4 Theologische und zeitgeschichtliche Eckdaten des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts

4 Theologische und zeitgeschichtliche Eckdaten des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts

Das Zweite Vatikanische Konzil hat das Verhältnis der Laien zur Kirche und die Stellung der Laien völlig neu bestimmt. Auf dem Weg zu diesem Konzil gab es Impulse, innerhalb wie außerhalb der Kirche, die langsam den Weg zu einem neuen Laienverständnis bereitet haben. Immer wieder haben sich im 19. und 20. Jahrhundert Laien nach der je eigenen Stellung, Aufgabe und Identität innerhalb der katholischen Kirche gefragt.[41]

Beispielhaft sind das gesellschaftliche, soziale und kulturelle Engagement unterschiedlichster Katholizismen[42] zu nennen, die zu einer die „Wiederentdeckung“[43]des Laien geführt hat.

Es gab auch innerhalb der theologischen Diskussion Bewegung. In Deutschland war es vor allem die Tübinger Schule, die die Frage nach einer positiven Bestimmung des Laien stellte.[44]Weiter wurde von römischer Seite durch den Aufbruch der Katholischen Aktion um die Jahrhundertwende das Apostolat der Laien aktiviert. Im Vorfeld des Konzils kam es dann zu einer theologischen Reflexion dieser Vorgänge. Eine neue Sicht auf den Laien legten dabei Vertreter wie Yves Congar[45](1904-1995) und  Gérard Philips[46] (1899-1972), die sich theologisch mit der sogenannten Katholischen Aktion auseinandergesetzt haben. Auf die Suche nach einer Spiritualität für den Laien begab und einer theologischen Ortsbestimmung der Säkularinstitute begab sich Hans-Urs von Balthasar[47] (1905-1988).

4.1 Katholisches Verbandswesen im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts

4.1.1 Im Anschluss an das Kölner Ereignis engagieren sich Christen für die Kirche in der Welt

Das sogenannte Kölner Ereignis, der Höhepunkt der Auseinandersetzung zwischen dem Preußischen Staat und der Katholischen Kirche, am 20. November 1837, ist für die Entstehung der Katholischen Verbände, vor allem in der Veränderung des katholischen Selbstverständnisses in Deutschland, von enormer Bedeutung.[48]

An diesem Tag im November wurde der Kölner Kardinal Clemens August Freiherr von Droste-Vischering (1773-1845) verhaftet und auf die Festung Minden gebracht. Auslöser war die radikale Haltung des Bischofs gegenüber Mischehen: Er erlaubte seinen katholischen Geistlichen nur eine passive Assistenz, also keinen priesterlichen Segen, wenn eine Mischehe zustande kommt und der katholische Partner keine Zusage zu einer katholischen Kindererziehung gibt.[49]

Papst Gregor XVI. (1765-1846) protestierte vehement gegen diesen Akt des preußischen Staates. Im Anschluss an dieses Ereignis, im Januar 1838 erschien „Anthanasius“[50], eine Streitschrift von Joseph Görres. Er führte den Katholiken in dieser Publikation ihre politische Ohnmacht gegenüber dem Preußischen Staat vor Augen. Diese Initiative fand in der Bevölkerung starken Widerhall und es kam zu einer regen Diskussion. Der „Kampf um die kirchliche Freiheit trat nun aus der Ebene der Kabinettspolitik in die öffentliche Auseinandersetzung“.[51]

Das Kölner Ereignis war damit Auslöser für eine „katholische Bewegung“[52]. An der publizistisch geführten Auseinandersetzung beteiligen sich nicht mehr nur Akademiker, sondern auch, und das war bisher einmalig, die große Masse der Katholiken, die sich gegen den Preußischen Staat stellten. Angesichts der Repressionen kommt es zu einer Solidarisierung mit der Katholischen Kirche, die Ausdruck in einem Zusammengehörigkeits- und Gemeinschaftsgefühl findet.[53]

4.1.2 Durch eine Krise der Kirche entstehen erste Zusammenschlüsse

Die katholische Bevölkerung wurde, das zeigt sich am oben angeführten Beispiel, in der Breite für die Belange der katholischen Kirche mobilisiert. Dies wurde durch die Revolution im Jahr 1848 noch verstärkt. Viele Laien und Kleriker sind Aktivisten in der Freiheitsbewegung und fordern eine politische Freiheit der Kirche von staatlicher Bevormundung.[54]

Es kommt zur Gründung verschiedener kirchlicher Vereine, die zum Ziel hatten den katholischen Gläubigen für eine aktive und verantwortliche kirchliche und politische Mitarbeit zu gewinnen. Die „Pius-Vereine für religiöse Freiheit“[55] werden gegründet. Diese Vereine hatten, allein durch die Namensgebung, ein doppeltes Ziel: Zum einen die päpstlich-ultramontane Freiheit der Kirche in religiösen Fragen, zum anderen die Freiheit der Kirche vom Staat.

