KR-1 DE 12

12. Der Gründungsvorgang – vorsehungsgläubig gesehen

Die Studie “Schlüssel zum Verständnis Schönstatts” wurde im Jahre 1951 geschrieben. Der apostolische Visitator, P.Sebastian Tromp, SJ hatte P.Kentenich all seiner Ämter enthoben, und so musste der Gründer am 22.Oktober 1951 Schönstatt verlassen. Er begab sich in die Schweiz, wo er einige Wochen im Prämonstratenserinnenkloster Berg Sion bei Uznach verbrachte. Dort schrieb er diese Studie, die P. Augustin Bea, dem Konsultor des “Heiligen Offiziums” (heute Glaubenskongregation), einen Verständniszugang zu Schönstatt eröffnen sollte. Die Studie versucht, eine Orientierung zu geben in dem verwirrenden Geflecht von Anschuldigungen und Anklagen: aus vorsehungsgläubiger Sicht.
Die Zielstellung des “neuen Menschen in der neuen Gemeinschaft“ durchzieht als Leitlinie den folgenden Text.
P. Kentenich bezeugt, dass die Idee vom neuen Menschen in der neuen Gemeinschaft ihm “eingeboren” war. Sie entstand in ihm, ohne dass er genau sagen könnte, wann und aus welchem Anlass sie in sein Bewusstsein trat.
Mit der Ernennung zum Spiritual im Studienheim in Schönstatt (Oktober 1912) erkannte er, dass jetzt die Zeit gekommen sei, diese eingeborene Idee zu verwirklichen. Die Umsetzung in die Praxis konnte nur in konkreten geschichtlichen Prozessen geschehen. Geschichte war aber für ihn innerlich verbunden mit der göttlichen Vorsehung. Geschichtliche Vorgänge verstand er als “Wettlauf zwischen göttlicher Führung and menschlicher Fügsamkeit”.

Der abgedruckte Text stammt aus der Studie “Schlüssel zum Verständnis Schönstatts”, veröffentlicht in: Texte zum Verständnis Schönstatts, Vallendar-Schönstatt 1974, 185-206.


So wird die Schönstattgeschichte zu einem Wettlauf zwischen göttlicher Führung durch das Gesetz der geöffneten Tür und menschlicher Fügsamkeit, zu einem spannungsreichen heiligen Spiel zwischen verschwenderischem göttlichem Liebeswerben und hochgemuter menschlicher Liebesantwort, zu einem Drama hochherziger göttlicher Wegweisung und -bereitung und menschlicher wagemutiger Wegbeschreitung. Alles aber dient nur einem Ziel: der stückweisen Entschleierung und Verwirklichung des geheimen göttlichen Planes, der durch Schönstatt der großen Idee vom neuen Menschen in der neuen Gemeinschaft mit universellem apostolischem Einschlag eine ganz bestimmte konkrete Form geben will. So – und nicht anders – ist alles geworden: das Kleinste und das Größte. Nichts, gar nichts verdankt menschlicher Willkür, eigenwilligem menschlichem Planen seinen Ursprung. Zu Millionen und Millionen mag Gott zur selben Zeit in ähnlicher Weise gesprochen und seinen Willen kundgetan haben … Sie mögen auch eine Antwort gegeben haben. Der Unterschied dürfte darin bestehen, dass wir uns als Pfadfinder aufgefasst und alle Ereignisse bewusst als langsame Enthüllung einer großen göttlichen Gesamtplanung gedeutet und erwidert haben … „Es steht im Plane!“ Das Wort wurde mit der Zeit ein stehender Ausdruck mit gefülltem, mit geladenem Inhalt, der allen Ereignissen im eigenen Leben, in der Familien- und Weltgeschichte eine ganz persönliche Note, den Charakter eines warmen, weckenden göttlichen Anrufes gab. „Vox temporis vox Dei“ (29) wurde unser Lieblingsmotto. Und je mehr wir Zeitenstimmen als Gottesstimmen und Gotteswünsche auslegten und behandelten, desto weniger traf uns der Vorwurf des Herrn: „Die Zeichen in der Natur wisst ihr zu deuten, nicht aber die Zeichen am Himmel der Zeit.“ (30)

Versuchen wir zunächst die äußere Struktur, das äußere Gesicht Schönstatts aus dieser Zielstellung verständlich zu machen. Jeder Zug, jede Falte, jedes Teilchen trägt die Inschrift: geworden nach dem Gesetz der geöffneten Tür.

Erstmalig öffnete sich diese Tür zur Zeit, als der Spiritual des neu entstandenen Schönstatt seinen programmatischen Antrittsvortrag hielt, der in die Geschichte als Vorgründungsurkunde eingegangen ist. Es war im Oktober 1912. Herbststürme durchbrausten nicht nur die Natur, sondern auch die Studienanstalt. Eine öffentliche Gehorsamskrise, eine Revolution war unter den Schülern ausgebrochen. Der Spiritual fasste sie auf als „ostium apertum magnum et evidens“(31) 3, durch das vor allem der neue geistbeseelte und idealgebundene Mensch vornehmlich unter dem Titel wahrer Freiheit Einlass verlangte, ohne die Idee der neuen Gemeinschaft mit universalem apostolischem Einschlag ganz außer acht zu lassen. Das beweist schon der Wortlaut des Programms. Es ist richtunggebend geworden und geblieben für alle Stadien der folgenden Entwicklung. Es gleicht einem Saatkorn, in dem die vollendete Blume keimhaft angelegt ist. „Wir wollen lernen, unter dem Schutze Mariens uns selbst zu erziehen zu freien, starken, priesterlichen Charakteren …“ Die beigefügte Erklärung des Programms bleibt länger beim ersten Leitstern stehen, macht aber auch unmissverständlich auf die beiden andern aufmerksam.

