KR-2 DE 44

44. Werkzeugsfrömmigkeit – Kennzeichen und Fruchtbarkeit

Die Studie über die „Werkzeugsfrömmigkeit“ entspringt zwar ganz grundsätzlich der Quelle unseres Liebesbündnisses, ist aber auch eine besondere Frucht der Entscheidung P. Kentenichs vom 20.1.1942 und der konkreten Erfahrungen im Konzentrationslager Dachau. Dort ist sie auch im April 1944, also nach zweijähriger Haftzeit, entstanden.
Man wird die Studie – und so auch den vorliegenden Text, der die Kernaussagen des Werkzeugscharakters wiedergibt, fruchtbarer lesen, wenn man sich den Hintergrund des Lagerlebens bewusst macht. In lebensbedrohenden Grenzerfahrungen hat der Mensch kaum eine Möglichkeit, seelisch gut zu überleben – also nicht daran zu zerbrechen -, wenn er nicht irdische Anhänglichkeit loslassen und sich ganz in die Hand Gottes legen und sich seiner Führung anvertrauen kann. Gerade dadurch aber wächst er zu menschlicher Größe und innerer Sicherheit empor. Gott selbst wird in ihm sichtbar und fruchtbar. Sein Leben und seine Gnade kommen so zum Durchbruch.
Die erste Frucht der Entfaltung der Werkzeugsfrömmigkeit zeigte sich sofort im Konzentrationslager. Einen Monat nach der Abfassung der Studie, also im Mai 1944, bildeten sich die beiden Führergruppen unter den Priestern, die sich inzwischen Schönstatt angeschlossen hatten. Beide erwählten spontan die Werkzeuglichkeit als ihr Ideal unter dem Symbol von „Hand“ und „Herz“.
Abbé Haumesser, ein Priester aus dem Elsass, der Kontakt mit P. Kentenichs suchte, hielt ihn auf der Lagerstraße an: „Ob wir wohl je wieder hier herauskommen, Herr Pater?“ P. Kentenich erwiderte spontan: „Das ist doch nicht die Frage. Die Frage ist, ob wir hier heilig werden.“ Diese Grundhaltung P. Kentenichs spiegelt sich wider und ist reflexiv ausgefaltet in der Werkzeugsfrömmigkeit.

Der Text ist entnommen der Dachau-Studie von 1944: Marianische Werkzeugsfrömmigkeit, Vallendar-Schönstatt 1974, S. 3-8, 28-31 und 34-39.


Zunächst einige Gedanken zur Werkzeuglichkeit oder zum Werkzeugscharakter unserer Frömmigkeit als Lebensform. So gesehen hat Werkzeugsfrömmigkeit sechs Eigenschaften. Sie schließt in sich:

1. ganzheitliche Lösung,
2. ganzheitliche Bindung oder vollendet abhängige Hingabe,
3. hochgradige Einsatzbereitschaft oder nimmermüden Erobererdrang,
4. einen ausgesprochenen Parusie- oder Apparitiocharakter,
5. befreiende Gesichertheit,
6. reiche Fruchtbarkeit.

Um diese Eigenschaften recht zu verstehen, erinnere man sich daran, dass ein Werkzeug seinem Wesen nach immer jemanden voraussetzt, der es benutzt, dass es wirksam ist kraft dieser causa principalis efficiens (195) und dass es alle seine Kräfte und Fähigkeiten konzentriert auf ein von der causa principalis bestimmtes und von der causa instrumentalis (196) – wo diese ein mit Verstand und freiem Willen ausgestattetes Wesen ist – vollkommen angeeignetes Ziel richtet. So spricht man mit Recht von einem instrumentum conjunctum d.h. conjunctum totaliter in quantum fieri potest cum causa principali (197); will heißen: von einem möglichst vollkommen mit der causa principalis verbundenen Werkzeug.

[1. Ganzheitliche Lösung]

Von hier aus ist leicht verständlich, weshalb ein freiwirkendes Werkzeug – wie in diesem Fall der Mensch als animal rationale (198) – kraft seines Werkzeugscharakters ernst ringen muss um ganzheitliche Lösung von sich selber, vornehmlich vom kranken Eigenwillen. Wo Eigenwilligkeit lebendig ist, hört das Werkzeug auf, von der causa principalis abhängig zu sein, um sich willig von ihr lenken und leiten zu lassen zu allen Aufgaben und Zielen, wofür sie es vorgesehen hat und benutzen will.