Die Laienvereine wurden von den Gläubigen selbst, meist Adlige oder bürgerliche Intellektuelle, geführt. Es handelt sich dabei um ein sehr eigenständiges Laienengagement mit caritativen, sozial und bildungspolitischen Aufgabenfeldern.  Von diesen Vereinen werden sowohl inner- als auch außerkirchlich Bereiche der Gesellschaft in den Blick genommen.[56]

Als Lebensäußerung der Kirche wirken die Laienvereine bis heute: Im Jahr 1848 kommt es zu einer Generalversammlung der Pius-Vereine zur Verteidigung des Papsttums in Mainz, was als die Geburtsstunde der Katholikentage gesehen wird.[57]

In Folge der Aufklärung und vor allem unter im Nachklang der Französischen Revolution, die eine Reihe von Emanzipationsbewegungen und neuen Staatsformen hervorgebracht hat, wurde der Einfluss der Kirche in der Gesellschaft immer geringer, sie hat ihr „feudales Gepräge“[58]verloren. Von sich aus, oder von Priestern aktiviert, haben sich Christen zu Verbänden zusammengeschlossen, um die Kirche und das Evangelium in verschiedensten Bereichen der Gesellschaft präsent zu halten oder wieder präsent zu machen.[59] Der Antrieb der Gläubigen sich für die Freiheit der Kirche zu engagieren kam also von den Gläubigen selbst und wurde nicht von der Hierarchie vorgegeben.

4.2 Die Katholische Aktion. Aufbruch und Hinwendung zum Laienchristentum?

Auch in römischer Sicht rückte das Laienapostolat, die Einbindung von Laien in die Sendung der Kirche, langsam in den Fokus der Aufmerksamkeit[60], was sich auch an diversen kirchlichen Äußerungen zeigte.

Papst Pius XI. (1857-1939) rief die sogenannte Katholische Aktion, ein religiöses Programm zur Ausbreitung des Reiches Gottes, offiziell ins Leben. Die Enzyklika Ubi Arcano Dei Consilio[61] aus dem Jahr 1922 kann als die  ‚Gründungsurkunde’ der Katholischen Aktion gesehen werden. Als Gründe zur Einführung werden die Gefährdung des christlichen Wesens durch gottlose Einflüsse und der Priestermangel genannt, die sich durch die Wirren des Ersten Weltkriegs ergeben haben. Ausführende dieses als Apostolat bezeichneten Programms müssen gemäß dem Willen der Bischöfe und des Papstes, zuerst die Bischöfe, als legitime Nachfolger der Apostel sein, unter Mithilfe der Priester und der Laien.

An die Bischöfe gerichtet schrieb Pius XI.:

„Euren Gläubigen aus dem Laienstande bringt sodann in Erinnerung, sie möchten als Laienapostel in der Stille oder in der Öffentlichkeit, natürlich in Unterordnung unter Euch und Eure Priester, die Kenntnis und die Liebe Christi verbreiten helfen und sich so den Ehrentitel verdienen: ‚Auserwähltes Geschlecht, königliches Priestertum, heiliger Stamm, zu eigen erworbenes Volk. (1Petr 2,9)’“[62]

Die Gläubigen sind als gute Christen dazu aufgefordert, den Bischöfen in ihren Aufgaben, der Glaubensverbreitung und -vertiefung als Mitarbeiter, in einer klar hierarchischen Ordnung, zu helfen. Der einzelne Christ kann sich also die Zugehörigkeit zum auserwählten Volk der Kirche verdienen, in dem er am Apostolat mitarbeitet.