Die Idee von der wahren Freiheit hat uns nie mehr losgelassen. Sie wurde zur Kernfrage unserer Geistigkeit. Es ist nicht zufällig, wenn etwa 30 Jahre später ein im Gefängnis in Koblenz entstandenes Lied spontan singt:

„So stehn wir heut geschlossen,
aus Gottes Lieb gegossen
und kämpfen unverdrossen
mit allen Satanssprossen,
dass neue Menschen werden,
die frei und stark auf Erden
in Freuden und Beschwerden
wie Christus sich gebärden“ (32).

Deutlich kehren die Kerngedanken der Vorgründungsurkunde wieder, ohne dass bewusst darauf Bezug genommen wurde.

Erziehung zur wahren Freiheit und Kraft blieb das große Anliegen Schönstatts. Schon 1912 kämpfte es gegen den Massenmenschen an. Auch der Ausdruck war uns damals bereits geläufig. Zwei Jahrzehnte später hat er sich allgemeines Bürgerrecht zur Bezeichnung des bolschewistischen oder Kollektivmenschen erworben, der alle gottgewollten Bindungen – an die Scholle, an Personen, an Gott – leugnet und zerreißt …

Im Konzentrationslager zu Dachau fanden die großen Erziehungsideale der Familie einen Niederschlag im Heimatlied. Eine Strophe besingt die Idee der liebebeseelten Freiheit:

„Kennst du das Land, dem Himmel gleich,
das heiß ersehnte Freiheitsreich:
Wo Großmut, Schicklichkeitsempfinden
den Zug nach unten überwinden;
wo Gottes leise Wünsche binden
und freudige Entscheidung finden;
wo nach der Liebe Grundgesetzen
sie allseits siegreich durch sich setzen?
Dies Wunderland ist mir bekannt,
es ist im Taborglanz die Sonnenau,
wo unsere Dreimal Wunderbare Frau
im Kreise ihrer Lieblingskinder thront
und alle Liebesgaben treulich lohnt
mit Offenbarung ihrer Herrlichkeit
und endlos, endlos reicher Fruchtbarkeit:
Es ist mein Heimatland, mein Schönstattland“ (33)!

In der Verfolgungszeit wurden viele Sklavenketten in Lagern und Gefängnissen freiwillig und freudig getragen, um der Familie die wahre Freiheit zu erflehen. Wie oft ist damals der Vorsatz erneuert worden:

„Gern trag ich ewig düstere Sklavenketten,
um die Familienfreiheit zu erretten“ (34).

Als Frucht der ungezählt vielen Opfer aller Art – darunter waren auch ernste Lebensangebote – wuchs die Hoffnung, dass Gott in seiner Güte der Gemeinschaft insgesamt für alle Zeiten das hohe Gut der Freiheit der Kinder Gottes schenken wolle. Dabei hatten wir nicht zuletzt die gelübdelosen Gliederungen im Auge. Sie sind ja wegen ihrer Struktur der Gefahr ausgesetzt, auf halbem Wege stehenzubleiben, Freiheit mit Freizügigkeit zu verwechseln und im Wettstreit mit gelübdefreudigen Gemeinschaften die Palme der Ganzhingabe zu verlieren.

Wahre Freiheit ist ein Kernstück unserer Geistigkeit. Darum hat sie uns alle Jahre hindurch beschäftigt. Sie wird es auch in Zukunft tun. Nicht umsonst hat das Gesetz der geöffneten Tür uns gleich am Anfang nachdrücklich im Zusammenhang mit dem Gehorsam darauf aufmerksam gemacht. Liebebeseelter Gehorsam macht frei. Gerade die gelübdelosen Schönstattgemeinschaften können den Gehorsam in allen Stufen als Ausdruck der Freiheit und als Mittel dazu nicht hoch genug einschätzen und nicht oft und ernst genug betonen. Und sollten wir je den Wink vergessen, so lässt Gott uns keine Ruhe. Der Bolschewismus mit seinen Vermassungsgefahren ist ein ständiger wirksamer Richter und Mahner.

Wir kehren zurück zum Oktober 1912. Es dauerte nicht lange, und es wurde zum zweiten Male die Tür geöffnet: diesmal im Interesse der neuen Gemeinschaft.

