Brunner, Max

Brunner, Max

Brunner, Max Joachim Schmiedl / Hans-Peter Lechler Max Brunner (1897-1917) stammte aus Niederbayern und war ab 1911 Schüler im Studienheim Schönstatt. Zunächst skeptisch gegenüber den Bemühungen um organisierte Gemeinschaft, schloss er sich im Dezember 1914 der >>Marianischen Kongregation an und nahm dort bald eine leitende Stellung in der Missions-Sektion ein. Überliefert ist von ihm der...

Bullion, Gräfin Gertrud von

Bullion, Gräfin Gertrud von Joachim Schmiedl Gertraud von Bullion (1891-1930) stammte aus einem alten französisch-deutschen Adelsgeschlecht. Der Vater war Offizier. Gertraud wuchs in Augsburg auf und genoss eine höhere Schulbildung, u.a. in Österreich, Belgien und England. Im Ersten Weltkrieg meldete sie sich freiwillig zum Roten Kreuz. Im Lazarett in Mons kam sie mit der Marianischen...

Bünde

Bünde Gertrud und Norbert Jehle Unter dem Begriff “Bünde” versteht man die Schönstätter Bundesgemeinschaften. Ihre Gemeinschaftsform (>>Schönstatt, Struktur) geht zurück auf die Gründungszeit des SchönstattWerkes (>>Schönstatt, Geschichte). Die >>Marianische Kongregation entwickelte während des Ersten Weltkrieges eine so genannte “Außenorganisation” zum Zweck der Sicherung des religiösen Lebens und Strebens unter den widrigen Umständen des Krieges. Nach...

Bundesspiritualität

Bundesspiritualität Lothar Penners 1. Zur universellen Bundesgeschichte als Heilsgeschichte 2. Zur Gesamtheit des Glaubenslebens oder zur Glaubenswelt 3. Zur dreidimensionalen Frömmigkeit Schönstatts 4. Zu den Leitsternen seiner Pädagogik 5. Zum Menschenbild 6. Zu Schwerpunkten und Ansatzpunkten christlicher Spiritualität 7. Zur Diskussion um Ansätze in der Theologie und ihrer Denkformen In der Bündnis-Spiritualität Schönstatts sind sein...

Bündnispädagogik

Bündnispädagogik M. Erika Frömbgen 1. Inhaltliche Aspekte 1.1. Der marianische Aspekt 1.2. Der Weiheaspekt 1.3. Der Bundesaspekt 2. Methodische Eigenheiten 2.1. Strukturmodell 2.2. Erfahrungsmodell 2.3. Stufenmodell 3. Problemanzeige Der Ausdruck gibt ein Spezifikum im Pädagogikverständnis Schönstatts wieder, das besonders wichtig wird bei der Einführung in die arteigene Spiritualität und die daraus entwickelten Lebensformen und Werthaltungen...

Charisma

Charisma Angel Strada Charisma, vom griechischen Wort „charis“ (Gnadengabe), hat im profanen Sprachgebrauch eine vielfältige Ausformung bis hin zur Verflachung erfahren. P. Kentenich hingegen knüpft an das paulinische Verständnis von Charisma an (Röm 12; 1 Kor 12), das jene Gaben bezeichnet, die der >>Heilige Geist unter den Gläubigen verteilt und sie für die Übernahme verschiedener...

Christusgliedschaft

Christusgliedschaft Hans-Werner Unkel 1. Kurze theologische Zusammenschau 2. Lebensgestaltung aus der Christusgliedschaft 2.1. Christusbezug 2.2. Der gemeinschaftlich-soziale Bezug 2.3. Der geschichtlich-universale Bezug 2.4. Patrozentrische Ausrichtung Das Thema der Christusgliedschaft durchzieht als Botschaft die Zeit vom Beginn der zwanziger Jahre bis 1968. Angeregt wird die Entfaltung der Thematik durch die liturgische Bewegung; in der Veröffentlichung der...

Demut

Demut Herbert King 1. Selbstwertgefühl 2. Zusammenhang der Tugenden Demut spielt in der spirituellen Tradition der Kirche eine wichtige Rolle. Sie ist die Antwort auf die Erfahrung der Geschöpflichkeit, der Grenzen, der Schuld, der Erlösungsbedürftigkeit des Menschen. „Die Demut ist die sittliche Tugend, durch die der Mensch – aufgrund einer über-aus wahren Selbsterkenntnis – sich...

Dinggebundenheit

Dinggebundenheit Hubertus Brantzen Die >>Bindung an die Dinge der Schöpfung gehört für P. Kentenich zu dem, was der Mensch unter dem Ziel und Ideal der >>Werktagsheiligkeit (>>Werkgebundenheit) anstreben soll. Die Dinge der >>Welt und der Schöpfung sind nicht, wie es in der spirituellen Tradition oft verstanden wurde, Hindernisse oder Ablenkungen auf dem Weg zu Gott,...

