Pädagogik

Pädagogik

Pädagogik M. Erika Frömbgen 1. Zur Entstehungsgeschichte 2. Die pädagogische Konzeption 3. Didaktisch-methodische Eigenheiten 4. Rückfragen Lesen Sie ergänzend zu diesem Artikel die preisgekrönte Diplomarbeit von Angelika Schüllner: DIE PÄDAGOGISCHEN KONZEPTE VON PATER KENTENICH UND DON BOSCOhttp://www.josef-kentenich-institut.de/diplomarbeiten_jki-preis/diplom_as/index.html Außerdem in tschechischer Sprache die preisgekrönte Diplomarbeit von Veronika Zahrádková: Výchova ke křesťanským ideálům Model schönstattské pedagogiky P....

Pallotti und Schönstatt

Pallotti und Schönstatt Paul Vautier 1. Geschichtliches 2. Grundsätzlich 3. Die in Schönstatt aufgegriffenen Hauptideen Pallottis 3.1. Der Weltapostolatsverband 3.2. Das Laienapostolat 3.3. Universelles Apostolat 3.4. Gelübdelose Gemeinschaft 3.5. Spirituelle Verwandtschaften 1. Geschichtliches Als Josef Kentenich 1899 als Schüler zu den Pallottinern kam, war diese Gemeinschaft in Deutschland als Missionsgesellschaft bekannt. Sie hatte die Mission...

Pallotti, Vinzenz

Pallotti, Vinzenz Paul Vautier 1. Biographisches 2. Werk und Wirkungsgeschichte 3. Spiritualität 1. Biographisches Vinzenz Pallotti wurde am 21.4.1795 in Rom als Sohn eines Kaufmannes geboren. Er wurde Priester, promovierte und arbeitete immer in Rom in verschiedensten außerordentlichen Aufgaben. Dazu gehörten besonders: Repetitor an der Sapienza-Universität, Exerzitien- und Spiritualstätigkeit, Krankenhaus- und Gefängnisseelsorge, Betreuung von Abendschulen....

Pars motrix et centralis

Pars motrix et centralis Joachim Schmiedl „Pars motrix et centralis“ ist ein ursprünglich von Vinzenz >>Pallotti verwendeter Begriff für die Priestergemeinschaft vom Katholischen Apostolat als „bewegender und zentraler Teil“ des >>Weltapostolatsverbandes. Josef Kentenich übernahm diesen Terminus, gab ihm allerdings eine zweifache Bedeutung: „Pars motrix“ bezeichnet den inneren Kern Schönstatts, nämlich die Gemeinschaften der Verbände und...

Partikularexamen

Partikularexamen Hans-Werner Unkel Zum Wesen des Menschen gehört konstitutiv, dass er lebenslang in einem inneren Wachstums- und Reifungsprozess steht. Das Partikularexamen (PE) ist eine psychologisch orientierte Methode, diese Herausforderung der Selbstwerdung konsequent und gezielt anzugehen. Typisch für die Auffassung P. Kentenichs vom Partikularexamen ist sein Ansatz bei den Seelenkräften und die Verbindung mit dem Persönlichen...

Partner

Partner Herbert King 1. Der neue Mensch 2. Autorität und Gehorsam 3. Anwendung auf das Gottesverhältnis 1. Der neue Mensch „Partner“ ist ein häufiges Wort im Vokabular J. Kentenichs. Es gehört zu seiner Sicht des >>neuen Menschen. Dieser ist gekennzeichnet durch >>Freiheit, Selbständigkeit, Selbsttätigkeit und Eigenverantwortung. Das bedeutet nicht nur ein Ideal für den einzelnen,...

Person

Person Herta Schlosser Der philosophisch-theologische Personbegriff ist traditionell geprägt durch die Definition des Boethius – persona est naturae rationalis individua substantia -, frei übersetzt: Eine in sich stehende, individuelle, geistige Wirklichkeit. Jenes konkrete Individuum, das die geistigen Fähigkeiten Erkennen und Wollen besitzt und diese auf sich selbst richtet, ist Person. Selbstvollzug der Person geschieht durch...

Persönliches Ideal (PI)

Persönliches Ideal (PI) M. Erika Frömbgen 1. Zur Erklärungsgeschichte 2. Stellung in der Spiritualität Schönstatts 3. Vergleichende Aspekte Das Persönliche Ideal (PI) ist in der Schönstatt-Spiritualität die geläufige Bezeichnung für die individuell erkannte Zielvorstellung, die das religiös sittliche Bemühen des einzelnen um die gottgewollte Selbstverwirklichung leitet und zugleich gegen Vermassungstendenzen immunisiert. Die Erkenntnis der eigenen...

Pilgernde Gottesmutter

Pilgernde Gottesmutter Johanna-Maria Helmich / Otto Amberger 1. Erklärung 2. Geschichte 3. Internationale Ausbreitung 4. Auxiliar-Bilder 5. Verbreitung 1. Erklärung Die „Aktion der Pilgernden Gottesmutter von Schönstatt“ (Campanha da Mãe Peregrina [Kampagne der Pilgernden Gottesmutter]; andere Bezeichnungen: Schoenstatt Rosary Campaign, Apostolat der Pilgernden Gottesmutter, Projekt Pilgerheiligtum) wurde 1950 durch den Diakon João Luiz >> Pozzobon...