Damals entstanden in der studierenden Jugend allenthalben Missionsvereine. „Vox temporis est vox Dei“. Es kam hinzu, dass die Pallottinerschüler später Missionare werden sollten. Was lag da näher, als zuzugreifen. Die Form eines Vereines war zwar für unsere Internatsverhältnisse etwas Ungewohntes. Sie gab aber Gelegenheit, das Ideal der neuen Gemeinschaft zu vertiefen: die inneren Beziehungen zueinander zu knüpfen und die Verantwortung für ein gemeinsames Ziel zu wecken. Es trat Januar 1913 der Verein ins Leben: es geschah nicht durch Bestimmung und Befehl, sondern auf dem Weg der Bewegung: durch selbständige persönliche Entscheidung und Abstimmung.

Auch der Gemeinschaftsgedanke hat uns nie mehr verlassen. Wir erfuhren durch einen Schüler, dessen Bruder bei den Jesuiten in Mariaschein studierte, von der dortigen Studentenkongregation. Ein neues Signal der Vorsehung, das uns erstmals auf eine Gemeinschaftsform aufmerksam machte, die das Gemeinschaftsband übernatürlich knüpft und verknüpft, gesicherte Gelegenheit bietet für persönliche Selbsttätigkeit, um so zur Selbständigkeit der Persönlichkeit emporzuwachsen, den Sinn für das Apostolat pflegt und in den Vordergrund die Gottesmutter stellt. Die Umformung des Vereins in die Kongregation erfolgte wiederum auf dem Bewegungsweg, diesmal unter heftigen Kämpfen. Der feierliche Akt erfolgte im April 1914. Damit war eine Tür geöffnet, die nie mehr zuschlug, die uns in ein Zimmer wies, in dem wir bald heimisch wurden, das wir uns mit der Zeit auf Gottes Wunsch und Wink so einrichteten, dass daraus nach Jahren eine eigene große Wohnung wurde: die Apostolische Bewegung von Schönstatt. Die in der Kongregation üblichen Maienblüten wurden im Laufe der folgenden Jahre das Signal für die schriftliche Kontrolle der geistlichen Tagesordnung. Schon 1912/13 hatte eine kleine Broschüre darauf aufmerksam gemacht. Die Broschüre hat den Titel: „Die drei Mittel zur Rettung der Jugend“. Als erstes Mittel war diese Kontrolle angegeben. Das zweite war Anschluss an einen ständigen Beichtvater. Pallottis Lehre und Leben machte auf denselben Punkt aufmerksam. Daraus wurde später die monatliche Rechenschaft über die geistliche Tagesordnung an den ständigen Beichtvater oder Seelenführer. So haben die äußeren Formen der Selbstheiligung, zu denen Verbände, Bünde und Mitglieder der Liga verpflichtet sind, sich aus unscheinbaren Anfängen nach dem Gesetz der geöffneten Tür eingebürgert. Dass später tiefere psychologische und metaphysische Zusammenhänge und Einsichten hinzukamen und das Gebäude stützten und tragfähig machten, ist selbstverständlich. Es hat sich bei uns nie um bloß äußerliche Annahme eines Winkes gehandelt, wir haben ihn jeweils schöpferisch verarbeitet. Wir taten das, weil wir ihn immer mit einem derartigen Auftrag behaftet sahen. Sonst wären wir ja nie zur Entdeckung und Verwirklichung eines großen Gesamtplanes gekommen …

Der marianische Gedanke wurde durch die Kongregation ein viertes Mal signalisiert und eingeprägt: das erste Mal geschah es durch das Erbgut, das alle von Hause mitbrachten, das zweite Mal durch Pallotti, das dritte Mal durch genannte Broschüre, später geschah es ein fünftes Mal durch Grignion von Montfort. Wir hätten taub sein müssen, wenn wir diese deutliche Sprache nicht verstanden hätten. Nicht nur einmal wurde die Tür geöffnet, es geschah fünfmal schnell hintereinander. Wir ließen uns führen bis die Gottesmutter als Dreimal Wunderbare Mutter und Königin von Schönstatt ihren Einzug in ihr Heiligtum hielt, der Schatz in Schönstatts Friedensau und die Großmacht in der Familiengeschichte wurde.

Wie das alles kam? Alles nach dem Gesetz der geöffneten Tür.

Im August 1914 war der erste Weltkrieg ausgebrochen. Er wurde für uns überaus reich an Verlautbarungen des göttlichen Willens und an Entschleierungen seiner geheimen Pläne, so dass wir am Ende – es war 1918 – klaren Einblick und damit eine feste Marschroute hatten.

Im Anfang stehen zwei Ereignisse, die unmittelbar nichts mit dem Krieg zu tun haben, in ihrer eindringlichen Sprache uns aber in den Stand setzten, seine Signale zu verstehen und zu beantworten. Es handelt sich um zwei unscheinbare Schriftstücke. Das erste war ein kurzer Artikel in der „Allgemeinen Rundschau“ von P. Cyprian Fröhlich (35). Er berichtet in einigen Zügen die Entstehungsgeschichte des in Italien berühmten Wallfahrtsortes Valle di Pompei. Bartolo Longo gründete dort auf den Trümmern der alten heidnischen Stadt zwei große Anstalten für Waisenmädchen und Sträflingskinder und eine große Wallfahrt … Der Berichterstatter fügt bei: „Wie dies alles geschah? Ja das ist eben das Wunder. Hätte die Madonna di Pompei nicht unwiderlegliche Wunder gewirkt, so wäre es das größte Wunder, dass ein unbekannter Advokat nach dem Jahre 71 in dem modernen Italien auf den Trümmern einer heidnischen Stadt einen Wallfahrtsort gründen konnte“ (36).