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Schönstatt-Lexikon ONLINE – Liste der Artikel – Priester- und Bildungshaus „Berg Moriah“

Dreimal Wunderbare Mutter (Mater ter admirabilis)

Dreimal Wunderbare Mutter (Mater ter admirabilis) Joachim Schmiedl Der marianische Ehrentitel Dreimal Wunderbare Mutter geht zurück auf den Begründer der >>Marianischen Kongregation in Deutschland, P. Jakob Rem SJ (1546-1618). Dieser sah in dieser Anrufung der Lauretanischen Litanei eine Zusammenfassung dessen, was von Maria ausgesagt werden kann. Während die Mitglieder des von ihm als Elitegemeinschaft der...

Dresbach, Heinz

Dresbach, Heinz Joachim Schmiedl Heinz Dresbach (1911-1993), Monsignore, arbeitete als Kölner Diözesanpriester zunächst in Ostpreußen. Dort wurde er wegen „staatsfeindlicher und aufreizender Reden“ von der Gestapo gefangen genommen und von Juni 1941 bis zur Auflösung des Lagers 1945 im KZ Dachau inhaftiert. In dieser Zeit wurde er zu einem der engen Mitarbeiter Pater Kentenichs, besonders...

Ehe

Ehe Hubertus Brantzen 1. Eine neue Bewertung der Ehe 2. Weg zur Heiligkeit 3. Eheliche Sexualität 4. Erziehung zur Ehe 5. Ehe als Träger der Seelsorge´ 6. Ehe weitet sich zur Familie 1. Eine neue Bewertung der Ehe Nach Gen 1 ist der von Gott erschaffene Mensch als Mann und Frau Ebenbild Gottes und hat...

Einsiedlertum

Einsiedlertum Wolfgang Maria Götz Pater Kentenich hat das Anliegen des Einsiedlertums während seiner Inhaftierung im Konzentrationslager Dachau in die Schönstatt Bewegung aufgenommen. Der Anstoß dazu ging von den Berichten aus über das Einsiedlertum auf dem Berg Athos. Von da an benutzte er gelegentlich die Wendung: wir müssen „den Berg Athos geistig verarbeiten und äußerlich darstellen“...

Eise, Albert

Eise, Albert Albert Eise Albert Eise (1896-1942) kommt 1910 als Schüler ins kleine Seminar der Pallottiner in Ehrenbreitstein. Bei der Gründung Schönstatts am 18.10.1914 im Kapellchen anwesend. Sein ganzes weiteres Leben ist zuinnerst mit diesem Ereignis und der Person P. Kentenichs verbunden, den er später öfter als „unseren allverehrten Lehrer und Erzieher“ bezeichnete. Nach dem...

Elite

Elite Wolfgang Wackerbauer Nach einem soziologischen Grundgesetz organisieren sich Erneuerungsbewegungen und revolutionäre Veränderungen in Elitekreisen, die als lebendige Zellen in weite Kreise hineinwirken. Sie setzen auf Elite, um die Masse zu erreichen. P. Kentenich verwendet von Anfang an den Begriff Elite nicht im Sinne einer elitären Abgrenzung, sondern eines Dienstes an der Gesamtheit. Darin sieht...

Elternprinzip

Elternprinzip Rudolf Weigand Aus einer ganzheitlichen Sicht vom Menschen (>>Bindungsorganismus) lag P. Kentenich daran, sowohl dem väterlichen wie dem mütterlichen Element in seinen Gemeinschaften einen Platz zu geben. Damit wollte er auf die Erfahrung immer mehr zerfallender Bindungen (>>Wurzellosigkeit) nicht so sehr durch rechtlich-organisatorische Maßnahmen antworten, sondern durch Akzentuierung des seelischen Vorgangs der personalen Bindung....

Engel, M. Emilie

Engel, M. Emilie M. Thomasine Treese (2014) Geboren am 6. Februar 1893 in Husten, Kreis Olpe im Sauerland, wuchs Emilie Engel als viertes von zwölf Kindern in einer bäuerlichen Großfamilie auf. Ihre Eltern legten das Fundament für einen soliden Glauben, für echte Gottes- und Menschenliebe. Doch schon im frühen Alter litt Emilie unter den Vorstellungen...

Engling-Weihe

Engling-Weihe Lothar Penners Josef-Engling-Weihe (oder -Akt) meint in der Schönstatt-Bewegung den Nachvollzug des Lebensangebots, das einer der jugendlichen Mitgründer Pater Kentenichs, Josef >>Engling, gegen Ende des Ersten Weltkrieges an der Front vollzog. Im Weihegebet an Maria hieß es: „… Dein bin ich. Verfüge über mich und das Meinige, ganz wie es Dir gefällt. Wenn es...

Engling, Josef

Engling, Josef Joachim Söder / Joachim Schmiedl (2014) Geboren 05.01.1898 in Prossitten (Prosity). Die selbstverständliche Religiosität seines Elternhauses und der katholischen Enklave des Bistums Ermland im ansonsten protestantischen Ostpreußen prägten ihn früh. In der Vorbereitung auf die Erstkommunion schrieb er sein erstes Tagebuch. Nach Beendigung der Schule äußerte er den Wunsch, Priester und Missionar zu...
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