Es stellt sich bei dieser Aussage die Frage, auf welcher Grundlage sich der Christ diese Zugehörigkeit verdienen müsste, ist er doch durch die Taufe bereits Teil des Volkes Gottes. Trotzdem war das Programm in Italien und Lateinamerika sehr beliebt und erfuhr regen Zuwachs.[63]

Pius XI. widmet sich in der Enzyklika Non abbiamo bisogno[64] neben dem Faschismus in Italien und dem Nationalsozialismus in Deutschland noch einmal der Katholischen Aktion.

Es findet sich darin die programmatische Definition, des Wesens der ‚Katholischen Aktion’: „la partecipazione e collaborazione del laicato all’Apostolato Gerarchico“[65]. Die Laien haben demnach das Recht eine eigene Spiritualität zu entfalten, sich in Fragen des Glaubens zu bilden und unter Teilnahme am hierarchischen Apostolat der Kirche selbst ein Laienapostolat auszuüben („collaborando alla attività dell’Apostolato Gerarchico“[66]). Die Katholische Aktion ist allerdings vom Episkopat abhängig („dipendenza della Azione Cattolica dall’Episcopato“[67]) und somit der Hierarchie untergeordnet, von der sie die Sendung erhält.

Das Laienapostolat ist damit die „Teilnahme der Laien am hierarchischen Apostolat“ der Bischöfe und die Katholische Aktion ein „Werkzeug in der Hand der Hierarchie, sie soll die Verlängerung ihres Armes sein, sie ist darum ihrer Natur gemäß der kirchlichen Obrigkeit unterstellt“[68], wie dies Papst Pius XII. (1876-1958) in einer Ansprache ausdrückt. Das eine Apostolat hatte Christus selbst dem Papst und den Bischöfen anvertraut, so der Papst. Diese üben es überall dort aus, wo es ihnen möglich ist. Wo dies aber nicht möglich ist, können die Bischöfe diese Vollmacht an die Laien delegieren, damit sie die Welt und die Gesellschaft verchristlichen. Die Laien können mitarbeiten, an der Sendung der Kirche partizipieren, aber nicht eigenständig aktiv werden.

Durch dieses Konzept wird eine Unterscheidung getroffen zwischen dem regulären Apostolat der Bischöfe und einem „Assistenzapostolat der Laien“[69]. Dieses ‚Hilfsapostolat’ ist aber in jedem Fall vom hierarchischen Apostolat zu unterscheiden. Pius XII. bevorzugt deshalb auch den Begriff „Mitarbeit“ (collaboration) anstatt Teilhabe am Apostolat, um die Differenz der beiden Apostolats-Formen besser zum Ausdruck zu bringen.

Hinsichtlich der Legitimation eines Laienapostolats ist bedeutsam, dass die Berufung des Laien zum Apostolat als eine ausschließlich äußerliche gedacht wird. Der Laie bedarf einer Zusage von außen damit das Apostolat ausgeführt werden kann. Das Christsein allein, reicht dabei als Quelle nicht aus. Es stellt sich nun die Frage, ob eine von der Hierarchie unabhängige Quelle für das Apostolat existiert, was aber erst durch das Laiendekret des Zweiten Vatikanischen Konzils geschieht.

So schwierig das Apostolatsverständnis der Katholischen Aktion auch ist, so ist dieses Konzept aber dahingehend zu würdigen, dass sich die Kirche im ausgehenden 19. Jahrhundert stärker auf den Laien und seine Bedeutung besonnen hat, wenn auch aus einer Situation der Not heraus. In der Zeit im Anschluss an die Säkularisierung wurde in der Kirche erstmals die Erfahrung gemacht, dass die Priester nicht mehr in der Lage sind, in allen Teilen der Gesellschaft die christliche Botschaft zu vermitteln. In der Katholischen Aktion sollten nun die „Laien“ die christliche Verkündigung wahrnehmen und Christus in der Welt gegenwärtig setzen.[70] Den Laien kam der Weltdienst zu, während die Priester den Heilsdienst verrichteten. Dieser Dienst in der Welt durfte aber nur unter Führung und Unterordnung unter dieselbe erfolgen, weswegen faktisch das „hierarchologische Modell“[71] nicht aufgeben wurde.

Die Bewegung der Katholischen Aktion, eine Aktivierung der Laien unter der Leitung der Hierarchie fand allerdings in Deutschland, wo die Christen weitgehend schon in Vereinen und Verbänden organisiert waren, wenig Resonanz.[72] Diese „Aufbrüche von unten“[73] wurden wiederum von römischer Seite als sehr kritisch gesehen. Der Laie war durch die Katholische Aktion zwar geschätzt, allerdings nur als eine Armverlängerung der Bischöfe. Er galt als Helfer der Bischöfe innerhalb der weltlichen Ordnung.