Wo der Vorsehungsglaube in Fleisch und Blut übergegangen, wo er gleichsam zur zweiten Natur geworden ist, sieht er sich überall – auch bei den geringfügigsten Gelegenheiten – von kleinen Gottesboten und -botschaften umgeben. Bonaventura nennt sie nutus Dei. Sankt Augustinus manutergium Dei (37). Die Verkündigungsszene wiederholt sich im übertragenen Sinne ungezählt viele Male und erwartet wie im Kämmerlein zu Nazaret ebenso häufig ein Nachdenken: Maria dachte nach, was das für ein Gruß sei; ein Fragen: wie soll das geschehen; dann ein herzhaftes Jasagen: „Ecce ancilla Domini, fiat mihi secundum verbum tuum“ (38). So auch hier. Sofort stand die Frage auf: könnte es nicht „im Plane“ liegen, die Gottesmutter zu bewegen, sich ähnlich wie in Pompei hier im alten Michaelskapellchen, das ein Abstellraum für alte Gartengeräte geworden war, niederzulassen, nicht aber so sehr, um Wunder in der natürlichen Welt zu wirken, sondern vielmehr in der übernatürlichen Ordnung: Wunder der seelischen Wandlung, der seelischen Beheimatung und der Fruchtbarkeit – so wie Pallotti sich ihre Tätigkeit dachte, als er das Wort prägte: Sie ist der große Missionar; sie wird Wunder wirken: also als die große Volkserzieherin, als die Gründerin und Leiterin einer Erneuerungs-, einer Erziehungs- und Apostolatsbewegung und dabei Schönstatt und alle Schönstattkinder als Werkzeug zu benutzen.

Man beachte den Fortschritt im Gedankengang und in der göttlichen Strategie. Die Vorgründungsurkunde stellt die Selbsterziehung in den Vordergrund und erwählt die Gottesmutter zur Schutzherrin; die marianische Kongregation verschiebt den Akzent, sie rückt die Gottesmutter stärker ins Blickfeld; nach dem mutmaßlichen neuen Plan Gottes sollte die Gottesmutter ganz stark als Dauerhelferin des Herrn beim Erlösungswerk schlechthin als die Erzieherin in den Mittelpunkt treten und die begonnene Selbsterziehung als Vorbedingung für ihre Tätigkeit von Schönstatt aus verlangen, inspirieren und durch ihre weise Erziehungsarbeit krönen. Am 18. Oktober 1914 wurde die Idee der jungen Schar im Kapellchen vorgelegt, das inzwischen menschenwürdig hergerichtet worden war. Die Worte, mit denen es geschah, werden heute Gründungsurkunde genannt, der 18. Oktober gilt als Gründungstag, und der 18. jeden Monats wird überall in der Welt, wo Schönstatt heimisch geworden, in diesem Sinne feierlich begangen …

In der Gründungsurkunde ist nur die Rede von „Wundern der Gnade“ und von „Schätzen“, die die Gottesmutter hier austeilen will. Sie hat die Form eines Liebesbündnisses: „Ego diligentes me diligo … Beweist mir, dass ihr mich wirklich liebt, … dann will ich mich unter euch niederlassen und reichlich Gaben und Gnaden austeilen… dann will ich künftig von hier aus die jugendlichen Herzen an mich ziehen, sie erziehen zu brauchbaren Werkzeugen in meiner Hand“. Der Beweis der Echtheit der Liebe soll in ernster Selbstheiligung, in kraftvoller Selbsterziehung im Dienst der Gottesmutter und des Apostolates bestehen: „Diese Selbstheiligung verlange ich von euch. Sie ist der Panzer, den ihr anlegen, das Schwert mit dem ihr für eure Wünsche kämpfen sollt. Bringt mir fleißig Beiträge zum Gnadenkapital: Erwerbt euch nur durch treue und treueste Pflichterfüllung und eifriges Gebetsleben recht viele Verdienste und stellt sie mir zur Verfügung“ (39).

Der Plan wurde von der Jugend begeistert aufgenommen. Er bestimmte langsam bis in die Wurzel ihr Seelenleben und ist die Großmacht geworden, die Schönstatt aus dem Dunkel ins Licht gestellt, die weiteste Kreise in seinen Bann gezogen hat. Später kamen namhafte Jugendführer dorthin, um das Geheimnis seiner Erfolge kennenzulernen. Es war und ist immer dasselbe: die geheimnisvolle Wirksamkeit der Gottesmutter von ihrem kleinen Heiligtum aus und die Werbekraft, die sie dadurch auf Menschenherzen ausübt, dass sie dieselben zu ernster Mitarbeit anregt (zu Beiträgen zum Gnadenkapital) und solche Selbsterziehungsarbeit in ihrem Dienst durch transformatio in Christum et Deum (40) reichlich segnet.