Causa principalis ist und bleibt letzten Endes für uns immer Gott. Um für ihn immer vollkommen als Werkzeug zur Verfügung zu stehen, ringen wir mit allen Mitteln um eine heilige Indifferenz allem Geschaffenen gegenüber. Diese ist aber nur erreichbar durch ein liebebeseeltes agere contra (199) oder durch eine positive allgemeine Voreinstellung für Schweres und Schwerstes, wie es in der Inscriptio zum Ausdruck kommt und im praktischen Alltagsleben sich auswirkt, nicht bloß durch geduldiges, sondern auch durch freudiges Bejahen und Ertragen von Kreuz und Leid oder durch Liebe zur Verachtung oder praktische Kreuzesliebe.

Füglich sind wir erst seit dem vollen Ernstmachen mit der Inscriptio genügend leer von uns, um von Gott gefüllt um von ihm für seine Zwecke benutzt zu werden. Und alles, was uns abhält vom Leben und Wirken aus Inscriptio, löst und trennt uns in demselben Maße von Gott, hindert das Einströmen seiner Kraft und Gnade ins Werkzeug und das volle, uneingeschränkte Ja zu seiner Zielsetzung.

Weil unser Eigenwille, das größte Hindernis für unseren Werkzeugscharakter, nur durch liebebeseelten vollkommenen Gehorsam gebrochen werden kann, ergeben sich von selber Bedeutung und Stellung des Gehorsams im Rahmen der Werkzeugsfrömmigkeit. So wird es auch verständlich, weshalb wir auf diesen familienhaften Gehorsam so außerordentlich viel Gewicht legen und ihn, nachdem wir einmal durch die Verpflichtung zur Beharrlichkeit Glied und Kind der Familie geworden sind, als einzige juridische Bindung in der Familie eingebaut haben und pflegen.

[2. Ganzheitliche Bindung]

Wir lösen uns von allem kranken Eigenwillen und der Ichversklavung des Herzens, um uns ganz Gott und seinen Wünschen hinzugeben, wie sie uns in Wunsch und Willen der Kirche und unserer Vorgesetzten, in Hinweisen unserer heiligen Satzungen und Gebräuche kundwerden. Füglich hängen wir nicht an einer Einzelaufgabe als solcher, mag es sich um Anbetung, Erziehung und Unterricht innerhalb oder außerhalb der Familie, um Seelsorgshilfe oder Familienpflege, um Paramentik oder schriftstellerische und künstlerische Tätigkeit, um Diaspora oder Mission handeln: Unser inneres Lebensgesetz ist und bleibt das Gesetz der Liebe, das sich jeden Augenblick wirksam und echt erweist durch vollkommenen Gehorsamsgeist und vollendete Gehorsamstat.

Das freie Werkzeug ist aber, eben weil es Werkzeug ist, angewiesen auf die Kraft und Gnade des lebendigen Gottes, der das Werkzeug für seine Zwecke gebrauchen will. Es ringt deswegen unentwegt um eine dauernde, tiefgreifende Vermählung zwischen der eigenen, schwachen, von Gott gegebenen Kraft und der Gnade Gottes. Hat diese Vermählung einen entsprechenden Grad erreicht, kann es mit Paulus sprechen: „Alles kann ich in dem, der mich stärkt.“ (200)

Daraus erklärt sich der Zug des freien Werkzeuges zum Gebet und zum Sakramentenempfang. Hier liegt die unerschütterliche Siegesgewissheit des vollkommenen Werkzeuges begründet. Augustinus sieht recht, wenn er erklärt: „Wer am Antlitz des Allmächtigen hängt, fürchtet nicht das Antlitz der Mächtigen dieser Welt.“ Eine tiefe Lebensweisheit steckt hinter dem Worte: „Das Gebet hat einen langen Arm“, oder in der Prägung: „Der Mensch, der mit Gott verbunden ist, repräsentiert die stärkste Großmacht, die größte Partei.“ Vom Werkzeugsgedanken aus verstehen wir auch das Wort des Heilandes: „Der mich gesandt hat, lässt mich nie allein. Er ist allezeit bei mir, weil ich immerdar tue, was ihm wohlgefällt.“ (201)