Pluralistische Gesellschaft

Pluralistische Gesellschaft Joachim Schmiedl Seit Anfang der 60er Jahre begegnet bei Kentenich der Begriff Pluralismus als Charakteristikum der gegenwärtigen >>Welt. Er fasst darunter die in der Geschichtswissenschaft als „Auflösung des katholischen Milieus“ bezeichnete Entwicklung, für die er bereits seit den 30er Jahren im Blick auf eine sich verändernde Situation der >>Kirche die Stichworte „Enteuropäisierung“, „Entpolitisierung“,...

Pozzobon, Joao

Pozzobon, Joao Hermann Arendes Initiator der Strömung der >>“pilgernden Gottesmutter“, geboren 12.12.1904 in Ribeirao im Süden Brasilien, gestorben 27.6.1985 in Santa Maria an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Die Großeltern waren 1878 von Norditalien nach Südamerika ausgewandert. 1927 mietete Pozzobon ein kleines Gasthaus in Restinga Seca und heiratete Teresa Turcatto. 1932 zog er nach Santa Maria,...

Praeambula fidei irrationabilia

Praeambula fidei irrationabilia Otto Amberger Den Begriff „praeambula fidei irrationabilia“ übernimmt Kentenich von Linus Bopp. Dieser unterscheidet affektive, aszetische und erfahrungsmäßige „Vor-Erlebnisse“ des Glaubens (praeambula fidei irrationabilia) und sieht sie als wichtige Ergänzung der rationalen „Vor-Erkenntnisse“ (praeambula fidei rationabilia) an. Wurde in der traditionellen Lehre über die „praeambula fidei“ (z.B. Existenz Gottes, Geistigkeit der Seele)...

Praktischer Vorsehungsglaube

Praktischer Vorsehungsglaube Hans-Werner Unkel 1. Begriff 2. Sitz im Leben 3. Theologische Grundlagen 4. Erkenntnis- und Überprüfungskriterien 1. Begriff Begriffsentwicklung: Das Ringen um eine theologische Sprachgestalt des Glaubens an den Gott, der im persönlichen Leben und in der Zeit wirkt, durchzieht das priesterliche Wirken J. Kentenichs von Anfang an. Im Kontext des Zweiten Vatikanums verbindet...

Präsidien

Präsidien Oskar Bühler Auf Welt-, Landes- und Diözesanebene ist jeweils ein Präsidium für Schönstatt als Familie, Werk und Bewegung die hauptverantwortliche Instanz: das Generalpräsidium auf Weltebene, das Landespräsidium auf Landesebene, das Diözesanpräsidium auf Diözesanebene. Diese Struktur ist nach Ländern und Diözesen gegenwärtig noch unterschiedlich ausgeprägt. In den Präsidien haben vorwiegend die >>Verbände und >>Bünde Sitz...

Priesterbild

Priesterbild Angel Strada 1. Drei theologische Hauptzüge: Auserwählung – Weihe – Sendung 2. Zur Priesterspiritualität 2.1. Transparenz 2.2. Ganzheitliche Berufung 2.3. Neue Herausforderungen 2.4. Maria im Leben des Priester Das Priesterbild P. Kentenichs kennt verschiedene Quellen: die eigene langjährige Erfahrung; die geistliche Begleitung zahlreicher Welt- und Ordenspriester sowie Priesteramtskandidaten; die Gründung von zwei Priester-Säkularinstituten und...

Prinzip

Prinzip Lothar Penners Das Denken J. Kentenichs enthält verhältnismäßig zahlreiche Momente, die in irgendeiner Weise auf die Erfassung übergreifender Geltung gerichtet sind: „Prinzipien, Gesetzmäßigkeiten, Grundsätze…“. Mit der Herausstellung solcherart grundsätzlicher Wahrheitsmomente zeigt sich sein Bemühen, der konkreten Lebensgestaltung hilfreiche Orientierungsmarken an die Hand zu geben. 1. Das Denken J. Kentenichs kennt unterschiedliche Typen von Prinzipien....

Provida Mater Ecclesia

Provida Mater Ecclesia Gertrud Pollak Mit der Apostolischen Konstitution Provida Mater vom 2.2. 1947 (veröffentlicht am 14.3. 1947) schuf Papst Pius XII. eine eigene Kategorie zur kirchenrechtlichen Einordnung und Anerkennung der >>Säkularinstitute. Diese sind „Genossenschaften sowohl von Klerikern, wie von Laien, deren Mitglieder zur Erreichung der christlichen Vollkommenheit und zur vollen Ausübung ihres Apostolates die...

Psychologie

Psychologie M. Erika Frömbgen 1. Forschungsansatz und Forschungsbreite 1.1. Forschungsansatz 1.2. Forschungsradius 2. Vergleichsaspekte 3. Forschungsstand Psychologie, bezogen auf Schönstatt, erklärt sich von dem her, was P. Kentenich unter der Prämisse „>>Seele als >>Erkenntnisquelle“ theoretisch und praktisch durch sein Lehren und Handeln konzeptionell entwickelt und in seine Gründung integriert hat. Der größere Teil seiner psychologischen...

Psychologie der Zweitursachen

Psychologie der Zweitursachen Paul Vautier 1. Positives Verhältnis zur Welt 2. Gesamtheit der geschaffenen Welt 3. Aspekte des pädagogischen Anliegens 3.1. Psychologisch fundierte Pädagogik 3.2. Vollendung der Urkräfte 3.3. Bezeichnung der Bindungslehre 3.4. Integration des Religiösen 4. Neudefinition der Stellung zur Welt „Psychologie der Zweitursachen“ (>>Zweitursachenlehre) ist eine zentrale Formulierung P. Kentenichs, um Ansatz und...