Rademacher stellt in dieser Hinsicht kritisch die Frage, ob durch die Einführung der Katholischen Aktion nicht ein Zustand der Laien hergestellt wurde, der die Kompetenz der Laien nur auf den weltlichen, horizontalen Bereich reduziert, aus einer Notsituation heraus sogar funktionalisiert und noch hinter das Apostolatsverständnis Vinzenz Pallottis zurückdrängt.[74]

4.3 Die Enzyklika Mystici Corporis (1943)

Eine wichtige Wegmarke zur Ekklesiologie des Zweiten Vatikanischen Konzils stellt die Enzyklika Mystici Corporis[75] dar, die am 29. Juni 1943, mitten im Zweiten Weltkrieg von Papst Pius XII. veröffentlicht wurde.

Es geht dabei um die Frage, wer und aufgrund welchen Vorgangs zur katholischen Kirche gehört, und wie sich diese Zugehörigkeit in ihrer Form ausgestaltet.

4.3.1 Eine neue ekklesiologische Sicht

Konstitutiv für die Zugehörigkeit zur Kirche, dem mystischen Leib Christi, ist die Taufe. In diesem Leib hat jedes Glied seine je eigene Aufgabe und Bedeutung für die gesamte Kirche. Damit hebt Pius XII. die Frage nach dem Laien erstmals auf eine ekklesiologische Ebene, die den „organisch-communialen Aspekt“[76] der Stellung des Laien in der Kirche lehramtlich verbindlich festlegt.

Pius XII. nimmt mit dieser Sicht eine Mittelposition zwischen zwei gegenpoligen ekklesiologischen Positionen ein.[77]  Er nennt zunächst zwei Irrtümer, zum einen ist die Gemeinschaft im Leib mehr als nur ein „rechtliches und gesellschaftliches Band“[78], zum anderen bezugnehmend auf die aufkommende Liturgische Bewegung verurteilt er einen Mystizismus, der die „unverrückbaren Grenzen zwischen Geschöpf und Schöpfer“[79] nicht berücksichtigt. Pius XII. nimmt dagegen eine vermittelnde Position ein: Durch die Taufe durchdringt Christus durch den Heiligen Geist die Getauften mit Kraft und Leben, wie die Rebzweige durch den Weinstock genährt werden.[80] Der Heilige Geist verbindet als vinculum[81] alle Glieder zu einem mystischen Leib.[82]Die Verbundenheit mit Christus ist sehr eng. Sie geht soweit, dass die Kirche „ein zweiter Christus auf Erden wird“[83]. Die Verbundenheit hat aber ihre Grenzen: Jedes Glied besitzt noch die je eigene Identität.[84]

Durch die Eingliederung in den mystischen Leib erwächst auch eine Verantwortung: Sowohl die Kirche als Ganze, als auch jedes einzelne Mitglied, unabhängig ob Kleriker oder Laie, wirkt am „Erlösungswerk“[85] Christi. Aber es handelt sich nicht nur um Teilnahme sondern auch um „Hilfe des mystischen Leibes“[86], die Christus bei seinem Erlösungswerk benötigt.

4.3.2   Eine neue Sicht auf den Laien: Verantwortungsträger!

Jeder Gläubige ist verpflichtet, aufgrund der ihm verliehenen Gaben des Heiligen Geistes, Verantwortung für das Reich Gottes zu übernehmen. Die Aufgaben innerhalb des Leibes ergeben sich durch die Verschiedenheit der Dienste und sollen sich gegenseitig harmonisch ergänzen.[87]

Die Enzyklika setzt durch ihren „organisch-communialen Aspekt“[88] einen guten Ausgangspunkt zur Klärung weiterer ekklesiologischer Fragestellungen hinsichtlich der Laienfrage, wie dies auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil geschieht.

Binninger sieht in der Mitte des 20. Jahrhunderts, trotz aller Sympathie für das Konzept Pius’ XII. die Notwendigkeit einer Enzyklika, die sich speziell mit dem Laien beschäftigt gekommen. Wie sieht konkret die Mitwirkung der Laien am Erlösungswerk aus? In Deutschland hat man zu diesem Zeitpunkt schon über Verantwortung und Mündigkeit der Laien auf Grundlage einer allgemeinen Berufung zum Priestertum diskutiert.[89] In Deutschland war allerdings der Nährboden für eine laikale Verantwortung für die Kirche, die eigenständig aus dem Volk Gottes erwächst, durch die Laienvereine bereits gegeben.