Das gottgesandte und gottbenutzte Werkzeug verbindet in wundersamer Weise Vertrauen und Eigentätigkeit, Demut und Hochgemutheit, Hochherzigkeit. Wegen der ständigen, kraftvollen Verbindung mit Gott ist es ein Meister und Heroe des Vertrauens, des Wagemutes und der Hochherzigkeit; weil Gott es frei geschaffen hat, mit eigenen Fähigkeiten, wird es nicht müde, diese kraftvoll in den Dienst Gottes zu stellen. Und weil es bei allen gelungenen Werken sich bewusst ist, dass Gott die causa principalis, es selber aber nur causa instrumentalis (202) gewesen ist, bleibt es bei allen, auch den größten Erfolgen zwar still vergnügt, aber auch abgrundtief demütig. Es weiß ja, was es sich selber und was es Gott zuzuschreiben hat. Fehler und Sünden machen es nicht mutlos. Das sind ja alles nur „Kräutlein aus dem eigenen Garten“. Sie drängen erneut und vertieft in die Arme Gottes, hin zur Vermählung der eigenen Schwachheit mit der Kraft und Gnade Gottes und damit zur Beseelung des Werkzeugsbewusstseins.

[3. Hochgradige Einsatzbereitschaft]

Als dritte Eigenschaft der Werkzeugsfrömmigkeit haben wir namhaft gemacht: hochgradige Einsatzbereitschaft oder nimmermüden Erobererdrang. Öfter schon war die Rede davon. Hier muss ausführlicher darauf eingegangen werden.

Die Dogmatik lehrt: Gott will, dass alle Menschen selig werden, und der Heiland ist für alle gestorben. Der aber, der uns erschaffen und erlöst hat ohne uns, will uns nicht heilig machen ohne unsere Mitwirkung. In diesem Sinne ist bei uns das Wort geläufig: „Nichts ohne uns!“ Das Christentum ist eine Erlösungsreligion. Christus ist der Welterlöser, er verlangt aber für die subjektive Erlösung der einzelnen unsere Mitwirkung. Er braucht Werkzeuge, die er hinaussendet, so wie er vom Vater gesandt worden ist. „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch“ (203).

Das Werkzeug in der Hand Gottes muss deswegen nach dem Vorbild des Heilandes ausgestattet sein mit Einsatzbereitschaft für das Reich Gottes in uns und um uns, d.h. für eine tiefe Liebesvereinigung mit Gott, sowohl beim Werkzeug selber als auch bei den Mitmenschen zur Verherrlichung des Dreifaltigen. Gerade durch diese seelenerobernde Einstellung, durch dieses nimmermüde Ringen um Verherrlichung Gottes erhält, wie bereits dargestellt, die Werkzeugsfrömmigkeit einen ausgeprägt theozentrischen Charakter. Nach der Uridee Gottes von unserer Familie genügt es aber nicht, die einzelnen Seelen gradmäßig zur Liebesvereinigung mit ihm zu bringen; diese Liebe soll sie auch gleichzeitig wecken und antreiben, ihrerseits wieder apostolisch tätig zu sein und neue Apostel zu werben.

[4. Ausgesprochener Parusie- oder Apparitiocharater (204)]

Wer als vollkommenes Werkzeug in der Hand Gottes lebt und strebt, d.h.: Wer sich ernst bemüht um ganzheitliche Lösung von sich selber und um ganzheitliche Bindung an Gottes Willen, an seine Person und seine Kraft sowie um hochgradige Einsatzbereitschaft für seine Ziele, in dem prägt sich früher oder später die vierte Eigenschaft der Werkzeugsfrömmigkeit von selber aus: ihr ausgesprochener Parusie-oder Apparitiocharakter. Wer – soweit es einem begnadeten Geschöpfe möglich ist – so als vollkommenes Werkzeug in der Gotteswelt lebt und mit Gott verbunden ist, in dem nimmt Gott mehr und mehr, richtig verstanden, Gestalt und Form an. Er wird eine Gotteserscheinung in dieser Welt oder – wie bei uns der geläufige Ausdruck heißt – eine „Marienerscheinung“. Der Heiland konnte von sich sagen, freilich im Vollsinn des Wortes: „Wer mich sieht, der sieht den Vater“ (205). So kann auch – allerdings in sehr eingeschränktem und übertragenem Sinne – das vollkommene rein menschliche Werkzeug von sich sagen: Wer mich sieht, der sollte in mir Gott, Christus, die Gottesmutter wiedererkennen können.

