottvertrauens einleben. Die Briefe zitiert J. Kentenich abschnittsweise in Kentenich, Oktoberwoche 1950, 390-397 und Kentenich, Lebensgeheimnis 1, 165-168. Dabei spricht er davon, daß die Schönstätter die drei göttlichen Tugenden, Glaube, Hoffnung und Liebe, ebenso wie er zu leben versuchen sollten. In diesem Kontext nennt er das gläubige Mitvollziehen seiner Entscheidung einen „Todessprung für Verstand, Herz und Wille“ (Kentenich, Oktoberwoche 1950, 396).

[81] Vgl. ebd., 383-385.

[82] 1967 urteilt J. Kentenich rückblickend: „Der 20. Januar 1942 bedeutet eine einzigartige Schilderhebung des Vatergottes im Raume unserer Familie. Es ging damals darum, die Familie vor einem schweren Schicksalsschlag zu bewahren. Der Gründer der Familie sollte in die Hölle von Dachau, also menschlich gesprochen dem sicheren, qualvollen Tode ausgeliefert werden. Was tut die Familie? Sie läßt sich von ihm dazu anleiten, auf alle menschlichen Mittel zu verzichten, läßt sich dazu anregen, in den Vordergrund zu rücken die Realität des Liebesbündnisses mit der lieben Gottesmutter und mit dem Himmelsvater[…]“ (Kentenich, Victoria Patris 1, 19).

[83] Vgl. Kentenich, Oktoberwoche 1950, 410.
Zudem sah J. Kentenich in den zu erwartenden Schwierigkeiten und in der Gefahr, im Konzentrationslager zu sterben, eine Prüfung, ob das Schönstatt-Werk „nun wirklich den Plänen Gottes entsprechend gebaut“(Kentenich, Oktoberwoche 1967, 170) war.

[84] Schönstattfamilie im Bistum Trier: Anregungen für die Erarbeitung des Vatersymbols für das Urheiligtum, 6 Briefe, 1967, Brief 1, 2.
Künftig zitiert: Schönstattfamilie im Bistum Trier, Briefe.

[85] Vgl. Kentenich, Oktoberwoche 1950, 385.

[86] In der Literatur wird diese Handlung „Gefolgschaftsakt“ genannt. Vgl. ebd., 417 und Kentenich, Oktoberwoche 1967, 36, 40.

[87] Vgl. Kentenich, Oktoberwoche 1967, 57f. Dort zitiert J. Kentenich Auszüge seines Briefes vom 20.Januar 1949, in dem er auf diese Entwicklung reagierte.

[88] In diesen Zusammenhang ist das Wort von J. Kentenich als „überzeitlichem Haupt der Familie“ zu stellen, das diesen Exkurs überschreibt.
Zur Sicht J. Kentenichs dieser Entwicklung vgl. ebd., 55-59.

[89] Vgl. Kentenich, Oktoberwoche 1950, 424.

[90] Vgl. ebd., 417-426.
Noch während eines Vortrages der Oktoberwoche 1967 legt J. Kentenich den (damals) engen Zusammenhang zwischen seiner Entscheidung am 20. Januar 1942 und der organisatorischen Verbindung Schönstatts mit den Pallottinern dar und zeigt, mit welchen Gründen er für die Eigenständigkeit Schönstatts argumentierte. (Vgl. Kentenich, Oktoberwoche 1967, 170-178).

[91] Das Exil J. Kentenichs steht in engem Zusammenhang mit der Frage der Stellung J. Kentenichs in Schönstatt. 1949 wird ihm von maßgeblicher Stelle vorgeworfen, der Leiter stelle sich selbst ungebührlich in den Mittelpunkt. (Vgl. Kentenich, Oktoberwoche 1967, 55).

[92] Vgl. zudem Kentenich, Rom, 2-4 und Kentenich, Weihnachtstagung 1967, 38-41.
In diesem Zusammenhang reflektiert J. Kentenich über die Stellung der Verantwortlichen in den verschiedenen Gemeinschaften und ihre Aufgaben als Führer und Hirten. Er betont besonders, wie notwendig es für den Familiencharakter der Schönstatt-Bewegung ist, daß Leitung und Geleitete herzlich miteinander verbunden sind. (Vgl. Kentenich, Oktoberwoche 1967, 18-22).

[93] Vgl. Schönstattfamilie im Bistum Trier, Briefe, Brief5.

[94] Kentenich, Oktoberwoche 1967, 51.

[95] Vgl. ebd., 171f. und Kentenich, Lebensgeheimnis 1, 27f.

[96] Es lautet: „Geborgen im Vater – Zeugen seiner Liebe“ (Vgl. Kentenich, Victoria Patris 1, 21).

[97] Vgl. hierzu die Erläuterungen bei Vautier, Paul: Maria, die Erzieherin, Vallendar-Schönstatt 1981, 294-298.

[98] Vgl. Kentenich, Victoria Patris 1, 21-23; Kentenich, Oktoberwoche 1967, 59-61; zudem:
Kentenich, Joseph: Das Lebensgeheimnis Schönstatts, Bd. 2, Vallendar-Schönstatt 1972, 134;
Künftig zitiert: Kentenich, Lebensgeheimnis 2;
Kentenich, Josef: Unsere marianische Sendung. Gründerworte auf der Liebfrauenhöhe, Manuskript, o.O.u.J., 88.
Künftig zitiert: Kentenich, Sendung.
J. Kentenich spricht vom „Vatererlebnis in der natürlichen Ordnung als Vorerlebnis“ (Kentenich, Sendung, 88).
Analog hierzu kann die Darlegung F. -J. Bezlers angeführt werden, der nachzeichnet, wie J. Kentenich über die Wege zum Glauben sprach. J. Kentenich habe immer betont, daß es neben den vernunftgemäßen Voraussetzungen für den Glauben und dem Beistand der göttlichen Gnade stark von den irrationalen Vorerkenntnissen und -erlebnissen abhänge, wie stark der Glaube sich in der Seele des Menschen entwickle. Gerade auf die Vorerlebnisse lege J. Kentenich in seiner Darstellung wert. (Vgl. Bezler, Franz-Josef: Einkehrtag des Diözesanrates der Schönstattfamilie im Bistum Trier am Montag/Dienstag, 4.-5. Januar 1971 in Haus Mariengart, Schönstatt, II. Vortrag, Manuskript, o.O.u.J., 4-6).  Künftig zitiert: Bezler 2.

[99] Vgl. Bezler, Franz-Josef: Einkehrtag des Diözesanrates der Schönstattfamilie im Bistum Trier am Montag/Dienstag, 4.-5. Januar 1971 in Haus Mariengart, Schönstatt, III. Vortrag, Manuskript, o.O.u.J., 14.

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