41] Vgl. Binninger: „Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht“, S. 669.

[42] Vgl. hierzu: Kaufmann, Franz-Xaver; Gabriel, Karl (Hg.): Zur Soziologie des Katholizismus. Mainz (1980).

[43] Körner, Bernd: Wozu Laien berufen sind. Kleine Fallstudie am Beispiel der Fokolarbewegung. In: Rudolf Höfer; Sohn-Kronthaler, Michaela: Laien gestalten Kirche. Diskurse – Entwicklungen – Profile. Festgabe für Maximilian Liebmann zum 75. Geburtstag. (Theologie im kulturellen Dialog 18) Innsbruck (2009), S. 257-277; hier: S. 257.

[44] Beispielhaft und keineswegs vollständig ist hier Johann Adam Möhler (1796-1838), Priester, Fachtheologe und Vertreter der Tübinger Schule, zu nennen. Möhler machte sich für eine Überwindung des Unterschieds zwischen Laien und Klerikern stark. Der Heilige Geist ist für ihn das verbindende Prinzip aller Gläubigen, die eine lebendige Einheit darstellt. Das damalige, asymmetrische Verhältnis zwischen Klerikern und Laien war für ihn „unbewusst und ungewollt eine gehässige Herabwürdigung des gläubigen Volkes, wenn es mit dem Wort ‚Laie’ bezeichnet wird“. Der Begriff ‚Laie’ war für Möhler ein „christlicher Ehrenname“. (Vgl. Geiselmann, Josef Rupert: Die katholische Tübinger Schule. Ihre Theolgische Eigenart. Freiburg (1964), S.571.)

[45] Vgl. Congar, Yves: Der Laie. Entwurf einer Theologie des Laientums. Stuttgart (31964).

[46] Vgl. Philips, Gérard: Der Laie in der Kirche. Salzburg (1955).

[47] Vgl. Balthasar, Hans Urs von: Der Laie und der Ordensstand. Freiburg (1949).

[48] Zum Kölner Ereignis: Vgl. Schatz, Klaus: Zwischen Säkularisation und Zweitem Vatikanum: der Weg des deutschen Katholizismus im 19. und 20. Jahrhundert. Frankfurt am Main (1986), S. 85-88; S. 91-95.

[49] Vgl. Binninger: „Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht“, S. 99.

[50] Görres, Joseph: Athanasius. Regensburg (1838).

[51] Schatz: Zwischen Säkularisation und Zweitem Vatikanum, S.93.

[52] Schatz: Zwischen Säkularisation und Zweitem Vatikanum, S.93.

[53] Vgl. Binninger: „Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht“, S. 100.

[54] “Die Freiheit der Kirche ist die Mutter einer besseren Zukunft für Deutschland. Das ist die Grundidee des Katholischen Vereins Deutschlands”, lautete das Programm der ‚Katholischen Vereins Deutschlands’ aus dem Jahr 1849, was aufzeigt, dass die Vereine vor allem für eine Freiheit der Kirche gegenüber dem Staat eingetreten sind. Vgl. URL: http://www.zdk.de/ueber-uns/blick-in-die-geschichte/ [abgerufen am: 8. Juli 2016].

[55] Schatz: Zwischen Säkularisation und Zweitem Vatikanum, S.99.

[56] Vgl. Binninger: „Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht“, S. 101-103.

[57] Neumann, Bernhard: Art. Verbände. In: Courth, Franz (Hg.): Lexikon des Apostolats: Stichworte verantworteten Glaubens. (Glaube, Wissen, Wirken 18) Limburg (1995), S. 331-333.
Vgl. auch: Becher, Paul: Art. Verbände. In: LThK (32001), Band 10, Sp. 605-606.

[58] Karrer, Leo (2001): Aufbruch der Laien in der Kirche. In: Demel, Sabine (Hg.): Mehr als nur Nichtkleriker: Die Laien in der katholischen Kirche. Regensburg 2001, S. 115-135; hier: S. 116.

[59] Vgl. Becher: Art. Verbände, Sp. 605.