An der Tatsache lässt sich nicht zweifeln. Jeder, der sehen und hören will, hat reichlich Gelegenheit dazu. Mit Händen kann er greifen, dass hier nicht menschliche Genialität im Vordergrund steht, sondern geheimnisvolle göttliche Tätigkeit am Werke ist. Später entstanden zahlreiche Filialheiligtümer in aller Welt, die dem Urheiligtum genau nachgebildet und in ähnlicher Weise Mittelpunkt einer umfassenden Erneuerungsbewegung geworden sind.

Damit ist bereits die Frage beantwortet: War die am 18. Oktober 1914 vorgelegte Idee ein bloßer Wunschtraum oder traf sie einen Plan Gottes, stand sie „im Plane“?

War nicht damals der Spalt, die Ritze, die durch Berührung mit Pompei geöffnet wurde, zu klein, zu undurchsichtig, so dass von einer Entschleierung einer göttlichen Planung nicht die Rede sein konnte? Die Verhältnisse gestatteten damals nur in zwei Wahrheiten Einsicht. Die erste ist ein allgemeines Gesetz göttlicher Weltregierung: „Wie oft war in der Weltgeschichte das Kleine und Unansehnliche die Quelle des Großen und Größten“. Daraus der Schluss: „Warum sollte das bei uns nicht auch der Fall sein können?“ Die zweite Wahrheit ist die Überzeugung von der bisherigen besonderen göttlichen Führung der jungen Studentenkongregation. Daraus der Schluss: „Wer die Vergangenheit unserer Kongregation kennt, dem wird es nicht schwer zu glauben, dass die göttliche Vorsehung mit ihr noch etwas Besonderes vorhat.“ Aus beiden Wahrheiten wird der große Gedanke als mutmaßlicher Gottesplan gefolgert und in seinen Grundlinien vorgelegt mit dem Appell: „Ihre Herzen haben Feuer gefangen. Sie haben meinen Plan zu dem Ihrigen gemacht. Getrost lege ich ihn und seine Ausführung in Ihre Hand und trage keine Bedenken, ihn in unsere Chronik einzutragen. Spätere Generationen mögen dann über uns zu Gerichte sitzen.“

Schon die Mutmaßung, schon die Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit, Gottes Wunsch und Willen ertastet zu haben, weckte allenthalben wachsenden Heroismus. Nach fünf Jahren versuchten wir, aus den Früchten auf den Baum zu schließen, aus den Wirkungen seine Eigenart zu bestimmen. Damals ging uns erstmals der Beweisgang auf, der uns überzeugte, dass wir 1914 richtig durch den kleinen Spalt hindurchgesehen und Gottes Planung ertastet haben. 1944 greift eine in Dachau geschriebene Studie (41) den Beweis auf. Sie macht darauf aufmerksam, dass er „sich nach glücklich überstandenem Weltkriege seit 1919 ungezählt viele Male wiederholt und Jahr für Jahr an Inhalt und Beweiskraft gewinnt. Er kreist um den Gedanken: Schönstatt trägt die drei Kriterien der Gotteswerke an der Stirne:
Geringfügigkeit der Werkzeuge und Mittel,
Größe der entgegenstehenden Schwierigkeiten,
Tiefe, Dauer und Umfang der Fruchtbarkeit.

Wer diese drei Maßstäbe kritisch an die Schönstattgeschichte legt, nachdem er tieferen Einblick in alle Einzelheiten gewonnen, wer den aus kleinen Rinnsalen entspringenden und sich trotz größter, allseitiger Hemmungen und mangelnder menschlich wirksamer Mittel und Antriebe durchsetzenden machtvollen Lebensstrom gläubig auf sich wirken lässt, wer weiß, wie viel Heroismus in allen Ständen geweckt wurde, so dass ungezählt viele Leben und Freiheit der Gottesmutter für ihr Werk angeboten, dem fällt die Glaubwürdigkeit unserer Behauptung nicht schwer. Sie verdichtet sich zwanglos und überzeugend zu einer certitudo moralis (42). ‚Unter dem Schutze Mariens’ (43) schließt eine gleichartige Untersuchung mit dem Ergebnis:

„Daher konnten die geschichtlichen Untersuchungen mit der Feststellung abgeschlossen werden, dass sich in den Werdegesetzen Schönstatts überhaupt nichts ‚Besonderes‘ vorfindet, sondern nur die klare Erkenntnis und zielstrebige Anwendung allgemein gültiger Grundgesetze katholischen Lebens und katholischer Erziehung, so dass ein ähnliches Werk in der treuen Hingabe an die jeweiligen konkreten Weisungen Gottes auch anderswo hätte entstehen können. Die Gründungsurkunde ist ein Musterbeispiel und Beweis, wie sorgsam man sich bemühte, aus der Sprache der Verhältnisse die Absichten der göttlichen Vorsehung zu erlauschen, damit nicht das menschliche Denken und Tun, sondern der Wille Gottes bestimmend am Anfange stünde. Nachdem Schönstatt heute trotz der Geringfügigkeit der ersten Anfänge und der menschlichen Werkzeuge auf eine segensreiche Entwicklung zurückblicken kann, gewinnt die anfängliche Wahrscheinlichkeit, mit den Überlegungen von 1914 die Absichten Gottes richtig ertastet zu haben, im Lichte der Geschichte erhöhte Zuverlässigkeit bis zu jener praktischen Gewissheit, die in derartigen Dingen des Lebens überhaupt zu erreichen ist. Deswegen wäre es frevelhafte Untreue, solange Gottes Vorsehung nicht eine andere Richtung angibt, das begonnene und gesegnete Werk, so wie es geworden ist, preiszugeben. Heute gelten erst recht die Worte: ‚Ob unsere Kongregation tatsächlich einen Heiligen hervorbringt? Wir wissen es nicht, hoffen es aber zuversichtlich. Eines jedoch wissen wir: Eine schwere Verantwortung und den Zorn unserer himmlischen Mutter lädt die Generation auf sich, die unser opferreiches Werk – das Werk der göttlichen Vorsehung – zugrunde gehen oder verkümmern lässt. Wehe dem Magistrat, der es so weit kommen lässt! Die gerechte Strafe wird ihn ereilen!’„

Fachleute geben drei Maßstäbe an, die vorhanden sein müssen, wenn man von einem sanctuarium im eigentlichen Sinn (44) sprechen will: Zustrom des Volkes, Gebetserhörungen und Anerkennung der Kirche durch Bewilligung von Ablässen oder auf andere Weise. Alle drei Merkmale treffen beim Schönstattheiligtum zu.

Das Heiligtum ist der Dreimal Wunderbaren Mutter geweiht.

Wie es dazu kam? Wiederum nach dem Gesetz der geöffneten Tür. Diesmal durch ein Buch von Hattler über das Colloquium Marianum in Ingolstadt, das uns in den ersten Monaten in die Hand fiel (45). Es berichtet von einem Elitekreis, der sich in Ingolstadt unter Leitung von Pater Rem gebildet, der sich ganz der Gottesmutter unter dem Titel der Dreimal Wunderbaren Mutter geweiht und sehr segensreich am Anfang der Neuzeit für Erneuerung Süddeutschlands gewirkt hat. Die Erkenntnis machte uns abermals aufmerksam, wieviel vom kleinsten Kreise ausgehen kann, wenn Gottes Plan dahintersteckt; sie gab uns den Mut, den Radius der erziehlichen Tätigkeit der lieben Gottesmutter von Schönstatt aus recht weit zu ziehen. Was Ingolstadt damals für Süddeutschland war, zu dem möge die Gottesmutter heute Schönstatt machen: zur Quelle der Erneuerung für Deutschland, ja für die ganze Welt. Das war unsere Bitte, unsere Hoffnung. Schon der Missionsverein hatte den apostolischen Geist in uns geweckt und zu Taten gedrängt. Die Marianische Kongregation schlug in dieselbe Kerbe. Der Weltkrieg warf die damalige Schönstattjugend auf die Kriegsschauplätze in Ost und West, gab also reichlich Gelegenheit, den dritten Teil der großen überragenden Idee zu verwirklichen: den universalen apostolischen Einschlag …, das alles aber nunmehr als Werkzeug in der Hand der Gottesmutter, um ihr zu helfen, ihre Aufgabe als Volkserzieherin zu lösen.

Obwohl wir überzeugt waren, durch solche Weitung des Horizontes und Aufgabenkreises den göttlichen Plan getroffen zu haben, wagten wir es doch nicht, außerhalb der eigenen Kreise davon zu sprechen. Wir orientierten uns an der Arkandisziplin der Alten und wählten als Deckname für solch hohe Ziele: Parallele Ingolstadt-Schönstatt. Es sind die beiden Worte, die im Heiligtum unter dem Bildrahmen zu lesen sind. Gleichzeitig stehen die beiden Jahreszahlen dabei: 1914-1919. Das heißt: von 1914 bis 1919 lebte die große Welterneuerungsidee Schönstatts unter dem Deckmantel: Parallele Ingolstadt-Schönstatt.

Ein Zweites schenkte uns Ingolstadt: den Titel für unser Bild. Auch das Bild trägt wie alles den Stempel des Gesetzes der geöffneten Tür an der Stirn. Es kam „wie zufällig“ in unseren Besitz. Ein Bekannter hatte es aus einem Althändlerladen für etwa 23 Mark erstanden. Weil wir damals bitter arm waren und uns nicht rühren durften, mussten wir damit zufrieden sein, konnten auf seinen Kunstwert nicht achten. Das war im Mai 1915. Deutschem Geschmack gefällt es weniger. Das mag den Vorteil haben, dass das mysterium crucis (46) dadurch nahegebracht wird. Romanisches Empfinden hingegen findet sich gut damit zurecht. Das kam uns später zustatten, als Schönstatt international geworden.