Denken Sie an den Pfarrer von Ars und an das Wort, das der ehemalige Gegner des Pfarrers, nachdem er ihn kennengelernt und beobachtet, gesagt hat. Es trifft das was hier gemeint ist: „Seid still! Ich habe Gott in einem Menschen gesehen.“ (206)

Möge man Ähnliches auch von uns sagen können im Bezug auf die Gottesmutter. Wir wollten ja von jeher handelnde und wandelnde Marienerscheinungen, Marienbilder sein. In dem Ausmaße, als wir es sind, dürfen wir uns als lebendige Gottesbilder und Christusbilder ansprechen.

[5. Innere Freiheit und vielgestaltige Gesichertheit]

Seitdem wir Blankovollmacht und Inscriptio gemacht haben, leben wir in einer Welt der inneren Freiheit und vielgestaltigen Gesichertheit, wie sie mit der vollkommenen Werkzeugsfrömmigkeit wesentlich verbunden ist. Was unsere innere Freiheit stört, ist bis in die feinsten Regionen unseres unterbewussten Seelenlebens hinein durch die Inscriptio entfernt. Sie hat uns frei gemacht von uns selber, damit wir vollständig frei für Gott und Gottes Werk werden, wenigstens der Grundeinstellung und dem ernsten Wollen und Streben nach. Dass das ichsüchtige Herz sich immer wieder neu in sich selber verfängt und versklavt, dass sich im Lichte Gottes immer neue geheime und unheimliche Schichten unseres Seelenlebens erschließen, die uns feinere Windungen des Herzens und seine Ichverstrickungen offenbaren, ist kein Beweis gegen die Echtheit der Inscriptio. Es gibt uns nur Gelegenheit, wachen Blickes und mit ernstem Wollen uns im Geist der Inscriptio jeweils neu zu entscheiden für den vollen Werkzeugscharakter unserer ganzen Persönlichkeit. Und jede neue Entscheidung bedeutet gleicherweise ein entsprechendes Wachstum an innerer Freiheit. Äußere Sklavenketten mögen empfindlich schmerzen, sie sind ein Kinderspiel gegenüber innerer Versklavung. Innere, wahre Freiheit ist nicht nur möglich bei äußerer Unterjochung und Unterdrückung. Bei großen Seelen, die sich bemühen um den vollkommenen Werkzeugscharakter ihres Seins, wachsen nicht selten in solcher Situation innere Freiheit und Fröhlichkeit in unerwartetem Maße.

Ähnliches darf wiederholt werden von der vollkommenen Gesichertheit in Gott. Das vollkommene Werkzeug ist ja so vollendet im Geiste der Inscriptio an Gott gebunden, dass das Zerreißen, der Verlust aller sekundären Lebenssicherungen und -gesichertheiten um so mehr die „Pendelsicherheit“, die Sicherheit in unserem „Urnest“ vertieft und gewährleistet. Recht viele aus unseren Reihen mögen gegenwärtig dafür als klassisches Beispiel angesprochen werden. Mag die Natur vorübergehend auch erzittern und erbeben, wenn uns wieder eine Scholle unter den Füßen weggenommen oder eine irdische, weltliche Sicherheit abgeschnitten wird. Das vollkommene Werkzeug im Geiste der Inscriptio hat sich schnell wieder für Gott entschieden und ist bewusst in seine Urheimat, ins Herz Gottes hineingeflüchtet. Dort ist es geborgen und gesichert wie nirgends auf der Welt. Niemand meint es ja so gut mit ihm wie Gott, und niemand ist wie er fähig und gewillt, alles Unangenehme und Böse zu seinem Besten gereichen zu lassen. Doch das sind Gedanken, in denen wir ganz heimisch sind, weil wir sie Tag für Tag erleben. Hier genüge es, lediglich auf ihren Zusammenhang mit dem Werkzeugsgedanken hingewiesen zu haben.