[60] Schon zum Ende des 19. Jahrhunderts gab es durch Papst Leo XIII. (1810-1903) erste dahingehende Bestrebungen: Bei den Auseinandersetzungen um die Trennung von Kirche und Staat erwartete er 1890 Unterstützung von der ‚Aktion der Katholiken’. (Vgl. Becher, Paul: Art. Katholische Aktion. In: LThK (32001), Band 5, Sp. 1347-1348; hier: Sp. 1347.) Hamm führt dies auf den Umstand zurück, dass der damalige Papst in seinen Jugendjahren mit Vinzenz Pallotti befreundet war und dieser ihn hinsichtlich der Stärkung eines Apostolats der Laien inspiriert hat. (Vgl. Hamm, Heinrich: Art. Katholische Aktion. In: Lexikon des Apostolats: Stichworte verantworteten Glaubens. (Glaube, Wissen, Wirken 18) Limburg (1995), S. 168-169.

[61] Vgl. Pius XI.: Enzyklika Ubi Arcano Dei Consilio. In: AAS 15 (1922), S. 673-700. Eine deutsche Übersetzung ist zu finden unter: URL: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Ubi_arcano_dei_consilio_%28Wortlaut%29#An_die_gl.C3.A4ubigen_Laien [abgerufen am 13. Juli 2016]

[62] Pius XI.: Enzyklika Ubi Arcano Dei Consilio, Nr. 58.

[63] Vgl. Becher: Art. Katholische Aktion, Sp. 1347.

[64] Vgl. Pius XI.: Enzyklika Non abiamo bisogno. In: AAS 23 (1931), S. 285-312.

[65] Pius XI.: Enzyklika Non abiamo bisogno, Nr. 1.

[66] Pius XI.: Pius XI.: Enzyklika Non abiamo bisogno, Nr. 3

[67] Pius XI.: Enzyklika Non abiamo bisogno; Nr. 2

[68] Zitiert nach: Klostermann, Ferdinand: Das christliche Apostolat. Innsbruck (1962), S. 607.

[69] Hamm: Art. Katholische Aktion, S. 168.

[70] Zu den gesellschaftlichen Bedingungen, die zu einer Emanzipation der Laien geführt haben, siehe: Karrer, Leo: Die Stunde der Laien. Von der Würde eines namenlosen Standes. Freiburg (1999).

[71] Neuner, Peter: Die Stellung des Laien in einem sich wandelnden Kirchenbild. In: Demel, Sabine (Hg.): Mehr als nur Nichtkleriker: Die Laien in der katholischen Kirche. Regensburg (2001), S. 35-56; hier: S. 44.

[72] Schatz: Kirchengeschichte der Neuzeit II, S.167.

[73] Neuner: Die Stellung, S. 44.

[74] Vgl. Rademacher, Lorenz: Brennt das Feuer hell? Zum 150. Todestag Vinzenz Pallottis. In: Geist und Leben 73 (2000), Heft 3, S. 210-216; hier: S. 212.

[75] Vgl. Pius XII.: Enzyklika Mystici corporis Christi: In: AAS 35 (1943), S. 200-243; hierzu auch: DH 3800-3822; Bei der deutschen Übersetzung beziehe ich mich auf die kirchlich autorisiere Fassung von: Schäufele, Hermann: Unsere Kirche. Rundschreiben „Mystici Corporis“. Papst Pius XII. vom 29. Juni 1943. Heidelberg (1946).
In der Ausgabe des Denzinger-Hünermann fehlen einige, für den Laien wichtige Aussagen.

[76] Binninger: „Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht, S. 665.

[77] Vgl. Binninger: „Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht“, S. 660-662.

[78] Schäufele: Unsere Kirche, S. 12.

[79] Schäufele: Unsere Kirche, S. 12.

[80] Vgl. Schäufele: Unsere Kirche, S. 43.

[81] lateinisch: „Fessel“

[82] Vgl. Schäufele: Unsere Kirche, S. 44.

[83] Schäufele: Unsere Kirche, S. 41.

[84] Vgl. Schäufele: Unsere Kirche, S. 47.

[85] Schäufele: Unsere Kirche, S. 35.

[86] Schäufele: Unsere Kirche, S. 34.

[87] Vgl. Binninger: „Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht“, S. 664-665.

[88] Binninger: „Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht“, S. 665.

[89] Vgl. Binninger: „Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht“, S. 665-666.

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