Nach solchen Vorbereitungen, die Gottes Vatergüte gleich am Anfang des Krieges getroffen hatte, konnte das Gesetz der geöffneten Tür sich nach allen Richtungen entfalten und Gottes Plan deutlicher entschleiern. Die jungen Sodalen nahmen in Kaserne, Front und Etappe eine ungemein starke Verantwortung mit für die Verwirklichung der Parallele. Das wirkte sich nach zwei Seiten aus: erstens im Verhältnis untereinander. Trotz ihrer Jugend und der ganz außergewöhnlichen Belastung durch Dienst und Kriegshandwerk schlossen sie sich zu kleinen Fern- und Nahgruppen zusammen; sie bildeten die congregatio militaris. Die Liebe zur Gottesmutter überwand die großen Hemmnisse, sie brachte die Herzen einander näher und sorgte dafür, dass sie sich einander stützten und trugen. So wuchsen sie in das Ideal der „neuen Gemeinschaft“ tiefer und tiefer hinein. Andere Kameraden beobachteten das ideale Streben. Sie schlossen sich an, ließen sich in die Gruppen aufnehmen. Das war die zweite Wirkung.

Solche Erfolge machten frühzeitig auf das Leitbild Pallottis aufmerksam, auf das von ihm geplante große apostolische Organisationsnetz. Schon 1916 trat es – wie oben berichtet – in unser Blickfeld und hat uns seither nicht mehr verlassen. Sein Plan kreuzte sich mit dem von Gott uns durch die Verhältnisse gezeigten. Beide flossen ineinander, beide ergänzten sich (47).

Gegen Ende des Krieges meldeten sich auch Nichtstudierende, die sich unserer congregatio militaris mehr als Einzelgänger anschließen wollten. Wir nahmen sie auf. Die Zentrale der Kongregation in Wien beschäftigte sich damals mit ähnlichen Gedanken. Von ihr entlehnten wir den Namen „Liga“.

Damit war die Grundstruktur der Apostolischen Bewegung fertig. Der Krieg war zu Ende. Die Schönstätter Studenten kehrten nach Schönstatt, die andern, die sich angeschlossen, die Externen, in ihre Seminare und Konvikte oder nach Hause zurück. Wiederum galt es, auf ein Signal von oben zu warten, um sich nicht zu vergreifen. Lag es wirklich „im Plane“, die schwachen Anfänge weiterzuentwickeln? Das hing im Sinne des Gesetzes der geöffneten Tür nur davon ab, ob der Gedanke in den „Externen“ so gezündet, dass sie aus eigener Initiative den Ausbau des Werkes verlangten. Es dauerte nicht lange, da meldeten sie sich und forderten das Zeichen zum Sammeln. Es wurde 1919 gegeben. Die Zusammenkunft war in Hörde. Sie konnte in Schönstatt nicht sein, weil es in der besetzten Zone lag und der Zugang sehr erschwert war. Die konstituierende Versammlung goss bloß in Form, was bisher nach dem Gesetz der geöffneten Tür geworden. Sie unterschied Bund und Liga. Zum Bund rechneten alle, die eine enge Gemeinschaft in Nah- oder Ferngruppen, das Ideal größtmöglicher Vollkommenheit und apostolischer Betätigung auf allen erreichbaren Gebieten erstreben wollten. Die Liga unterschied Mitglieder und Mitarbeiter. Erstere streben ähnlich wie die Bündler, ohne jedoch zu enger äußerer Gemeinschaft verpflichtet zu sein. Die Selbsterziehungsformen sind für beide Gruppen dieselben: tägliche Kontrolle der geistlichen Tagesordnung und monatliche Rechenschaft an den Beichtvater. Zwecks juristischer Bindung des Gemeinschaftsgeistes geben die Bündler darüber hinaus monatlich dem Gruppenführer Nachricht, ob diese Pflichten erfüllt sind. Wer weder einen bestimmten Grad der Selbstheiligung noch des Apostolates erstrebt, schließt sich als Mitarbeiter der Liga an. Später kam noch ein weiterer Kreis hinzu: der Wallfahrtskreis. Das alle verbindende Band – so wurde eigens beschlossen – sollte wie bisher „unsere Marienverehrung bleiben“, die sich im Kriege bewährt hat.

So stand das Werk. Im Laufe von sieben Jahren – von 1912-1919 – war es nach dem Gesetz der geöffneten Tür Gottes Planung abgelauscht. Gottes Führung und menschliche Fügsamkeit hatten es ins Leben gerufen … und so der Idee des neuen Menschen in der neuen Gemeinschaft mit universellem apostolischem Einschlag eine konkrete Form gegeben, die niemand von den menschlichen Werkzeugen anfangs im einzelnen vorausgesehen und erwartet hatte.

Das Ganze nannte sich nach Pallottis Vorbild „Apostolische Bewegung zur Verbreitung, Verteidigung und Verinnerlichung des Glaubens und der Liebe“. Es kannte zwei große Gliederungen: den Apostolischen Bund und die Apostolische Liga. Das Schiff konnte in See stechen.

Bald zeigte sich aber, dass der Bau noch nicht ganz fertig, dass im göttlichen Plan noch ein drittes Stockwerk vorgesehen war: die Verbände.