[6. Reiche Fruchtbarkeit]

Dasselbe gilt von der reichen Fruchtbarkeit der Werkzeugsfrömmigkeit. Das Werkzeug in der Hand Gottes will ja nur eines: Gott freien Raum machen und machen lassen für seine Fruchtbarkeit. Deshalb sein ernstes Ringen um vollendete Lösung von sich selber, weil allein die Eigenwilligkeit Gott und seiner Wirksamkeit den Raum versperrt. Das haben wir ungezählt viele Male an uns selber erfahren. Seitdem wir einzeln und als Familie – wir, in denen das Werkzeugsbewusstsein als tiefverwurzeltes und vielgestaltig lebendiges Lebensgefühl wirksam ist – die Inscriptio gemacht haben, ist wenigstens der Grundeinstellung nach das große Hindernis für Gottes Fruchtbarkeit unter uns beseitigt. Darum erwarten wir mit gläubiger Sicherheit, dass er uns nun auch ungehindert für seine Zwecke in reichem Maße gebraucht. Als Werkzeuge wollen wir ja nur das, was er will, deswegen auch nur die Fruchtbarkeit, die er uns zugedacht hat. Deshalb schauen wir mit großer Freude und Zuversicht in eine menschlich ungesicherte, dunkle und verworrene Zukunft, nur mit der einen Sorge beladen, die Aufgabe, die die Inscriptio uns als Gottes Werkzeugen auferlegt, jeden Tag neu in Angriff zu nehmen und in der Kraft des Heiligen Geistes vollkommen zu lösen. Alles andere ist und bleibt für uns Nebensache. Je dunkler die Zeit wird und je mehr wir in ihr Gewirr hineingezogen werden, umso vertrauensvoller machen wir die in der Inscriptio liegenden unbeschränkten Liebesansprüche geltend.

[Schlussfolgerung]

Aus allem ergibt sich, wie alles Große, was in Familie und Einzelseele geworden, mit dem Werkzeugsgedanken in Verbindung steht, aus ihm herausfließt und in ihn einmündet. Es ist darum nicht schwer, auf die Werkzeugsfrömmigkeit als Lebensform ein hellklingendes Loblied zu singen.


Schönstatt-Lexikon Online: Werkzeugsfrömmigkeit

(195) (Gott als) die Haupt-Wirkursache
(196) (Der Mensch als) werkzeugliche Wirkursache
(197) (Der Mensch als) Werkzeug, das ganz und gar – soweit als eben möglich – mit (Gott als) der Hauptwirkursache verbunden ist.
(198) Geistbeseeltes Lebewesen
(199) Handeln gegen naturhafte Neigung
(200) Phil 4,13; vgl. auch 2 Kor 12,9; 13,4; Col 1,29; Jes 40,28-31.
(201) Jo 8,29.
(202) Erstursache und werkzeugliche Ursache
(203) Jo 20,21
(204) „Parusie“ ist der Fachausdruck für die Wiederkunft Christi am Ende der Zeit; „apparitio“ ist das lateinische Wort für Erscheinung, Sichtbarwerdung. Gemeint ist das Aufscheinen der Übernatur im menschlichen Werkzeug.
(205) Jo 12,45; vgl. auch Jo 14,7-9.
(206) Siehe: Werktagsheiligkeit, Seite 14: „Es wird erzählt, dass einige gelehrte Spötter in Paris, die vom Leben und Treiben des Pfarrers von Ars hörten und so viele Menschen zu ihm pilgern sahen, miteinander vereinbarten, einer solle hingehen, alles selbst ansehen und dann das, was er dort erlebt, den andern zum besten geben. Es ging also einer hin nach Ars, kam aber ganz still und gedankenvoll zurück und wies alle Neugier und Lästerrede der Freunde ab mit den Worten: ‚Seid still, ich habe Gott in einem Menschen gesehen!‘„

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