Wie wir dazu kamen? Wie immer nach dem Gesetz der geöffneten Tür, das fast mit unwiderstehlicher Gewalt in der Familiengeschichte wirksam war – und auch heute noch ist. In den ersten Jahren nahm das Schiff als Mannschaft nur Theologen und Gymnasiasten auf. Wir dachten an die künftigen Weltpriester. Sie sollten die Hauptstützen des Werkes werden. Sie sind es auch geworden. Nach und nach fanden alle Geschlechter und Stände Zutritt. 1921 meldete sich die erste Lehrerin. Das gab Anlass, erst die Liga, später auch den Bund für das weibliche Geschlecht aufzumachen. Der Gedanke an den Universalismus des Apostolates und an Pallottis Entwurf gab dazu den Ausschlag. 1926 entwickelte sich aus dem apostolischen Frauenbund der erste Verband im Sinne der späteren instituta saecularia: die Schönstätter Marienschwestern. Anlass dazu war das Gesetz der geöffneten Tür: in diesem Falle das Bedürfnis der Zeit und das innere gnadenhafte Drängen in den Seelen. Die Entwicklung der jungen Gemeinschaft, die sich sofort vom General der Pallottiner als legitimes Glied des Apostolatus Catholicus anerkennen und vom Ortsbischof segnen ließ, nahm nach innen und außen eine außergewöhnliche Entwicklung, immer aber nach demselben Gesetz. Nur so waren wir sicher, das zu tun, was „im Plane“ stand. (…) Es kamen Revolution und Weltkrieg. 1939 brachte den Marienschwestern die Externen (48) . 1942 wurde in Dachau das Fundament zum Verband der Marienbrüder gelegt. 1944 traten der Verband der Weltpriester und der Frauen von Schönstatt selbständig ins Leben, immer nach demselben Gesetz. So stehen heute vier selbständige Verbände nebeneinander: der Verband der Weltpriester, der Marienbrüder, der Marienschwestern und der Frauen von Schönstatt. Mit großer Genugtuung hörten wir 1947 die Kunde von der Constitutio ‚Provida Mater‘. Sie bestätigte uns, dass wir mit unseren Verbänden richtig gegriffen, dass sie „im Plane“ standen.

Die äußere Struktur der Familie ist fertig: Sie ist in Wahrheit das Kind göttlicher Führung durch das Gesetz der geöffneten Tür und menschlicher Fügsamkeit und deshalb eine gottgewollte Form der Idee vom neuen Menschen in der neuen Gemeinschaft mit universalem apostolischem Einschlag. Mehr noch: sie ist schlechthin die erste und einzige zeitgemäße, allseitige und von der Generalleitung der Pallottiner authentisch anerkannte Verwirklichung der Gesamtidee Pallottis vom Katholischen Apostolat, darf deshalb genau nach hundert Jahren als wesentlicher Abschluss seiner Gründung aufgefasst werden.


Schönstatt-Lexikon Online: Neuer Mensch in neuer Gemeinschaft
(29) Die Stimme der Zeit ist die Stimme Gottes
(30) Mt. 16,3
(31) Eine weit und sichtbar geöffnete Tür
(32) J. Kentenich, Himmelwärts, Gebete für den Gebrauch in der Schönstattfamilie, Vallendar 1973, S. 164 f.
(33) A.a.O., S. 159.
(34) A.a.O., S. 121.
(35) Nr. 29 vom 18. VII. 1914, S. 521
(36) Zitat in: Unter dem Schutze Mariens, S. 288. Den Gesamttext dieses Artikels von P. Fröhlich (als Kapuziner Gründer und erster Leiter des „Seraphischen Liebeswerkes für gefährdete Kinder“ und Mitbegründer des deutschen Caritasverbandes) und eine Einführung in die Geschichte des Gnaden- und Wallfahrtsortes Valle di Pompei bei Neapel s. in: REGNUM, III/1968, S. 133 ff.
(37) „Wink Gottes“ und „Handreichung Gottes“.
(38) Siehe, ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort (Lk. 1,38).
(39) Dieses und die nachfolgenden Zitate aus der Gründungsurkunde s. in: Unter dem Schutze Mariens, S. 289 ff. sowie in: Schönstatt, Die Gründungsurkunden.
(40) Wandlung in Christus und Gott.
(41) „Schönstatt als Gnadenort.“ (1944), veröffentlicht in: Texte zum Verständnis Schönstatts, Vallendar Schönsttatt 1974, 101-139
(42) Moralische Sicherheit
(43) S. 368 f.
(44) Von einem Gnadenheiligtum.
(45) F. Hattler SJ, Der ehrwürdige P. Jakob Rem und seine Marienkonferenz, Regensburg 1896.
(46) Geheimnis des Kreuzes.
(47) In diesen Sätzen zeichnet P. Kentenich klar das eigenartige Verhältnis von Übereinstimmung und Unterschiedlichkeit zwischen Pallotti und seinen Plänen einerseits und Schönstatt mit seinen Lebenskräften andererseits. Vgl. dazu Text 5: Das Verhältnis P. Kentenichs zu Vinzenz Pallotti…
(48) Als Säkularinstitut kennen die Marienschwestern keine pflichtmäßige Dach- und Tischgemeinschaft für alle. Je nach den Bedürfnissen der Erziehung und des Apostolates leben sie in Hausgemeinschaften oder werden einzeln als „Externe“ in die verschiedensten Berufe entsandt.

Back

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen